Die Grafikkarte Gigabyte AORUS GeForce RTX 5080 MASTER 16G stellt die absolute Leistungsspitze im Portfolio der luftgekühlten Grafikkarten GeForce RTX 5080 des populären taiwanischen Unternehmens GIGABYTE dar. Diese MASTER-Version setzt auf ein hybrides Kühlsystem mit einer Vapor-Chamber, eine einfallsreiche und unübersehbare ARGB-Beleuchtung der RGB-HALO-Lüfterblätter sowie ein programmierbares LCD-Informationspanel namens Edge View. Um das Ganze abzurunden, bietet der Hersteller für diese Grafikkarte außerdem eine verlängerte Garantie von 4 Jahren. Wie schlägt sich diese gewaltige MASTER jedoch in der Praxis? Das schauen wir uns in diesem Testbericht auf Alza an.
Die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G basiert auf dem neuesten Gaming-Grafikchip NVIDIA GB203 (GB203-400-A1) in voller Konfiguration. An diesen Chip sind über einen 256-Bit-Datenbus GDDR7-Grafikspeicher mit einer Kapazität von 16 GB angebunden. Die Karte bietet volle Unterstützung für die neuesten Grafik-Schnittstellen Vulkan und DirectX 12 Ultimate, einschließlich Technologien wie Ray Tracing, VRS, Mesh Shader und Sampler Feedback. Ebenfalls vorhanden ist die Unterstützung für die proprietäre Technologie DLSS (Deep Learning Super Sampling) in der Version 4 mit der Funktion MFG (Multi Frame Generation). Durch ihre Leistung ordnet sich die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G im Segment der Hochleistungs-Grafikkarten ein, wo sie vordere Plätze in der Leistungsrangliste einnimmt.
Die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G verfügt über zwei BIOS-Versionen, gekennzeichnet als Performance (BIOS1) und Silent (BIOS2), zwischen denen mithilfe eines BIOS-Schalters gewechselt werden kann.

Standardmäßig ist die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G auf den Performance-Modus (BIOS1) eingestellt. Die Taktfrequenz des Grafikchips beträgt 2 295/2 805 MHz (Base/Boost) und die Taktfrequenz der Grafikspeicher 1 875 MHz, was bei GDDR7-Speichern einer effektiven Frequenz von 30 000 MHz entspricht. Das Power-Limit (Verbrauchslimit) der Grafikkarte ist auf 360 W eingestellt, mit der Möglichkeit einer Erhöhung auf bis zu 450 W. Gegenüber den Referenzwerten ist die Karte auf dem Kern im Boost-Modus also um 188 MHz übertaktet. Die Grafikspeicher takten vollständig nach den Referenzwerten der GeForce RTX 5080.

Im Silent-Modus (BIOS2) betragen die Taktfrequenzen des Grafikchips 2 295/2 805 MHz (Base/Boost) und die Taktfrequenz der Grafikspeicher erneut 1 875 MHz (30 000 MHz effektiv). Und da sich in diesem Modus auch das Verbrauchslimit der Grafikkarte nicht geändert hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Unterschied zwischen den beiden BIOS-Versionen in erster Linie in einer anders eingestellten Kurve der Abhängigkeit der Lüfterdrehzahl von der Temperatur besteht. Dies werden wir ebenfalls im Kapitel über die Betriebseigenschaften testen.
Die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G ist riesig – sie misst in der Länge 360 mm, wiegt 1,962 kg und belegt auf dem Mainboard Ihres Computers insgesamt 4 Erweiterungsslots. Für die Kühlung sorgt das hybride WINDFORCE-Kühlsystem mit einer Vapor-Chamber (Dampfkammer) und zwölf Komposit-Heatpipes, die die Wärme an einen großen Passivkühler mit Aluminiumlamellen ableiten. Die Grafikspeicher werden zusammen mit dem Grafikchip über die Vapor-Chamber gekühlt, während die Abwärme der geteilten Spannungsversorgung in die Lamellen des Passivkühlers sowie die Vapor-Chamber abgeführt wird. Somit werden alle wichtigen Komponenten der Grafikkarte effektiv gekühlt.
Der aktive Teil des Kühlsystems der Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G besteht aus drei gegenläufig rotierenden 110-mm-Lüftern mit sieben aerodynamisch geformten HAWK FAN Rotorblättern, die für eine längere Lebensdauer und einen leiseren Lauf in doppelten Kugellagern gelagert sind. Die Lüfter sind in drei Kühlzonen unterteilt und ihre Drehzahl wird unabhängig voneinander (asynchron) gesteuert. Die erste Zone übernimmt der hintere Lüfter, die zweite der mittlere und die dritte Zone dann der vordere Lüfter. Die Grafikkarte unterstützt die 3D ACTIVE FAN Funktion, welche bei niedrigen Temperaturen des Grafikchips alle Lüfter stoppt und somit unnötige Lärmentwicklung verhindert.
