• Autor: Jan Vavřík
Das Unternehmen Motorola muss man in der Welt der faltbaren Smartphones ganz sicher niemandem mehr vorstellen. Die geplante Neuheit, die intern bisher als Motorola Razr Flex bezeichnet wird, könnte sich allerdings sowohl von den bisherigen Klappmodellen der Razr-Reihe als auch von klassischen Foldables im Buchformat unterscheiden. Der Hersteller hat das neue, besonders breite faltbare Smartphone bereits kurz in einem offiziellen Teaser angedeutet, und spätere Leaks lieferten überraschend detaillierte technische Daten. Im Gespräch sind eine kompakte Konstruktion im Reisepassformat, ein 6,92 Zoll großes inneres OLED-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 165 Hz, ein 5.000-mAh-Akku sowie zwei Kameras mit jeweils 50 MP. Was wissen wir bislang über dieses ungewöhnliche Motorola-Modell?
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Dieser Artikel basiert auf Spekulationen. Das endgültige Produkt Motorola Razr Flex kann von dem hier beschriebenen Gerät abweichen. Die Entwicklung eines neuen, besonders breiten Foldables hat Motorola bereits in einem offiziellen Teaser angedeutet. Weder die Bezeichnung Razr Flex noch die veröffentlichten technischen Daten hat der Hersteller bisher jedoch bestätigt. Sobald neue Informationen vorliegen, werden wir den Artikel fortlaufend aktualisieren.
Schon auf den ersten Blick wird deutlich, womit das kommende Modell von Motorola beeindrucken soll. Das Razr Flex soll weder ein klassisches Klapphandy noch ein großes Foldable im Buchformat werden, das sich aufgeklappt in ein kleines Tablet verwandelt. Der Hersteller versucht offenbar, einen Mittelweg zu finden. Das Smartphone soll kürzer und deutlich breiter ausfallen, sodass es zusammengeklappt eher an ein kleines Notizbuch oder einen Reisepass erinnert. Gerade diese kompakten Abmessungen könnten zu seinem größten Vorteil werden.
Den bisherigen Leaks zufolge soll das Gerät aufgeklappt etwa 110 × 149 × 5,8 mm und zusammengeklappt 110 × 76 × 12,6 mm messen. Das Gewicht soll 215 Gramm betragen. Damit würde das Razr Flex zwar keinen Rekord bei der Gehäusedicke aufstellen, wäre aber deutlich kompakter als viele der aktuellen großen faltbaren Smartphones. Gerade die geringere Grundfläche könnte im täglichen Gebrauch wichtiger sein als die Jagd nach jedem Millimeter Gehäusedicke.
Mit seinem Konzept erinnert das Razr Flex auffallend an das Apple iPhone Duo. Auch Apple hat bei seinem ersten Foldable auf eine kürzere und breitere Konstruktion im „Reisepassformat“ gesetzt, anstatt das längliche Format klassischer Foldables im Buchstil zu übernehmen. Motorola soll das gesamte Konzept allerdings noch etwas verkleinern: Während das iPhone Duo aufgeklappt 117,8 × 164,6 mm misst und über ein 7,6 Zoll großes inneres Display verfügt, ist beim Razr Flex von etwa 110 × 149 mm und einem 6,92-Zoll-Bildschirm die Rede. Die beiden Geräte sind also keineswegs identisch, die Designphilosophie ist jedoch sehr ähnlich: eine große Arbeitsfläche in einem Gehäuse bieten, das zusammengeklappt weniger Platz beansprucht als ein herkömmliches Foldable.
Der Hersteller soll mindestens zwei Farbvarianten vorbereiten, die als PANTONE Coriander und PANTONE Dark Botanical Garden bezeichnet werden. Dabei muss allerdings betont werden, dass ein Teil der Bilder, die bereits zu diesem Smartphone kursieren, aus Konzeptdarstellungen besteht, die auf Grundlage durchgesickerter Skizzen und der aktuellen Designsprache von Motorola erstellt wurden. Das endgültige Aussehen des Smartphones kann daher noch abweichen.
