
Das ZTE Nubia Air setzt, wie der Name schon sagt, auf eine dünne Konstruktion. Das ist bei Handys der Mittelklasse ein völlig neues Element, da wir bisher nur bei Flaggschiff-Modellen eine Verschlankung des Handyprofils beobachten konnten, darunter insbesondere zwei Vertreter: das Samsung Galaxy S25 Edge und das iPhone Air. Aber wie schneidet das Smartphone für knapp 250 Euro in anderen Bereichen ab und lohnt es sich, den Preis „für die Schönheit” zu zahlen?
Wie bereits erwähnt, sind die Hauptvorteile, mit denen der Hersteller die Nutzer lockt, das schlanke Profil und das geringe Gewicht des Geräts. Ich muss sagen, dass das Nubia Air meiner Meinung nach das Ziel, das dünnste Smartphone der Mittelklasse zu werden, hervorragend erreicht hat. Mit einem Profil von 5,9 mm kann es sich beispielsweise mit dem Samsung S25 Edge messen, das es nur um ein Zehntel Millimeter übertrifft. Auch sein Gewicht liegt bei angenehmen 172 g, sodass das Telefon gut in der Hand liegt und man es in der Tasche kaum spürt.
Für die meisten Nutzer ist jedoch die Verarbeitung des Telefons wichtiger als seine Schlankheit. In dieser Preisklasse ist es keine große Überraschung, dass das Nubia Air eine Vollkunststoffkonstruktion hat und die einzigen Metallteile möglicherweise der Kamerarahmen und der rote Ausschaltknopf sind, der für meinen Geschmack etwas zu tief sitzt.
In der Hand fühlt es sich zwar nicht besonders hochwertig an, aber es ist ein gutes Zeichen, dass es sich trotz des fehlenden stabilen Metallrahmens in der Tasche nicht verbiegt. Ein kleiner Makel ist lediglich die Kunststoffrückseite, die sich kurzfristig kosmetisch eindrücken lässt und daher nicht besonders vertrauenswürdig wirkt. Dennoch ist es dem Hersteller dank der guten Abdichtung gelungen, die prestigeträchtige Zertifizierung IP68/IP69 zu erhalten, die Staubdichtigkeit und Wasserdichtigkeit bis zu einer Tiefe von 1,5 m für mindestens 30 Minuten garantiert.
Vom Design her ähnelt das Nubia Air leicht dem gleichnamigen iPhone, da auch hier der Rahmen glänzend ist, während die Rückseite eher matt ist. Ähnlichkeiten gibt es auch bei den Kameras, die in einem horizontal ausgerichteten ovalen Fotomodul angeordnet sind, das sich über die gesamte Breite der Rückseite des Geräts erstreckt. Wie bei dünnen Handys üblich, ragt auch hier das Fotomodul deutlich aus der Rückseite heraus, allerdings nicht so stark wie beim noch dünneren Samsung.
Die durchschnittliche Verarbeitungsqualität der Mittelklasse des Nubia Air wird durch die Ausstattung des Pakets etwas ausgeglichen. Neben einem USB-C-Kabel finden wir in der Verpackung auch ein zusätzliches Schutzglas, das Sie selbst anbringen können, sowie eine Hartplastikhülle mit stilvollem, von Carbon inspiriertem Design. Das macht das Telefon zwar etwas breiter, aber meiner Meinung nach lohnt sich der zusätzliche Schutz.
Das 6,78 Zoll große Display des Nubia Air ist eines der Dinge, die mich positiv überrascht haben. Selbst in ein so „günstiges” Smartphone hat es ein AMOLED Display mit einer Auflösung von 440 ppi und einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz geschafft. Die Flüssigkeit, die das Display dem Smartphone verleiht, verbessert das Benutzererlebnis erheblich. Die maximale Helligkeit, die bis zu 4.500 Nits erreichen kann, ist ebenfalls mehr als ausreichend. In Kombination mit dem hochwertigen Gorilla Glass 7i sorgt dies für eine problemlose Sichtbarkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung.