| Zone | Lüfter | Drehzahl MIN | Drehzahl MAX | LÜFTER-STOPP |
|---|---|---|---|---|
| 1 | hinten | 1 000 (30 %) | 3 000 (100 %) | ✓ |
| 2 | Mitte | 1 000 (30 %) | 3 000 (100 %) | ✓ |
| 3 | vorne | 1 000 (30 %) | 3 000 (100 %) | ✓ |
Die Charakteristik der Abhängigkeit der Lautstärke von der Lüfterdrehzahl stellt sich wie folgt dar:
| < 35 dBA | sehr geringe Lautstärke | 40–42 dBA | höhere Lautstärke |
| 35–38 dBA | geringe Lautstärke | 42–45 dBA | hohe Lautstärke |
| 38–40 dBA | niedrigere Lautstärke | > 45 dBA | sehr hohe Lautstärke |

Beim Testen der Kühleffizienz im Tool 3DMark Steel Nomad Stress Test erreichte die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G einen Score von 99,1 % im Performance-Modus (und 99,3 % im Silent-Modus). Diese Stabilitätstests der Bildwiederholrate hat sie somit erfolgreich bestanden (die Mindestgrenze liegt bei 97 %).

Stromversorgung
Die Spannungsversorgung der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G wird offenbar von einer 20+3-Phasen-Spannungswandlung (ich hatte nicht die Möglichkeit, den Kühler zu demontieren) sichergestellt, welche eine zusätzliche Stromversorgung mittels des neuen 16-Pin (12+4) Steckers vom Typ 12V-2x6 gemäß dem PCIe 5.1 Standard erfordert. Wenn Ihr Netzteil diesen neuen Anschluss nicht unterstützt, können Sie den im Lieferumfang enthaltenen Adapter von 16-Pin auf 3× 8-Pin nutzen. Das Verbrauchslimit (Power Limit) der Grafikkarte ist vom Hersteller auf 360 W voreingestellt (mit der Möglichkeit einer Erhöhung um 25 % auf 450 W), weshalb für den Betrieb ein Netzteil mit einer Leistung von mindestens 850 W empfohlen wird.
Stecker 12V-2x6
Bei den GeForce RTX 5080 Grafikkarten ist die Spannungsversorgung so konzipiert, dass sie die neuesten PCIe 5.1-Spezifikationen erfüllt, welche die Stromversorgung von Grafikkarten mithilfe des neuen 16-Pin (12+4) Steckers 12V-2x6 einführen. Dieser unterscheidet sich von seinem Vorgänger, dem 12VHPWR-Anschluss, durch verkürzte Sensor-Pins und verlängerte Strom-Pins. Dadurch wird sichergestellt, dass der Stecker des Stromkabels stets korrekt bis zum Anschlag eingesteckt ist; andernfalls verbinden sich die Sensor-Pins nicht und es wird kein Strom fließen. Über diesen Anschluss können bis zu 600 W fließen, und Sie können ihn entweder direkt über ein 12VHPWR-Stromkabel vom Netzteil anschließen oder den beigefügten 16-Pin auf 3× 8-Pin Adapter nutzen.
i
Verbrauch von Grafikkarten
Ein sehr wichtiger Aspekt bei Grafikkarten ist deren Stromverbrauch. Dabei geht es nicht nur darum, wie viel elektrische Energie Sie beim Spielen von PC-Spielen verbrauchen; mit einem höheren Verbrauch steigen auch die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit Ihres Netzteils (PSU) sowie an eine ordentliche Durchlüftung Ihres PC-Gehäuses.
Ebenso wichtig ist es bei der Messung der Leistungsaufnahme einer Grafikkarte, die Einhaltung der PCI-SIG-Spezifikationen zu überprüfen. Diese legen unter anderem die Regeln für die Stromversorgung von Komponenten über den PCI-Express-Bus fest. Es muss sichergestellt sein, dass über den 12-V-Strang (PEG 12 V) dieses Busses dauerhaft kein Strom fließt, der höher als 5,5 A ist (was einer Leistungsaufnahme von 66 W entspricht), da dies das Mainboard beschädigen könnte. Im besten Fall könnte ein Spannungsabfall zu Problemen mit anderen an PCI Express angeschlossenen Komponenten führen, wie beispielsweise SSD-Festplatten. PCI-SIG definiert auch Spezifikationen für die Anschlüsse zur Hilfsstromversorgung von Grafikkarten: Bei einem 8-Pin-Stecker sollte die maximale Leistungsaufnahme dauerhaft 150 W (12,5 A) nicht überschreiten, bei einem 6-Pin-Stecker 75 W (6,25 A). Die neuen 16-Pin Stecker 12V-2×6 können bei 55 A bis zu 600 W übertragen.
Regulärer und Spitzenverbrauch
Zur Messung der Spitzenverbräuche von Grafikkarten verwende ich das Tool MSI Kombustor, welches die Grafikkarten mit einer kontinuierlichen und dauerhaften Last beansprucht. Ich lasse die Grafikkarte zunächst auf ihre normale Betriebstemperatur aufwärmen und messe anschließend die Leistungswerte an allen Abnahmepunkten mit dem Tool PowerTracker. In der ersten Messung ist das Power Limit (Verbrauchslimit) der Grafikkarte auf den Standardwert eingestellt (PL 100 %), die zweite Messung erfolgt dann mit einem auf das Maximum eingestellten Verbrauchslimit (sofern sich dieses bei der Grafikkarte erhöhen lässt). Wie hat also die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G bei diesen Messungen abgeschnitten?