Zu den ungewöhnlichen Abmessungen passen auch die Displays. Im Inneren soll sich ein faltbares OLED-Panel mit 6,92 Zoll Diagonale, einer Auflösung von 2.364 × 1.728 Pixeln und einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz befinden. Sollte sich dieser Wert bestätigen, wäre das einer der technischen Parameter, mit denen sich Motorola von der Konkurrenz abheben möchte. Die Leaks nennen außerdem eine Unterstützung für HDR10, HDR10+ und Dolby Vision.
Das äußere OLED-Display soll eine Diagonale von 4,97 Zoll und eine Auflösung von 1.736 × 1.140 Pixeln bieten. Für ein Foldable im Buchformat ist das ein vergleichsweise kleiner Bildschirm, doch genau das scheint bei Motorola beabsichtigt zu sein. Das Razr Flex soll nicht um die größte Bildschirmfläche konkurrieren, sondern ein handlicheres Gerät bieten, das sich nach dem Aufklappen in eine nahezu quadratische Arbeitsfläche verwandelt. Ein solches Seitenverhältnis könnte besonders interessant sein, wenn man zwei Apps nebeneinander nutzt, im Internet surft, Fotos betrachtet oder Dokumente liest.
Unter der Haube soll einer der leistungsstärksten Qualcomm-Chips zum Einsatz kommen, der von 12 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Die genaue Bezeichnung des Prozessors ist bisher allerdings noch nicht eindeutig geklärt. Einige Quellen gehen vom Snapdragon 8 Gen 5 aus, andere nennen dagegen den Snapdragon 8 Elite Gen 5. Solange Motorola die Ausstattung nicht offiziell bestätigt hat, sollte deshalb keine der beiden Chipvarianten als endgültig angesehen werden.
Der interne Speicher soll mindestens 256 GB bieten. Einige vorläufige Informationen erwähnen auch eine Variante mit 512 GB, sodass die Speicherkonfigurationen bislang ebenfalls nicht endgültig feststehen. Deutlich sicherer erscheinen dagegen die 12 GB Arbeitsspeicher, die für Multitasking auf dem großen faltbaren Display mehr als ausreichend sein dürften.
Leistungsfähige Hardware ergibt hier möglicherweise sogar noch mehr Sinn als bei einem gewöhnlichen Smartphone. Die Kombination aus einem breiten inneren Display und einem ausreichend leistungsstarken Prozessor könnte sich für Multitasking und die gleichzeitige Arbeit mit mehreren Apps besonders gut eignen. Letztlich wird allerdings die Software darüber entscheiden, ob es bei einer interessanten Designidee bleibt oder ob das Gerät tatsächlich zu einem praktischen Arbeits-Smartphone wird.
Den durchgesickerten Informationen zufolge möchte Motorola die Kameras bei seinem kompakten Foldable keineswegs völlig in den Hintergrund rücken. Auf der Rückseite sollen zwei Sensoren mit jeweils 50 MP zum Einsatz kommen. Der erste dient als Hauptkamera und soll über eine optische Bildstabilisierung verfügen, der zweite soll mit einem Ultraweitwinkelobjektiv ausgestattet sein. Genauere Angaben zur Sensorgröße oder zur Lichtstärke der Objektive liegen bisher allerdings nicht vor.
Interessanter ist die Situation bei den Frontkameras. Einem Leak zufolge sollen sowohl das innere als auch das äußere Display über eine eigene Selfie-Kamera mit 32 MP verfügen. Dank der faltbaren Konstruktion lässt sich für Selbstporträts natürlich auch die Hauptkamera in Verbindung mit dem Außendisplay verwenden. Daher dürfte die innere Selfie-Kamera vor allem bei Videoanrufen eine größere Rolle spielen.
Ein separates Teleobjektiv taucht in den bisherigen technischen Angaben nicht auf. Sollte sich die durchgesickerte Kamerakonfiguration also bestätigen, würde Motorola einer Haupt- und einer Ultraweitwinkelkamera den Vorzug gegenüber einem System mit drei Objektiven geben. Bei einem Gerät, das vor allem mit seiner kompakten faltbaren Konstruktion punkten soll, wäre das keine große Überraschung.
