Für eine bessere Klangqualität wählen Sie ein Kondensator-Headset
Ein Headset basiert immer auf einem von zwei Prinzipien. Kondensator-Headsets sind häufiger. Sie zeichnen sich durch eine bessere Klangqualität aus und erfassen auch sehr leise Details. Ob dies von Vorteil oder Nachteil ist, hängt vom jeweiligen Einsatz ab. Bedenken Sie auch, dass Kondensator-Headsets stoßempfindlicher sind und sich daher eher für ruhigere Studioanwendungen eignen, beispielsweise für die Moderation eines Podcasts oder die Erstellung anderer audiovisueller Inhalte.
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Was ist Phantomspeisung?
Headsets unterscheiden sich vor allem in ihrem inneren Aufbau. Ein dynamisches Headset erzeugt ein schwaches elektrisches Signal mithilfe eines Permanentmagneten. Beim Kondensatormikrofon ist für die Signalerzeugung ein Kondensator verantwortlich. Dieser benötigt jedoch Energie, um zu funktionieren. Diese erhält er meist über die sogenannte "Phantomspeisung" über ein XLR-Kabel. Eine alternative Art der Stromversorgung sind herkömmliche AA-Batterien.
Dynamische Headsets halten auch rauerem Umgang stand
Der zweite Typ ist das dynamische Headset. Es eignet sich im Allgemeinen hervorragend für Live-Konzerte und Situationen, in denen sich der Sprecher viel bewegt. Die Konstruktion ist nämlich deutlich robuster als bei Kondensator-Headsets, und es wird keine externe Stromversorgung benötigt. Diese Modelle sind außerdem weniger empfindlich – auch hier kommt es auf die Anforderungen an. Ein weniger empfindliches Headset-Mikrofon kann für leise Sprecher ein Problem darstellen, für andere ist es jedoch von Vorteil, da es keine Umgebungsgeräusche aufnimmt.
Wenn für Sie die Klangqualität wirklich höchste Priorität hat, sollten Sie wissen, dass dynamische Headsets die tiefen Töne etwas abschwächen. Für eine gleichmäßige Lautstärke über alle Frequenzen hinweg empfehlen wir daher ein Kondensator-Headset.
Kondensator-Headset
Dynamisches Headset
Die Richtcharakteristik ist bei einem Headset-Mikrofon nicht so wichtig
Ein Headset ist von Natur aus dafür bestimmt, nur die Stimme einer Person – nämlich des Trägers – aufzunehmen. Die Richtcharakteristik, die bei einem Mikrofon normalerweise sehr wichtig wäre, tritt hier daher in den Hintergrund. Dennoch lohnt es sich zu erwähnen, dass gerichtete und stark gerichtete Headsets ausschließlich die Stimme des Sprechers ohne Umgebungsgeräusche aufnehmen, während omnidirektionale Headset-Mikrofone auch Umgebungsstimmen und Lärm erfassen können, was in manchen Situationen völlig unerwünscht sein kann.
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Das gesamte Set besteht aus einem Sender, einem Empfänger, einem Headset-Mikrofon und Headset-Kopfhörern. Die Kopfhörer mit Mikrofon werden häufig über eine 3,5-mm-Klinke an den Sender angeschlossen. Am Empfänger finden Sie gängige Anschlüsse wie 6,3-mm-Klinke, XLR oder auch USB. Sie können sowohl mit einem Computer als auch mit einem Mischpult verbunden werden.
Die Qualität der Sprachübertragung eines Headsets wird durch den Frequenzbereich bestimmt
Die Qualität der Sprachübertragung eines Headsets wird durch den Frequenzbereich angegeben. Die untere Frequenzgrenze liegt bei 20 bis 50 Hz, während die obere Grenze zwischen 15.000 und 20.000 Hz liegt, was eine naturgetreue Klangwiedergabe gewährleistet. Die Leistung des Headsets beträgt 10 bis 10.000 mV, wobei eine hohe Leistung ideal für den professionellen Einsatz ist.
Ist ein analoges oder ein digitales kabelloses Headset besser?
Für ein drahtloses Headset ist auch die Übertragungstechnologie sehr wichtig. Die Wahl sollte wieder Ihrem Verwendungszweck entsprechen, da keine der beiden Varianten eindeutig besser oder schlechter ist. Analoge Modelle werden wegen ihrer nahezu verzögerungsfreien Reaktion geschätzt und eignen sich daher beispielsweise für Live-Konzerte. Ihr Nachteil ist, vor allem in niedrigeren Preisklassen, eine geringere Klangqualität. Ein digitales Headset ist somit eine gute Wahl, wenn Sie einen günstigen, hochwertigen Klang wünschen und eine etwas längere Latenzzeit kein Problem für Sie darstellt.
Wenn Sie sich für ein analoges Modell entscheiden, haben Sie die Wahl zwischen zwei Frequenzbändern - UHF und VHF. Wenn Ihr Budget es zulässt, ist UHF im Allgemeinen die bessere Wahl – sowohl in Bezug auf Reichweite als auch auf Klangqualität und Störfestigkeit.
Welche zusätzlichen Funktionen kann ein Head Set bieten?
Wenn Sie sich noch nicht entschieden haben, welches Headset Sie möchten, können Sie die einzelnen Modelle anhand zusätzlicher Eigenschaften vergleichen, über die viele von ihnen verfügen. Diese Funktionen dienen oft dazu, den Nutzungskomfort zu erhöhen oder bestimmte Schritte zu erleichtern. Hier stellen wir Ihnen die häufigsten vor.
- Die Mute-Taste ermöglicht es dem Sprecher, das Headset bei Bedarf nahezu sofort stummzuschalten.
- Der Lautstärkeregler bietet direkte Kontrolle über die Lautstärke des Headsets, ohne dass Sie am Mischpult eingreifen müssen.
- Ein Schutzetui wird besonders für Kondensator-Headsets empfohlen, da diese empfindlicher gegenüber mechanischen Beschädigungen sind.
- Ein Windschutz (manchmal auch „Windschuss“ genannt) sorgt dafür, dass beim Auftritt kein Windgeräusch im Mikrofon zu hören ist.
- Ein Display erleichtert dem Benutzer die Bedienung und macht die Einstellungen des Headsets übersichtlicher.
- Autoscan ist eine Funktion, die automatisch nach freien Kanälen sucht.
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