• Autor: Filip Němec
Allein der Arbeitsspeicher und der interne Speicher der PlayStation 6 sollen fast 600 € kosten.
Quelle: PlayStation
Die Befürchtungen, dass wir für die PlayStation 6 und die Xbox Helix tiefer in die Tasche greifen müssen, sind keineswegs neu. Bereits im Juni berichtete der bekannte Tech-Insider KeplerL2, dass die Herstellung einer PlayStation 6 zu diesem Zeitpunkt fast 1.000 Dollar kosten würde.
Nun meldete sich KeplerL2 mit einer aktuellen Berechnung zurück, die alles andere als optimistische Aussichten bietet. Demnach soll Sony allein für den Arbeitsspeicher und den internen Speicher der kommenden PlayStation 6 mehr als 680 Dollar zahlen, umgerechnet also fast 600 €. Und das ist lediglich ein Teil der Herstellungskosten, in denen der Prozessor, der Grafikchip, die Kühlung sowie weitere Komponenten noch gar nicht enthalten sind.
Auf die Behauptungen des bekannten Insiders, der sich in der Vergangenheit vor allem bei Gerüchten rund um Hardware von AMD als zuverlässig erwiesen hat, wies das Magazin Video Games Chronicle hin und ergänzte, dass diese Bauteile zum Zeitpunkt des finalen Konsolendesigns deutlich günstiger waren.
Hinter den drastischen Preiserhöhungen steckt vor allem die rasant steigende Nachfrage nach Arbeits- und Massenspeichern für KI-Rechenzentren, wodurch die Verfügbarkeit von Komponenten für die Unterhaltungselektronik stark unter Druck gerät. Die Konsolenhersteller kämpfen daher mit steigenden Kosten, was sich nicht nur bei den Preisen der aktuellen Konsolengeneration von PlayStation und Xbox bemerkbar macht, sondern auch bei weiterer Gaming-Hardware wie etwa der Steam Machine.
Es muss jedoch hinzugefügt werden, dass die genannten 680 Dollar bisher nur die Schätzung eines Insiders und keine offiziellen Produktionskosten von Sony darstellen. Zudem kennen wir weder die konkrete Speicherkapazität, auf der die Berechnung basiert, noch die Preise, die Sony tatsächlich mit den Zulieferern ausgehandelt hat, oder den Zeitpunkt, zu dem die Konsole tatsächlich in Produktion geht. Es handelt sich somit zwar nur um eine grobe Schätzung, die jedoch den aktuellen Trend verdeutlicht.
Es ist daher kaum verwunderlich, dass immer häufiger spekuliert wird, die PS6 könnte mehr als 1.000 Dollar kosten, was umgerechnet auf deutsche Preise und nach Einberechnung der Mehrwertsteuer 1.000 € und mehr bedeuten würde. Laut früheren Aussagen des Analysten Joost van Dreunen vom Unternehmen Aldora ist ein solcher Betrag in der derzeitigen Lage praktisch unvermeidlich.
Etwas optimistischer äußert sich Manu Rosier vom Analyseunternehmen Newzoo: Seiner Ansicht nach sollten die Basismodelle der neuen Generation unter der 1.000-Dollar-Marke bleiben, nicht zuletzt wegen der psychologischen Wirkung eines vierstelligen Preisschilds. Teurere Premium-Varianten könnten diese Grenze jedoch durchaus überschreiten.
Sony hat bislang weder den Preis noch Hardwarespezifikationen oder ein Veröffentlichungsdatum für die PlayStation 6 angedeutet. Die jüngste offizielle Erklärung von Sony-Präsident Hiroki Totoki bestätigte lediglich die derzeit unruhigen Zeiten: Sony habe bislang weder den Preis noch ein Veröffentlichungsdatum für die neue Konsole festgelegt – mehr dazu können Sie in diesem Artikel nachlesen.
• Quelle: videogameschronicle.com, videogameschronicle.com
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