|
Asus ProArt RTX 5080 O16G
|
||||
|---|---|---|---|---|
|
|
Messpunkt | Beschreibung | Verbrauch (PL 100 %) |
Verbrauch (PL 125 %) |
| 1 | Slot PCI Express (PEG 3,3 V) |
Schiene 3,3 V | 0,07 W |
0,07 W
|
| 2 | Slot PCI Express (PEG 12 V) |
Schiene 12 V | 7 W |
8 W
|
| 3 | PCIe Cable (16pin 12V-2x6) |
Schiene 12 V | 376 W |
432 W
|
| Verbrauch VGA | 383 W |
439 W
|
||
| Stromstärke PEG 12V | 0,6 A |
0,6 A
|
||
Wie Sie sehen können, erfüllt die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G sämtliche PCI-SIG-Spezifikationen. Über die "Leistungs"-Schiene PEG 12V fließen weniger als 66 W und auch der 16-Pin Stecker der Hilfsstromversorgung hat noch Luft nach oben bis zur 600-W-Grenze. Bezüglich des Anschlusses der Grafikkarte haben Sie die Wahl zwischen zwei Methoden. Entweder Sie besitzen bereits ein Netzteil mit ATX 3.0/ATX 3.1 Unterstützung und somit auch einem 16-Pin 12VHPWR/12V-2x6 Anschluss, dann müssen Sie sich um nichts weiter kümmern. Oder Sie besitzen ein älteres Netzteil ohne diesen Stecker und müssen drei separate PCIe-Kabel mit 8-Pin Steckern nutzen und diese mit dem Adapter 16-Pin auf 3× 8-Pin verbinden, der im Lieferumfang enthalten ist. Erst diesen stecken Sie dann in den 12V-2x6 Anschluss der Grafikkarte. Falls Sie sich bei der Messung des Stromverbrauchs dieser Grafikkarte auch für die maximalen (Peak) Werte bei Verbrauch und Stromstärke interessieren, können Sie einen Blick auf die folgenden Grafiken werfen.
Wie aus den Grafiken ersichtlich ist, bewegt sich der Spitzenverbrauch (Peak) der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G nach der Erhöhung des Verbrauchslimits auf das Maximum bei rund 490 W.
Achten Sie auf den Anschluss
Wenn Sie die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G mit dem beiliegenden 16-Pin auf 3× 8-Pin Adapter an ein älteres Netzteil anschließen, müssen Sie immer alle drei 8-Pin-Stecker am Adapter anschließen. Wenn Sie dies nicht tun und beispielsweise nur zwei davon anschließen, wird die Grafikkarte nicht funktionieren.

Achten Sie zudem gut darauf, dass Sie die Kabel des Adapters, welche zu den 8-Pin-Steckern führen, nicht zu nah am Adaptergehäuse knicken (etwa aus Platzmangel und einem Anlehnen an der Gehäuseseitenwand). Es droht nämlich ein Lösen der Strom-Pins, was zu einem höheren Übergangswiderstand und damit einer stärkeren Erhitzung des Steckers führt. Im Extremfall kann dies sogar zum Durchschmoren führen! Vergewissern Sie sich zudem, dass Sie den 12VHPWR-Stecker wirklich bis zum Anschlag in die Grafikkarte eingesteckt haben.
Verbrauch im Leerlauf, mit zwei Monitoren und bei AV1 Videowiedergabe
Die Messung des Stromverbrauchs der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G im Leerlauf und mit zwei Monitoren wurde auf dem Windows 11 Desktop durchgeführt. Zuerst habe ich den Verbrauch der Grafikkarte mit einem einzigen angeschlossenen Monitor in der Auflösung 3 840 × 2 160/60 Hz über DisplayPort gemessen. Anschließend habe ich über einen zweiten DisplayPort einen weiteren Monitor mit einer Auflösung von 1 920 × 1 080/144 Hz angeschlossen und erneut die Leistungsaufnahme der Grafikkarte aufgezeichnet.
Für die Messung des Verbrauchs bei der Videowiedergabe nutze ich ein Video im AV1-Format (AOMedia Video 1). Die Verbrauchsmessung der Grafikkarte erfolgt bei der Wiedergabe eines Videos in 4K UHD Auflösung (3840x2160) im nativen Windows 11 Player für eine Dauer von 20 Sekunden. Die Ergebnisse können Sie in der folgenden Tabelle sehen:
| Messung | Monitor 1 | Monitor 2 | VGA |
|---|---|---|---|
| Im Leerlauf 1 Monitor | 3 840 × 2 160/60 Hz | - | 19 W |
| Im Leerlauf 2 Monitore | 3 840 × 2 160/60 Hz | 1 920 × 1 080/144 Hz | 25 W |
| AV1 Videowiedergabe | 3 840 x 2 160/60 Hz | - | 25 W |

Die Monitoranschlüsse sind bei der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G über drei DisplayPort 2.1b Anschlüsse und einen HDMI 2.1b Anschluss realisiert. Der HDMI 2.1b Anschluss bietet eine Übertragung des Videosignals bis zu einer Auflösung von 8K bei 60 Hz, während die DisplayPort 2.1b Anschlüsse eine Übertragung von bis zu 8K bei 165 Hz ermöglichen. Für Kabel, die länger als 1 Meter sind, müssen jedoch zwingend aktive Kabel des Standards DP80LL verwendet werden.