Auch die Displayrahmen, die natürlich nicht die dünnsten auf dem Markt sind, haben mich nicht gestört, denn angesichts des Preises beeinträchtigen sie das Erlebnis in keiner Weise. Selbst die untere „Kinnpartie” des Nubia Air ist nicht wesentlich breiter als die übrigen Rahmen, wie es beispielsweise beim Samsung A17 5G der Fall ist, wofür sich Samsung definitiv schämen sollte. Obwohl das Display des Telefons flach ist und keine „Edge”-Abrundung aufweist, sind die Kanten des Displays nicht scharf, sodass verschiedene Gesten angenehm zu bedienen sind.
Für die Sicherheit sorgt ein Fingerabdrucksensor, der wie bei besseren Mittelklasse-Handys unter dem Display angebracht ist. Angesichts des Preises handelt es sich „nur“ um einen optischen Sensor, dessen Geschwindigkeit daher nicht besonders beeindruckend ist. Mit seiner Zuverlässigkeit war ich jedoch sehr zufrieden. Normalerweise entsperrte er das Telefon beim ersten Versuch, dennoch hatte ich während des Tests eine schlechte Erfahrung damit. Nach etwa einer Woche Nutzung funktionierte er nicht mehr und weigerte sich den ganzen Tag lang, das Telefon zu entsperren, sodass ich das gesamte Gerät neu starten musste. Wäre da nicht dieser eine Vorfall gewesen, hätte ich im Grunde nichts daran auszusetzen.
Das Herzstück des Nubia Air ist der Achtkernprozessor Unisoc T8300, der mit seiner Leistung und der 6-nm-Fertigungstechnologie eher zur unteren Mittelklasse gehört. Dies spiegelt sich auch in der allgemeinen Benutzererfahrung wider, da das Einschalten und Einrichten des Telefons etwas länger dauerte. Bei normaler Nutzung und beim Surfen lief das Telefon jedoch reibungslos, Probleme gab es jedoch beim Spielen, wo es sich etwas erwärmte und aufgrund schlechterer Details und der Bildwiederholfrequenz von einem guten Spielerlebnis keine Rede sein konnte. Eine Verlangsamung der Animation habe ich auch beim Fotografieren oder Erstellen von Screenshots festgestellt, allerdings war das nicht weiter schlimm und das Telefon ist nicht abgestürzt.
Der Arbeitsspeicher von 8 GB kann angeblich virtuell um weitere 12 GB erweitert werden, was zu einem längerfristig flüssigen Betrieb des Systems beitragen kann. Der Benutzerspeicher selbst hat eine offizielle Kapazität von 256 GB, tatsächlich ist es jedoch weniger. Für einige Nutzer könnte das Fehlen eines Speicherkartenslots enttäuschend sein, aber angesichts der Qualität der Kamera gehe ich nicht davon aus, dass sich ein begeisterter Fotograf dieses Telefon zulegen würde, und auch Spielern würde ich nicht empfehlen, hier umfangreiche Spiele herunterzuladen. Aus diesem Grund halte ich den Speicherplatz des Nubia Air für ausreichend.
Leider würde ich das Telefon trotz seines gelungenen Displays nicht für die Nutzung von Multimedia-Inhalten empfehlen. Warum? Der Hauptgrund sind die Lautsprecher, bzw. der Lautsprecher. Das Nubia Air hat nur einen (was in dieser Preisklasse nichts Ungewöhnliches ist) und dieser ist wirklich nicht für die Wiedergabe von Musik und vielleicht nicht einmal für das Ansehen von Videos geeignet. Der Klang ist sehr blechern, verzerrt und lässt sich auch durch eine ausreichend hohe Lautstärke nicht retten. Raumklang oder Dolby Atmos kann man echt vergessen.