Einer der interessantesten technischen Parameter könnte der Akku sein. In dem vergleichsweise kompakten Gehäuse soll es Motorola gelingen, einen zweizelligen Akku mit einer Kapazität von 5.000 mAh unterzubringen. Angesichts der Gerätegröße ist das auf dem Papier ein beachtlicher Wert. Die tatsächliche Akkulaufzeit wird selbstverständlich von der Systemoptimierung, dem verwendeten Prozessor und davon abhängen, wie häufig der Besitzer das große innere Display verwendet.
Etwas weniger Klarheit herrscht beim Aufladen. Ursprüngliche Informationen sprechen von einer Unterstützung für USB Power Delivery und den kabellosen Standard Qi2, wobei im Zusammenhang mit dem Laden auch eine Leistung von 25 W genannt wird. Allerdings sind sich die Quellen nicht einig, ob sich diese 25 W auf das kabellose oder das kabelgebundene Laden beziehen. Solange Motorola die vollständigen technischen Daten nicht veröffentlicht hat, sollte man diesen Wert daher keiner der beiden Ladearten endgültig zuordnen.
Die faltbare Konstruktion erschwert traditionell den Schutz vor Staub und Wasser. Motorola könnte in dieser Hinsicht jedoch eine äußerst interessante Kombination bieten. In den Leaks werden die Schutzklassen IP48 und IP49 genannt. Sollten sich diese Angaben bestätigen, wäre das für ein faltbares Smartphone ein sehr interessantes Schutzniveau, auch wenn die Konstruktion weiterhin nicht vollständig staubdicht wäre.
Zur weiteren Ausstattung sollen Wi-Fi 7, Bluetooth 6 mit LE Audio, NFC, 5G sowie eine Kombination aus Nano-SIM und eSIM gehören. Der Fingerabdrucksensor soll in die seitliche Ein-/Aus-Taste integriert sein. Daneben soll sich noch eine separate physische Taste befinden, die für Funktionen der künstlichen Intelligenz vorgesehen ist.
Den Leaks zufolge soll das Motorola Razr Flex direkt mit Android 17 auf den Markt kommen. Die Betriebssystemversion allein ist bei einem faltbaren Smartphone allerdings nicht das Interessanteste. Viel wichtiger wird sein, wie Motorola das nahezu quadratische innere Display nutzt und ob der Hersteller ausgereiftes Multitasking, die Arbeit mit mehreren Fenstern oder die nahtlose Fortsetzung einer App beim Wechsel zwischen Außen- und Innendisplay ermöglicht.
Die erwähnte separate KI-Taste deutet darauf hin, dass künstliche Intelligenz einen festen Platz in der Softwareausstattung einnehmen wird. Welche konkreten Funktionen das Smartphone bieten soll, wissen wir bisher allerdings noch nicht. Ebenso wenig sind Einzelheiten zur Dauer der Softwareunterstützung bekannt. Auch in dieser Hinsicht bleibt deshalb abzuwarten, was Motorola bei der offiziellen Vorstellung bekannt gibt.
Hier ist die Situation ein wenig ungewöhnlich. Motorola hat das Gerät zwar noch nicht offiziell vorgestellt, die Existenz eines neuen, breiten Foldables jedoch selbst in einem Teaser angedeutet. Technische Daten, Verkaufsbezeichnung und Erscheinungsdatum hat der Hersteller nicht verraten. Gerade in diesen Bereichen sind wir daher weiterhin auf Insiderinformationen angewiesen.
Einem aktuellen Leak zufolge ist Razr Flex eine interne Bezeichnung des Smartphones, während der Entwicklungs-Codename Parker lauten soll. Es ist deshalb keineswegs sicher, ob das Gerät tatsächlich unter dem Namen Motorola Razr Flex verkauft werden wird. Die Vorstellung soll Gerüchten zufolge etwa für Mitte Dezember 2026 geplant sein. Ein Preis ist bislang nicht durchgesickert, und auch die Verfügbarkeit auf den einzelnen Märkten ist weiterhin unklar.