NVDEC und NVENC
Die Grafikkarten der neuen Blackwell-Generation haben ebenfalls eine neue Generation von Hardware-Encodern (NVENC) und Decodern (NVDEC) mit auf den Weg bekommen. Die GeForce RTX 5080 Grafikkarten verfügen über zwei NVDEC-Decoder und zwei NVENC-Encoder.
Teil der Ausstattung der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G ist auch das neue Herstellertool von GIGABYTE mit dem Namen GIGABYTE Control Engine. Sollten Sie keine DVD mit diesem Tool in der Verpackung finden, können Sie es selbst direkt von den Seiten des Herstellers herunterladen.
Das GIGABYTE Control Center dient zur einfachen Einstellung oder Übertaktung. Mithilfe dieser Software können Sie das Maximum an Leistung aus Ihrer Grafikkarte herausholen oder ihre Betriebseigenschaften nach Ihren eigenen Präferenzen anpassen.
Über das PERFORMANCE-Panel haben Sie Zugriff auf sämtliche Einstellungen der Grafikkarte, wie beispielsweise die Frequenzen von Chip und Grafikspeicher, Verbrauchslimits, Temperaturen etc. Sie können das Verhalten der Grafikkarte somit ganz auf Ihre spezifischen Bedürfnisse abstimmen. Sie können die Grafikkarte zum Beispiel auf ihre maximale Leistung einstellen oder umgekehrt ihre Leistung drosseln und stattdessen besseren Betriebseigenschaften (Temperatur, Lautstärke oder Stromverbrauch) den Vorzug geben. Es fehlt auch nicht an einem Panel für das Monitoring, dank dessen Sie alle momentanen und historischen Daten wichtiger Werte beim Betrieb der Grafikkarte im Blick haben können, wie zum Beispiel die Temperatur der Grafikkarte, Lüfterdrehzahlen, Spannung, Stromverbrauch etc. Bestandteil dieses Panels ist auch der OC Scanner Button, welcher Ihre Grafikkarte automatisch übertaktet.
Das Tool GIGABYTE Control Center bietet zudem ein FAN CONTROL Panel zur Einrichtung einer benutzerdefinierten Lüfterkurve in Abhängigkeit von der Temperatur des Grafikchips.
Mithilfe des RGB FUSION Panels können Sie zudem das Verhalten der ARGB-LED-Beleuchtung auf der Grafikkarte sowie deren Synchronisierung mit dem Mainboard einstellen. Sie können der Beleuchtung verschiedene Farben zuweisen (aus einer Palette von bis zu 16,7 Millionen Farben) oder auch diverse Lichteffekte wie Blinken, Pulsieren, Farbverläufe etc. festlegen.
Dank des SSD Tool Panels behalten Sie alle wichtigen Betriebsinformationen über Ihre SSD-Laufwerke im Blick, wie beispielsweise deren Temperaturen, den aktuellen Zustand oder die Lebensdauer.
Neben der klassischen ARGB-LED-Beleuchtung ist die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G zusätzlich mit einem LCD-Informationsdisplay namens Edge View ausgestattet. Es handelt sich um ein programmierbares Display, auf dem Sie sich nicht nur aktuelle Statusinformationen der Grafikkarte anzeigen lassen können (Temperaturen, Taktfrequenzen, FPS usw.), sondern auf dem man sich sogar eigenen Text, ein Bild oder ein animiertes GIF einblenden lassen kann.
Sämtliche Einstellungen, die Sie im GIGABYTE Control Center vorgenommen haben, können Sie anschließend in eigenen Profilen speichern.
Die Grafikkartentests auf Alza bestehen einerseits aus Tests ihrer Spieleleistung. Da jedoch die reine Leistung für viele Nutzer nicht das einzige und allumfassende Kriterium für die Auswahl ist, testen wir bei Grafikkarten auch ausgiebig deren Betriebseigenschaften, wie etwa Temperaturen, Lautstärke oder Stromverbrauch. Wer möchte schon eine extrem leistungsstarke, dafür aber unangenehm laute Grafikkarte in seinem Computer haben?
In den Tests der Spieleleistung bemühen wir uns, die Grafikkarten in den absolut neuesten Spieletiteln zu testen, damit Sie einen Überblick darüber haben, welche Grafikkarten die beste Leistung in modernen Spiele-Engines abliefern, und ob Ihre eventuelle Investition in eine bestimmte Grafikkarte somit auch für die Zukunft wirklich lohnenswert sein wird.