Zum Musikhören sind daher Bluetooth-Kopfhörer ein Muss, da man keine kabelgebundenen Kopfhörer mit 3,5-mm-Klinkenstecker an das Telefon anschließen kann. Das Nubia Air ist mit Bluetooth Version 5.4 ausgestattet, aber was Sie eher zu schätzen wissen werden, ist die 5G Konnektivität, die in dieser Preisklasse noch nicht Standard ist.
In puncto Software bietet das Nubia Air keine Überraschungen. Das Herzstück des Systems ist leider das ältere Android 15 mit einer eigenen MyOS-Oberfläche, die jedoch nicht besonders auffällig ist und ein wenig an andere chinesische Oberflächen erinnert, beispielsweise die von Xiaomi. Die „Leichtigkeit” der Benutzeroberfläche zeigt sich beispielsweise in den nativen Anwendungen Galerie, Telefon oder Nachrichten, die durch Anwendungen von Google ersetzt wurden. Es ist schade, dass das ansonsten saubere System bereits beim ersten Start mit vorinstallierten Anwendungen überfüllt ist, darunter beispielsweise TikTok, Facebook, Booking und viele Spiele, die auf dem Startbildschirm stören.
Angesichts der chinesischen Herkunft und des Kaufpreises überrascht mich das jedoch letztlich nicht. Glücklicherweise lassen sich die meisten davon deinstallieren. Leider gibt es auch Werbung im Z-Desk-Dienst, der auf der linken Seite des Startbildschirms aktuelle Nachrichten anbietet.
Was zusätzliche Funktionen angeht, hat das Nubia Air nicht viel zu bieten. Erwähnenswert ist beispielsweise die sogenannte Live Island, eine Entsprechung zu Apples Dynamic Island, auf der beispielsweise das Einschalten der Taschenlampe, die abgespielte Musik oder ein laufender Anruf angezeigt werden. Angenehm überrascht hat mich die haptische Rückmeldung, die bei diesem Telefon funktioniert und obwohl sie der Qualität der Mittelklasse entspricht, dem Telefon eine zusätzliche Dimension verleiht. Die Benutzeroberfläche kann natürlich nach Belieben angepasst werden, aber es handelt sich um so bekannte Funktionen, dass es sich nicht lohnt, sie näher zu beschreiben.
Damit ZTE in Sachen Marketing nicht benachteiligt wird, ist die Nubia AI-Einstellung im Nubia Air etwas versteckt, was mich ehrlich gesagt auch nicht wundert. Die gesamte Systemanwendung ist nur auf Englisch verfügbar und enthält einen völlig unnötigen Bildeditor mit Stickern, einen Link zum Google-Übersetzer und dann eine eigene Anwendung für die sofortige Übersetzung „Face to face“, Untertitel und Übersetzung während eines Telefonats. Ich persönlich hatte erwartet, dass es sich um eine weitere unnütze Funktion mit Unterstützung für einige wenige Weltsprachen handeln würde. Daher war ich sehr positiv überrascht, als ich unter den unterstützten Sprachen auch Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch und weitere europäische Sprachen fand.
In der Praxis sieht das so aus, dass während des Gesprächs eine schwebende Sprechblase erscheint, in der Sie auf die Live-Übersetzung klicken und die Sprache auswählen können, die Sie übersetzen möchten. Die Ausgabe selbst ist relativ genau und funktioniert in beide Richtungen. Es ist unglaublich, dass Marktführer im Mobilfunkbereich wie Samsung, die diese Funktion als erste eingeführt haben, bisher nicht in der Lage waren, sie auch auf weniger verbreitete europäische Sprachen auszuweiten, und dass ein „No-Name”-Hersteller wie ZTE sie in dieser Disziplin so leicht übertrumpft. Darüber hinaus ist das Nubia Air auch mit den üblichen „KI-Gimmicks” von Google ausgestattet, darunter der Assistent Gemini, das magische Circle to Search und erweiterte Fotobearbeitungsfunktionen in Google Fotos.