| Merkmal / Modell | Motorola Razr Flex (Spekulationen) | Apple iPhone Duo |
|---|---|---|
| Inneres Display | 6,92" faltbares OLED | 7,6" faltbares Super Retina XDR OLED |
| Auflösung des inneren Displays | 2 364 × 1 728 px | 1 878 × 2 670 px |
| Bildwiederholfrequenz | Bis zu 165 Hz | ProMotion mit bis zu 120 Hz |
| Äußeres Display | 4,97" OLED | 5,4" Super Retina XDR OLED |
| Auflösung des äußeren Displays | 1 736 × 1 140 px | 1 398 × 2 034 px |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 / Snapdragon 8 Elite Gen 5* | Apple A20 Pro |
| Arbeitsspeicher | 12 GB | 12 GB |
| Interner Speicher | 256 GB, auch 512 GB werden erwähnt | 256 GB / 512 GB / 1 TB / 2 TB |
| Rückkameras | Hauptkamera: 50 MP, OIS | Hauptkamera: 48 MP, f/1,6 |
| Ultraweitwinkel: 50 MP | Ultraweitwinkel: 48 MP, f/2,2, 120° | |
| Frontkameras | 2 × 32 MP | 12-MP-Center-Stage-Kamera + innere FaceTime-Kamera unter dem Display |
| Akku | 5.000 mAh, zweizellig | Zwei integrierte Lithium-Ionen-Akkus, bis zu 24 Stunden bei normaler Nutzung |
| Laden | USB Power Delivery, Qi2; Quellen widersprechen sich bei den 25 W* | USB-C, MagSafe und Qi2 mit bis zu 25 W |
| Schutzklassen | IP48 / IP49* | IP68 |
| Konnektivität | 5G, WiFi 7, Bluetooth 6, NFC | 5G, WiFi 7, Bluetooth 6, Thread, UWB, NFC |
| SIM | Nano-SIM + eSIM | Dual-eSIM, ohne physische SIM-Karte |
| Biometrie | Fingerabdrucksensor in der Seitentaste | Touch ID in der Seitentaste |
| Abmessungen – aufgeklappt | Etwa 110 × 149 × 5,8 mm | 164,6 × 117,8 × 5,2 mm |
| Abmessungen – zusammengeklappt | Etwa 110 × 76 × 12,6 mm | 84,1 × 117,8 × 11,3 mm |
| Gewicht | Etwa 215 g | 254 g |
| Betriebssystem | Android 17* | iOS 27 |
| Farben | PANTONE Coriander, PANTONE Dark Botanical Garden* | Sternenweiß, Nachthimmel |
| Markteinführung | Gerüchte sprechen von Mitte Dezember 2026 | 2026 |
| Preis | Bisher unbekannt | Ab 2.299 Euro |
* Die Angaben zum Motorola Razr Flex beruhen auf bisherigen Leaks und sind nicht offiziell bestätigt. Beim Prozessor und beim Laden mit 25 W widersprechen sich die einzelnen Quellen noch.
Das Motorola Razr Flex gehört bislang vor allem deshalb zu den interessantesten geplanten Foldables, weil es nicht einfach nur die Konstruktion der Konkurrenz nachahmen möchte. Das kleinere und breitere Gehäuse, das nahezu quadratische innere 6,92-Zoll-Display und der äußere 4,97-Zoll-Bildschirm könnten einen interessanten Kompromiss zwischen einem kompakten Smartphone und einem klassischen Foldable bieten. Nimmt man die Bildwiederholfrequenz von 165 Hz, den 5.000-mAh-Akku, die Qi2-Unterstützung und zwei 50-MP-Kameras hinzu, ergibt sich zumindest auf dem Papier eine äußerst interessante Kombination.
Dennoch bleiben einige entscheidende Fragen offen. Weder den Preis noch die genaue Ausgestaltung der Software oder den endgültigen Verkaufsnamen kennen wir. Auch über den verwendeten Prozessor und die Ladegeschwindigkeit herrscht noch keine vollständige Einigkeit. Motorola selbst hat die Existenz eines breiten Foldables jedoch bereits angedeutet. Damit handelt es sich diesmal nicht nur um ein Gerät, das bisher ausschließlich auf den Bildern von Leakern existiert. Sollten sich die Gerüchte über eine Vorstellung im Dezember bestätigen, müssten wir auf endgültige Antworten möglicherweise nicht mehr lange warten.