Unsere Rezensionen sind immer aktuell
Weil wir danach streben, dass jeder Grafikkarten-Test dauerhaft aktuell bleibt, werden die Testergebnisse der einzelnen Spiele nicht einer konkreten Grafikkarte zugeordnet, sondern lediglich dem Grafikkartentyp, also dem Grafikchip. Genau dies stellt nämlich sicher, dass wir bei signifikanten Änderungen, die die finalen Testergebnisse beeinflussen (Veröffentlichung neuer und leistungsfähigerer Treiber, Aufnahme eines neuen Spiels in die Testmethodik etc.), schnell alles nachtesten können, und sich die neuen Ergebnisse somit sofort auch in Tests älteren Datums niederschlagen.
Im Gegensatz zu den Spiele-Tests, in denen die Ergebnisse den einzelnen Typen von Grafikkarten zugeordnet werden, führen wir die Tests der Betriebseigenschaften unterschiedslos bei jeder einzelnen Grafikkarte durch. Bei diesen Tests versuchen wir, bis in die kleinsten Details zu gehen und bei den Grafikkarten so viele Betriebsparameter wie möglich zu messen. Dazu zählen neben Temperatur und Lautstärke auch die Spannung, der Stromverbrauch oder die tatsächlichen Taktfrequenzen des Grafikchips.
In den Tests der Betriebseigenschaften darf natürlich auch ein detaillierter Vergleich mit anderen Grafikkarten nicht fehlen, damit Sie einen genauen Überblick darüber erhalten, welche Grafikkarte für Sie am besten geeignet ist.
Zur Messung der Betriebseigenschaften von Grafikkarten nutze ich das Tool 3DMark und dessen Belastungstest namens Steel Nomad Stress Test. Dieser Test besteht aus insgesamt 20 Durchläufen der einminütigen Szene Steel Nomad, dauert somit relativ lange 20 Minuten, in denen die Grafikkarte unter voller Auslastung arbeitet und sich auf ihre normale Betriebstemperatur aufheizt. Erst nachdem die Betriebstemperatur der Grafikkarte erreicht ist, meistens im letzten Durchlauf der Szene, messe ich ihre Betriebseigenschaften. Wie hat nun also die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G in diesem Belastungstest abgeschnitten?
| ZUSAMMENFASSUNG DER BETRIEBSEIGENSCHAFTEN | |||
|---|---|---|---|
| Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G | Performance | Silent | Anmerkung zur Messung |
| Temperatur GPU | 60 °C | 64 °C | gemessen am Ende des Tests |
| Temperatur GPU (Hotspot) | - | - | kann nicht gemessen werden |
| Temperatur VRAM | 60 °C | 66 °C | gemessen am Ende des Tests |
| Taktfrequenz GPU | 2 865 MHz | 2 865 MHz | gemessen als Durchschnitt der letzten drei Durchläufe (auf ganze Bins gerundet) |
| Spannung GPU | 1,016 V | 1,018 V | gemessen als Durchschnitt im Test |
| Verbrauch GPU (laut Treiber) | 360 W | 360 W | gemessen als Durchschnitt im Test |
| Verbrauch VGA (tatsächlich) | 386 W | 385 W | gemessen als Durchschnitt im letzten Durchlauf |
| Lüfterdrehzahlen | 1 570 rpm (FAN1) 1 570 rpm (FAN2) 1 570 rpm (FAN3) |
1 170 rpm (FAN1) 1 170 rpm (FAN2) 1 170 rpm (FAN3) |
gemessen am Ende des Tests |
| Lautstärke | 40,8 dBA | 35,0 dBA | interpoliert anhand der Lüfterdrehzahl |
Im Performance-Modus (BIOS1) hielten sich die Temperaturen der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G am Ende des Belastungstests bei 60 °C bei einer Lüfterdrehzahl von etwa 1 570 U/min, welche dann bei dieser Geschwindigkeit eine höhere Lautstärke auf einem Niveau von 40,8 dBA erzeugten. In diesem Modus kann ich diese Grafikkarte somit als lauter bezeichnen. Die Frequenz des Grafikchips lag im Verlauf des Stresstests im Durchschnitt bei 2 865 MHz, bei einem Verbrauch von 386 W.
Im Silent-Modus (BIOS2) stieg unsere Temperatur um ungefähr 4 °C an und hielt sich so bei 64 °C, allerdings bei einer geringeren Lüftergeschwindigkeit von etwa 1 170 U/min und dementsprechend auch einer wesentlich geringeren Lautstärke von 35,0 dBA. In diesem Modus kann ich diese Grafikkarte also als sehr leise bezeichnen. Die Frequenz des Grafikchips hat sich praktisch nicht verändert und blieb bei 2 865 MHz, bei einem Verbrauch von 385 W.
Falls Sie sich auch für den Vergleich der Betriebseigenschaften der Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G mit allen anderen GeForce RTX 5080 Grafikkarten interessieren, die wir auf Alza und GPUreport.cz bislang im 3DMark Steel Nomad Stress Test getestet haben, können Sie einen Blick auf die folgenden Grafiken werfen.