Die einzige unbeantwortete Frage bleibt die Softwareunterstützung, zu der sich der Hersteller offiziell nicht geäußert hat (oder zumindest ist sie nicht leicht zu finden), sodass es allein im Ermessen von ZTE liegt, ob es sich für weitere Android-Updates (z. B. auf die aktuelle Version 16) einsetzen wird. Das erscheint mir als eine ziemlich unverantwortliche Haltung gegenüber den eigenen Produkten, auch wenn es sich um die untere Mittelklasse handelt.
Auch wenn das Hauptmerkmal des Telefons seine leichte Konstruktion ist, hat der Hersteller auch auf die Akkulaufzeit geachtet, die bei solchen Telefonen oft ein Kompromiss ist. Der Akku des ZTE Nubia Air hat zwar eine Kapazität von 5.000 mAh, was kein schlechter Wert ist. Was die tatsächliche Nutzungsdauer angeht, kann man keine Wunder erwarten, aber normalerweise habe ich mit dem Telefon einen ganzen Tag mit einer Akkuladung durchgehalten und hatte sogar noch eine kleine Reserve für den nächsten Tag.
Drahtloses Laden ist in dieser Preisklasse sehr selten, daher kann auch das Nubia Air nur kabelgebunden mit einer Geschwindigkeit von 33 W aufgeladen werden. Das Telefon lässt sich daher problemlos innerhalb einer Stunde und ein paar Minuten zu 100 % aufladen.
Von modernen Smartphones wird oft gesagt, dass sie in unserem Leben die Rolle der Digitalkamera übernommen haben. Das trifft jedoch meist nicht ganz zu auf Mittelklasse-Smartphones und insbesondere auf das Nubia Air. Auch wenn das Smartphone aufgrund der Größe des Fotomoduls und der Anzahl der „Objektive“ den Anschein erweckt, über eine Dreifachkamera zu verfügen, wird man beim Öffnen der Kamera-App schnell eines Besseren belehrt.
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Die Fotos wurden für die Zwecke des Artikels komprimiert, ihre Qualität sollte jedoch nicht allzu sehr beeinträchtigt sein.
Obwohl in den offiziellen Werbematerialien zu lesen ist, dass das Telefon über eine „dreifache KI-Kamera auf der Rückseite“ verfügt, befindet sich in der Praxis nur ein einziger 50-Megapixel-Weitwinkel-Sensor, den das Air als Hauptkamera verwendet. Dieser wird nur durch einen 2-MP-Sensor für die Tiefenschärfe (in der Mitte) und eine Hilfslinse (rechts) ergänzt. Bei dieser ist jedoch unklar, wozu sie dient.
Der Hauptsensor hat eine Lichtstärke von f/1,6 und kann Videos in Full HD aufnehmen, allerdings nur mit 30 FPS, was für Dokumentarfilme in Ordnung ist, aber Sie werden wahrscheinlich keine Freude an dieser Qualität haben. Das Gleiche gilt leider meist auch für Fotos.
Bei Tageslicht und klarem Wetter sind die Aufnahmen mit dem Nubia Air insgesamt gelungen, sofern man das Bild nicht vergrößert und Details betrachtet, die etwas verloren gehen. Bei schlechten oder atypischen Lichtverhältnissen weiß das Telefon oft nicht, wie es mit der Szene umgehen soll. Daher sind die Fotos entweder überbelichtet (wie die im Wald aufgenommenen) oder im Gegenteil zu dunkel, und ihre Auflösung ist vollständig verzerrt. Dies zeigt, dass auch die Nachbearbeitung hier nur in etwa der Hälfte der Fälle funktioniert.
Was die Farbgebung angeht, so bemüht sich ZTE offensichtlich, daran zu arbeiten, und das Ergebnis sind etwas eindrucksvollere Fotos als in Wirklichkeit. Wie bereits erwähnt, macht sich diese Verbesserung jedoch nur gelegentlich bemerkbar.
Die Foto-App selbst ist relativ einfach. Sie können einstellen, ob Sie Fotos in einer Qualität von 4 Pixeln pro Bild oder in voller 50-Megapixel-Auflösung aufnehmen möchten. In der App können Sie auch Farbfilter aktivieren oder zu speziellen Fotomodi wechseln. Neben klassischen Modi wie Zeitraffer oder Panorama gibt es auch einen Sportmodus, dessen „Action”-Fotos jedoch nicht viel besser waren als die einer normalen Kamera.
Meine Aufmerksamkeit erregte auch der Doppelbelichtungsmodus, der tatsächlich zwei Fotos zu einem verbindet. Ich persönlich habe dafür jedoch keine Verwendung gefunden und fand den kreativen Modus „Einfarbig“ besser, mit dem man eine einzige Farbe auswählen kann, die ihren Farbton behält, während die anderen schwarz-weiß bleiben.
Wie aus dem Testbericht hervorgeht, ist das Nubia Air nicht für jeden geeignet. Wie andere Mittelklasse-Smartphones leidet es unter einigen Kompromissen, die für manche Nutzer ein Grund sein können, sich nicht für dieses Smartphone zu entscheiden. Persönlich würde ich bei einem Preis von fast 250 Euro beispielsweise eine zweite Kamera vermissen, und auch die unbestimmte Softwareunterstützung würde mir nicht gefallen. Aber welche Konkurrenten kommen als Alternative in Frage?
In derselben Preisklasse bewegt sich beispielsweise das Samsung Galaxy A17 5G, das ähnlich wie das Nubia Air über ein AMOLED-Display verfügt, leider mit einem etwas breiteren Kinn, einer tropfenförmigen Aussparung für die Selfie-Kamera und einer Bildwiederholfrequenz von nur 90 Hz. Dafür verfügt es jedoch über drei Kameras – eine 50-Megapixel-Hauptkamera, eine 5-Megapixel-Weitwinkelkamera und eine eher überflüssige 2-Megapixel-Makrokamera. Sein Akku hat die gleiche Kapazität von 5.000 mAh und sein Prozessor gehört ebenfalls nicht zu den leistungsstärksten, aber Samsung verspricht auch für dieses günstige Modell bis zu 6 Jahre lang Updates des Betriebssystems und das Telefon verfügt außerdem über einen Steckplatz für eine Speicherkarte. Ich persönlich würde also eher das „bekanntere“ Samsung vor dem ausgefallenen Nubia wählen.
Ein weiterer Kandidat ist das Poco X7, das auf dem Papier besser abschneidet als das ZTE Nubia Air. Es verfügt über ein vergleichbares P-OLED-Display mit 120 Hz und ist ebenfalls wasserdicht gemäß IP68. Es besticht zwar nicht so sehr durch sein Design, überzeugt aber mit seinen inneren Komponenten. Es verfügt über einen stärkeren MediaTek 7300 Ultra-Prozessor, und obwohl es ebenfalls keinen Speicherkartenslot hat, gleicht sein Akku diesen Mangel mit einer Kapazität von 5.110 mAh und einer Ladegeschwindigkeit von bis zu 45 W aus. Auch die drei Kameras des Poco sind vollwertig und nicht nur der Anzahl halber vorhanden. Sie bestehen aus einem 50-MP-Hauptsensor, einer 8-MP-Weitwinkelkamera und einer 2-MP-Makrokamera, die ich zugegebenermaßen für etwas überflüssig halte.
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Wenn Sie sich für die dünnen Flaggschiffe interessieren, die wahrscheinlich als Vorbild für das Nubia Air dienten, könnte Sie der folgende Artikel interessieren: Samsung Galaxy S25 Edge (TEST): Wie hat sich das „leichte Ultra” mit den Herausforderungen der dünnen Konstruktion geschlagen?