In den Tests zur Effizienz der Kühler werden die Grafikkarten unter exakt gleichen Ausgangsbedingungen getestet. Unter Spielelast ist bei den Grafikkarten GeForce RTX 5080 das Power Limit so eingestellt, dass sie genau die Referenzwerte von 360 W aufnehmen. Gemeinsam mit dem Verbrauchslimit werden bei den Grafikkarten auch die Lüfterdrehzahlen fest auf einen Wert eingestellt, bei dem die jeweilige Grafikkarte 40 dBA erreicht, also auf einen Lautstärkepegel, der in unseren Tests als Grenze zwischen den leiseren und lauteren Grafikkarten betrachtet wird. Anschließend werden die Grafikkarten 10 Minuten lang aufgewärmt und für weitere 5 Minuten werden bei ihnen die Temperaturen des Grafikchips und der Speicher aufgezeichnet. All dies bei einer Raumtemperatur (Ambient) von 24 °C. Je niedrigere Temperaturen die Grafikkarte unter diesen einheitlichen Bedingungen erreicht, desto besser und desto effizienter können wir ihr Kühlsystem einstufen.
Die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G hielt in unserem Kühlereffizienz-Test die Temperaturen des Grafikchips bei 59 °C und die Temperaturen der Grafikspeicher (VRAM) ebenfalls bei 60 °C. Wie effizient das Kühlsystem ist, über das diese Grafikkarte im Vergleich zu den restlichen Grafikkarten der GeForce RTX 5080 Serie verfügt, können Sie im obigen Graphen vergleichen.
Die Messung der Spieleleistung der Grafikkarten erfolgt in vorab festgelegten Szenen speziell ausgewählter PC-Spiele. Die Computerspiele werden so in die Testmethodik aufgenommen, dass sie die aktuellen Anforderungen moderner Spiele-Engines bestmöglich repräsentieren. In den einzelnen Tests wird dann bei jedem Grafikkartentyp nicht nur die durchschnittliche Bildwiederholrate (FPS) gemessen, sondern auch ihr Stromverbrauch (Leistungsaufnahme). Aus den folgenden Grafiken können Sie also nicht nur die durchschnittliche Leistung der Grafikkarten aus allen getesteten Spielen entnehmen, sondern gleichzeitig auch deren durchschnittlichen Stromverbrauch. Dieser ist neben dem reinen Anschaffungspreis der Grafikkarte ein weiterer wichtiger Indikator für die Kosten des Spielens am PC.
Die Leistung der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetisches Mittel der gemessenen Bildraten aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Die übrigen Computerspiele gehen nicht in die Gesamtleistung ein, sie dienen nur zur Information.
Die Leistungsaufnahme der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetisches Mittel der gemessenen Verbrauchswerte aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Der Verbrauch in den übrigen Computerspielen wird nicht in die durchschnittliche Leistungsaufnahme der Grafikkarten einbezogen.
Welche Leistung die Grafikkarten in den einzelnen Spielen unserer Testmethodik erbringen, wie die Spiele in den Tests eingestellt wurden und wie die Messungen durchgeführt wurden, können Sie durch Klicken auf das Bild des jeweiligen Computerspiels anzeigen lassen.
Die Leistung der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G wird vor allem durch die Leistung des Grafikchips GB203 (GB203-400-A1) selbst bestimmt, die sich von anderen Grafikkarten der GeForce RTX 5080 Serie lediglich durch die voreingestellte Taktfrequenz des Grafikchips, die voreingestellte Frequenz der Grafikspeicher oder ein höher gesetztes Verbrauchslimit unterscheiden kann, das die Taktfrequenz der Grafikkarte dann weniger stark einschränkt. Zur Aufrechterhaltung einer höheren Taktfrequenz der Grafikkarte und damit auch ihrer Leistung kann auch ein hochwertiges Kühlsystem beitragen, welches den Grafikchip auf niedrigen Temperaturen hält. In jedem Fall gilt stets: Je höhere Frequenzen der Grafikchip erreicht, desto höher fällt auch ihre Spieleleistung aus. Sie müssen jedoch bedenken, dass die Unterschiede in den Taktfrequenzen und damit auch die Leistungsunterschiede zwischen den GeForce RTX 5080 Grafikkarten verschiedener Hersteller und Marken nicht allzu extrem ausfallen können.
Im Falle der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G lag die tatsächliche Taktfrequenz des Grafikchips im Stresstest 3DMark Steel Nomad Stress Test in beiden Betriebsmodi durchschnittlich bei 2 865 MHz, weshalb Sie sich aus dem obigen Graphen ein Bild davon machen können, über welche Leistung diese Grafikkarte im Vergleich zu den anderen GeForce RTX 5080 verfügt, die wir bislang auf Alza und GPUreport.cz getestet haben.