Nubia Air
SmartphonesDas ZTE Nubia Air ist ein etwas ausgefallenes Mittelklasse-Smartphone, das nicht für jeden geeignet ist. Es setzt auf ein leichtes Design und hohe Widerstandsfähigkeit in einer Preisklasse, die meiner Meinung nach für viele Menschen nicht interessant ist. ZTE hat zwar ein schönes AMOLED-Display, eine ordentliche Akkulaufzeit, 5G-Konnektivität und sogar eine KI-Funktion, die auf unserem Markt überraschend verfügbar ist, aber der Rest der Spezifikationen ist bestenfalls durchschnittlich. Dass das Nubia Air wie ein Smartphone mit drei Kameras aussieht, obwohl in Wirklichkeit nur eine davon nutzbar ist, empfinde ich als Nutzer als beleidigend, und dass der Hersteller nicht einmal zwei Jahre Software-Updates garantieren kann, finde ich traurig. Das Nubia Air ist jedoch kein völlig hoffnungsloses Smartphone, es müsste nur ein wenig optimiert werden, damit die Unterschiede zwischen seinen Stärken und Schwächen nicht so auffällig sind. Dann könnte es ein gutes Basismodell werden, das ich ohne Bedenken weiterempfehlen würde.
Vorteile
Nachteile
Adam Hušek
Zurzeit besuche ich das Gymnasium. Ich bin ein Fan von Mobiltelefonen und Wearables sowie von verschiedenen neuen (für manche eher skurrilen) Gadgets. Von den Technologieunternehmen liegt mir Samsung am nächsten, aber in letzter Zeit interessieren mich auch etwas andere Marken wie Nothing oder generell alle, die sich trauen, Dinge ein wenig anders zu machen. In meiner Freizeit spiele ich Klavier und interessiere mich am Rande für Theater und Fotografie.
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Das ZTE Nubia Air hat einen ziemlich einzigartigen Weg eingeschlagen, was schlankes Design und Widerstandsfähigkeit angeht, aber es bleibt die Frage, ob es seine Fans finden wird. Ich habe ziemlich gemischte Gefühle, was seine Nutzung angeht, weshalb ich mir nicht sicher bin, ob es sich um ein brauchbares Einsteiger-Smartphone handelt oder um ein „Unikat“ in seiner Preisklasse, das nur für eine bestimmte Nutzergruppe gedacht ist.
• Autor: Peter Vnuk, Ondřej Chabr
Die Marke Nubia hat die Einführung eines neuen Smartphones mit der Bezeichnung Nubia Air angekündigt, das dem aktuellen Trend zu extrem dünnen Mobilgeräten folgt. Während Samsung bereits das Modell Galaxy S25 Edge und Apple das iPhone Air auf den Markt gebracht haben, präsentiert Nubia nun ihre eigene Alternative – und das neue Modell ist bereits weltweit, einschließlich in Tschechien, erhältlich. Der Name „Air“ deutet auf eine Inspiration durch etablierte Bezeichnungen hin, was der Hersteller auch offen zugibt.
Das Nubia Air erreicht an seiner dünnsten Stelle eine Dicke von 5,9 Millimetern. Das Gesamtprofil des Geräts inklusive der Kameraaussparungen beträgt 6,7 Millimeter. Das Gewicht liegt bei 172 Gramm und das Gehäuse besteht aus einer Aluminiumlegierung mit Verstärkungen an den Ecken, um die mechanische Widerstandsfähigkeit bei Stürzen zu erhöhen. Der Fingerabdrucksensor befindet sich unter dem Display und nutzt optische Technologie.
Die Vorderseite ist mit Gorilla Glass 7i mit oleophober Beschichtung geschützt, die Fingerabdrücke reduziert und die Pflege erleichtert. Laut Hersteller soll das Glas Stürze aus bis zu einem Meter Höhe auf harten Untergrund aushalten und eine höhere Kratzfestigkeit als die Vorgängerversion aufweisen.
Das Nubia Air erfüllt die drei höchsten Schutzklassen: IP68, IP69 und IP69K. Das bedeutet Schutz vor Staub, Eintauchen in Wasser bis zu 1,5 Meter für 30 Minuten sowie gegen Wasserstrahlen mit bis zu 80 °C. Interessant ist jedoch, dass Nubia ausdrücklich auf eine mögliche Abnahme der Widerstandsfähigkeit durch normalen Gebrauch hinweist. Zudem gibt der Hersteller an, dass Schäden durch das Eindringen von Flüssigkeiten nicht von der Garantie abgedeckt sind, was angesichts der stark beworbenen Robustheit des Geräts etwas ungewöhnlich erscheint.
Interne Tests zeigen, dass das Gerät 6.000 Stürze, 600 wiederholte Stürze im Rotationstest und fünf freie Stürze überstanden hat. Das Display hielt zudem 600.000 Berührungen ohne Funktionsverlust aus. Es sollte also eine gewisse Zeit durchhalten.
Das Display des Nubia Air misst 6,78 Zoll in der Diagonale, nutzt AMOLED-Technologie und bietet eine Auflösung von 1.224 × 2.720 Pixeln. Die resultierende Pixeldichte liegt bei 440 Pixeln pro Zoll, was im Mittelfeld überdurchschnittlich ist.
Die Bildwiederholfrequenz des Nubia Air beträgt standardmäßige 120 Hz, allerdings ist das Panel nicht adaptiv und die Frequenz verändert sich während der Nutzung nicht. Das Display erreicht eine maximale Helligkeit von 4.500 Nits, was zu den höchsten für mobile Geräte angegebenen Werten zählt. Typischerweise handelt es sich jedoch um den sogenannten Spitzenwert in speziellen Situationen, etwa bei starker Umgebungshelligkeit. Für den Alltagsbetrieb gibt der Hersteller den realen Wert nicht an, er liegt erfahrungsgemäß deutlich niedriger.
Die Farbabdeckung umfasst das gesamte Spektrum des DCI-P3-Standards, der bei Streaming- und Filmplattformen genutzt wird. Daher ist mit einem breiteren Farbbereich als bei herkömmlichen sRGB-Panels zu rechnen, was insbesondere beim Ansehen von Filmen und Serien vorteilhaft ist.
Auf der Rückseite des Nubia Air hat der Hersteller ein Dreifach-Kamerasystem verbaut. Der Hauptsensor mit einer Auflösung von 50 Megapixeln sorgt für normale Fotoaufnahmen. Ergänzt wird er durch eine 2-Megapixel-Tiefenkamera, die für die Hintergrundunschärfe zuständig ist, sowie einen zusätzlichen Sensor mit einer Auflösung von 0,08 Megapixeln, der als KI-Kamera bezeichnet wird.
Auf der Softwareseite bietet das Air elektronische Videostabilisierung, schnelle Bewegungsaufnahmen über den AI-Sport-Snapshot-Modus oder automatische Belichtungsanpassung in kontrastreichen Szenen unter dem Namen AI HDR. Für Nachtaufnahmen steht ein spezieller Modus mit höherer Empfindlichkeit bereit. Außerdem gibt es Funktionen für gleichzeitige Aufnahmen mit mehreren Kameras und das Bearbeitungspaket AI Magic Photos, mit dem störende Objekte entfernt oder Hintergründe verändert werden können. Der Vlog-Modus richtet sich an angehende Influencer, da er Bilder der Front- und Rückkamera kombiniert.
Die Frontkamera hat eine Auflösung von 20 Megapixeln und ist in einem klassischen „Punch-Hole“ im oberen Displaybereich integriert. Das Modul verfügt weder über optische Stabilisierung noch über Autofokus und ist in erster Linie für Selfies und Videoanrufe bei guten Lichtverhältnissen gedacht.