Übertaktung des Grafikchips
Bei den neuen Grafikkarten der GeForce RTX Reihe haben Sie die Möglichkeit, für das Overclocking (Übertakten) entweder die Funktion OC Scanner zu nutzen, welche die Grafikkarte automatisch übertaktet, oder Sie können alle Übertaktungsparameter manuell selbst einstellen. Ich habe mich dafür entschieden, den Versuch zu unternehmen, diese Grafikkarte manuell zu übertakten, und habe dafür das Tool MSI Afterburner verwendet. Zunächst habe ich bei der Grafikkarte die Einträge Power Limit (125 %) und Core Voltage (100 %) auf das Maximum eingestellt. Danach habe ich die Frequenz des Grafikchips (Core Clock) in 50-MHz-Schritten erhöht und die Stabilität in PC-Spielen getestet. Als letzte stabile Frequenz erwies sich der Wert von +250 MHz, was einen Boost von rund 3 055 MHz ausmacht.
Übertaktung der Grafikspeicher
Bei der Übertaktung der Grafikspeicher bin ich ähnlich vorgegangen. Schrittweise habe ich den Wert der Grafikspeicher-Taktfrequenz um 100 MHz angehoben und deren Stabilität in Computerspielen erprobt. Als stabil erwies sich am Ende der Wert von +3 000 MHz (das absolute Maximum), was bei GDDR7-Grafikspeichern einer effektiven VRAM-Frequenz von 36 000 MHz entspricht.
Mit der so eingestellten Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G habe ich dann einige Spiele der Testmethodik mit folgenden Ergebnissen getestet:
Mithilfe der manuellen Übertaktung über den MSI Afterburner ist es mir gelungen, aus der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G noch weitere 9–12 % Leistung herauszuholen, was überhaupt nicht schlecht ist und Ihnen in einigen Spielen zugutekommen könnte. Die Taktfrequenz des Grafikchips stieg um 273–361 MHz, aber Sie müssen damit rechnen, dass der Stromverbrauch der Grafikkarte deutlich nach oben geht. Auf den Verbrauch der Grafikkarte wirkte sich diese Übertaktung in PC-Spielen nämlich durch einen Anstieg von 49-96 W aus. Im Durchschnitt kam ich so auf eine um 11 % höhere Leistung zum Preis eines um 20 % höheren Verbrauchs. Wem ein derartiger Anstieg des Stromverbrauchs als zu hoch und inakzeptabel erscheint, der taktet die Karte ohne Anhebung ihres Verbrauchslimits (Power Limit). Sie verlieren dadurch zwar etwa 1-2 % an Leistung, jedoch wirkt sich dies auf den Stromverbrauch der Grafikkarte kaum aus (0-25 W).
i
Für wen ist diese Grafikkarte gedacht?
Genau wie die anderen Grafikkarten der GeForce RTX 5080 Reihe verschiedener Hersteller bietet auch die Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G ausreichend Leistung selbst für sehr anspruchsvolle PC-Spieler, die beim Spielen vor allem auf die höchste Auflösung von 3840×2160 oder anspruchsvolles Ray-Tracing zurückgreifen. Sofern Sie nicht zu diesen Spielern gehören, können Sie ihre Leistung nur schwerlich voll ausreizen und ihre Anschaffung wird sich für Sie wahrscheinlich nicht lohnen. Es sei denn, Sie nutzen diese Grafikkarte nicht ausschließlich zum Spielen, sondern experimentieren auch gerne mit verschiedenen Modellen der Künstlichen Intelligenz (KI), die Sie sich dank genau dieser Grafikkarte lokal zu Hause starten können. Ein Vorteil der lokalen Arbeit mit KI-Modellen sind nicht nur die fehlenden Gebühren, sondern vor allem auch die uneingeschränkte Privatsphäre Ihrer Daten.
Die Grafikkarten GeForce RTX 5080 unterstützen die modernen Rendering-Schnittstellen Vulkan und DirectX 12 Ultimate. Darüber hinaus bringen sie auch die Unterstützung für die proprietäre DLSS-Technologie (Deep Learning Super Sampling) mit, und zwar inklusive der neuesten Version DLSS 4 mit MFG (Multi Frame Generation). In unterstützten Spieletiteln können Sie dank dessen mit weitaus höheren Bildwiederholraten rechnen – sowohl in extrem anspruchsvollen Ray-Tracing-Titeln, als auch in jenen Spielen, in denen Ihnen die Leistung des Prozessors nicht mehr ausreicht.
Die Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G verfügt über das gewaltige, hybride WINDFORCE-Kühlsystem mit einer Vapor-Chamber und einem Trio an Lüftern, wobei ein vierter im Paket enthalten ist und auf der Rückseite der Grafikkarte montiert werden kann. Der zweitschnellste NVIDIA GB203 Chip wird von diesem Kühlsystem ohne größere Probleme bewältigt – die Temperaturen von Chip und Speicher bleiben auch bei langanhaltender und schwerer Belastung im vertretbaren Rahmen. Die Karte ist mit einem Dual-BIOS-Umschalter und zwei Profilen ausgestattet – Performance und Silent, die sich ausschließlich durch die unterschiedlich eingestellten Lüfterdrehzahlen unterscheiden. Wem in erster Linie die Ruhe wichtig ist, dem empfehle ich definitiv, auf den Silent-Modus zurückzugreifen. Für minimal höhere Temperaturen erhalten Sie dadurch nämlich einen wirklich sehr leisen Lauf, während die Leistung praktisch unverändert bleibt. Wenn Sie Ihr Setup eher in hellen Farben abstimmen, sei Ihnen gesagt, dass diese MASTER auch in einer weißen Variante existiert, genauer gesagt als Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER ICE 16G.
Die Grafikkarte glänzt außerdem mit einer auffälligen und aufwendig gestalteten ARGB-Beleuchtung. Neben dem beleuchteten AORUS-Logo auf der Oberkante und einem weiteren auf der Backplate ist das optisch interessanteste Element die Beleuchtung der Lüfterblätter (RGB HALO) – jeder Lüfter hat an einem Rotorblatt eine ARGB-LED angebracht, die während der Rotation einen effektvollen Stroboskop-Effekt erzeugt, der garantiert der Aufmerksamkeit keines Freundes entgehen wird. Sämtliche Farben und Beleuchtungseffekte werden über das Tool GIGABYTE Control Center (RGB Fusion) verwaltet. Dieselbe Software dient auch zur Einstellung des LCD-Informationspanels Edge View auf der oberen Kante der Karte, welches fortlaufend die aktuellen Werte von Temperaturen, Frequenzen und Auslastung anzeigt – oder aber einen vom Nutzer hochgeladenen Text, ein Bild oder ein animiertes GIF.
Bei den interessanten Extras ist die Unterstützung der modernen DisplayPort 2.1b Ausgänge, der PCI Express 5.0 Schnittstelle und der Funktion 3D ACTIVE FAN zu erwähnen, die einen semi-passiven Betrieb ermöglicht – bei geringerer Last stoppen alle Lüfter und die Karte arbeitet komplett geräuschlos. Beim Stromanschluss 12V-2x6 ist zudem eine LED-Kontrollleuchte integriert, die durch Blinken auf mögliche Probleme bei der Spannungsversorgung aufmerksam macht, zum Beispiel auf ein defektes Kabel. Erfreulich ist ohne Zweifel auch die vierjährige Garantie, die Sie nach der Registrierung der Karte direkt beim Hersteller erhalten.
Die Nachteile der Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G liegen relativ klar auf der Hand. In erster Linie geht es um ihre respektablen Ausmaße – eine Länge von 360 mm und ein Gewicht, das sich 2 kg nähert, können in kleineren oder räumlich begrenzten PC-Gehäusen ein Problem darstellen. Bei einer horizontalen Montage (liegend) empfehle ich dringend, die mitgelieferte Halterung zu nutzen, welche die Karte absichert und den PCI Express Slot vor einer zu starken mechanischen Beanspruchung schützt.
Das Standard-Profil Performance führt zu einer geringfügig höheren Lautstärke. Es handelt sich um nichts Dramatisches, wer jedoch einen flüsterleisen PC verlangt, sollte lieber zum Profil Silent greifen.
Auch wenn die Leistungsaufnahme der GeForce RTX 5080 Grafikkarten keine solchen Extreme wie bei der RTX 5090 erreicht, erfordert auch diese Karte ein ausreichend starkes Netzteil – empfohlen wird ein Minimum von 850 W, am besten nach dem ATX 3.1 Standard mit einem 12V-2x6 Anschluss. Im Falle eines älteren Netzteils lässt sich der beigelegte 16-Pin auf 3x 8-Pin Adapter und drei klassische 8-Pin PCIe-Kabel nutzen – eine funktionell ausreichende Lösung, wenngleich ästhetisch nicht allzu reizvoll. Loben muss man den Hersteller jedoch für die Vertiefung des 12V-2x6 Stromanschlusses, dank derer bei horizontaler Installation der Stecker nicht herausragt und nichts zur Breite der Karte hinzufügt.

Gigabyte AORUS GeForce RTX 5080 MASTER 16G
GrafikkartenDie Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5080 MASTER 16G bietet allen sehr anspruchsvollen PC-Spielern, die beim Spielen hauptsächlich die hohe 4K UHD Auflösung oder Ray-Tracing nutzen, eine hohe Leistung. Diese MASTER verfügt über ein wahrlich leistungsstarkes WINDFORCE-Kühlsystem mit Vapor-Chamber und drei Lüftern, welches ihr zudem hervorragende Betriebseigenschaften beschert - insbesondere eine geringe Lautstärke im Silent-Modus. Für ihren Betrieb werden Sie jedoch auch ein ausreichend geräumiges PC-Gehäuse sowie ein starkes Netzteil dazu benötigen.
Aktueller Kaufpreis:
Vorteile
Nachteile

Pavel Šantrůček
Mein Name ist Pavel Šantrůček und ich beschäftige mich seit 2015 professionell mit Grafikkarten. Architektur, Tests und Rezensionen von Grafikkarten sind genau das, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene und was zu einem festen Bestandteil meines Berufslebens bei GPUreport.cz und Alza.de geworden ist. Als Programmierer bin ich außerdem Autor mehrerer Tools zur Analyse der Bildrate von Grafikkarten und zur Messung ihres tatsächlichen Stromverbrauchs.