Im Inneren des Nubia Air arbeitet ein achtkerniger Unisoc-T8300-Chipsatz, der im 6-nm-Prozess gefertigt wird. Seine Leistung soll mit der des konkurrierenden Snapdragon 695 vergleichbar sein, also der unteren Mittelklasse. Er verfügt über zwei leistungsstarke Cortex-A78-Kerne mit einer Taktfrequenz von 2,2 GHz sowie sechs energieeffiziente Cortex-A55-Kerne. Laut Herstellerangaben ist die Energieeffizienz um 28 Prozent höher als bei der vorherigen Generation.
Der Arbeitsspeicher beträgt 8 GB und lässt sich virtuell auf bis zu 20 GB erweitern. Der interne Speicher hat die obligatorische Kapazität von 256 GB, einen Slot für Speicherkarten gibt es nicht. Das könnte für einige Nutzer entscheidend sein, da bislang keine weitere Speicheroption verfügbar ist.
Das System basiert auf Android 15, ergänzt durch KI-Werkzeuge von Google, darunter der Assistent Gemini. Dieser ermöglicht das Generieren von Bildern und Texten, das Übersetzen von Gesprächen in Echtzeit und die Reaktion auf Sprachbefehle. Auch visuelle Suche mittels Circle to Search ist integriert.
Zur weiteren Optimierung von Leistung und Verbrauch dienen AI Scheduling und App Freeze. Diese sollen die systemeigene Prozessorsteuerung ergänzen und selten genutzte Anwendungen pausieren.
Das Telefon unterstützt 5G-Netze, WLAN, Bluetooth, NFC und Ortungssysteme wie GPS. Zur Audioausstattung gehören ein HiFi-4-DSP-Chip sowie Dual-Mikrofone mit Geräusch- und Echounterdrückung. Laut Hersteller trägt die Technologie die Bezeichnung AI Echo Cancellation 3.0.
Der Akku hat eine Kapazität von 5.000 mAh und soll über 1.000 Ladezyklen ohne spürbaren Kapazitätsverlust durchhalten. Das Aufladen erfolgt kabelgebunden mit 33 W, kabelloses Laden wird nicht unterstützt.
Das Nubia Air ist bereits bei uns erhältlich. Interessenten können zwischen der schwarzen und der goldenen Farbvariante wählen. Der Preis für die Version mit 8 / 256 GB liegt bei 239,90 EURO.
| Parametry/Model | Nubia Air |
|---|---|
| Display | Diagonale: 6,78" |
| Auflösung: 2.720 × 1.224 px, 440 ppi | |
| Typ: AMOLED | |
| Bildwiederholfrequenz bis: 120 Hz | |
| Schutz: Gorilla Glass 7i | |
| Hauptkameras | Hauptsensor: 50 MP, f/1,6 |
| Tiefensensor: 2 MP | |
| Frontkamera | 20 MP |
| Chipsatz | Unisoc T8300 |
| GPU | Mali-G57 |
| RAM | 8 GB |
| Interner Speicher | 256 GB |
| Betriebssystem | Android 15 |
| Unterstützung 5G | ✓ |
| 3,5-mm-Klinke | ✕ |
| Schutzart | IP68 / IP69 |
| Akku | 5.000 mAh |
| Schnellladen / kabelloses Laden: 33 W / - | |
| Abmessungen | 164,2 × 76,6 × 5,9 mm |
| Gewicht | 172 g |
| Lieferumfang | USB-C-Kabel, SIM-Werkzeug, Benutzerhandbuch |
| Preis | 239,90 €* |
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Das Nubia Air betritt den Markt mit einer Kombination aus sehr schlankem Design, zertifizierter Robustheit und systemintegrierter künstlicher Intelligenz. Es richtet sich vor allem an Nutzer, die leichte Geräte mit modernem Look, aktueller Software und praxisnahen Funktionen bevorzugen. Leistung und Kamera entsprechen der Klasse, und der attraktive Preis hat das Potenzial, ein breites Publikum anzusprechen.