
Ein erfolgreiches Smartphone der oberen Mittelklasse zu entwickeln, ist keine leichte Aufgabe. Einerseits sollte es keine spürbaren Kompromisse enthalten, andererseits muss es aber einen günstigen Preis haben, um auch im Vergleich zu günstigeren Flaggschiffmodellen attraktiv zu sein. Genau das ist meiner Meinung nach mit dem neuen Poco F8 Pro gelungen. Wie hat sich das Smartphone in den einzelnen Ausstattungsbereichen bewährt und was hat uns daran am meisten beeindruckt? Das erfahren Sie in diesem Testbericht.
Das Aussehen des Poco F8 Pro zeigt, dass der Hersteller sich dieses Jahr entschieden hat, nicht unnötig zu experimentieren, sondern lieber einen einfacheren Designstil zu wählen, der den aktuellen Trends entspricht. Das dominierende Element auf der Rückseite ist daher wieder die Kameraeinheit, diesmal aus klarem Glas. Diese erstreckt sich über die gesamte Breite der Rückseite, wodurch das Telefon auf dem Tisch nicht wackelt. In Bezug auf die Verarbeitung wirkt das F8 Pro solide und relativ hochwertig, da es einen Metallrahmen (Aluminium) mit einer Rückseite aus mattem Glas kombiniert. Die Verarbeitungsqualität wird auch durch die Zertifizierung nach IP68 bestätigt. Leider wirken sich die verwendeten Materialien auch auf das Gewicht aus, das knapp über 200 Gramm liegt.
Mir persönlich hat die hellblaue Farbgebung sehr gut gefallen. Sie wirkt frisch und für chinesische Smartphones ungewöhnlich geschmackvoll. Das kann man von einigen Motorola-Modellen nicht behaupten, die fast wie Spielzeug aussehen. Neben Blau ist das Poco F8 Pro auch in Silber und Schwarz erhältlich, diese Farben sind jedoch nicht so interessant.
Außerdem möchte ich die mitgelieferte Schutzhülle hervorheben, die bei anderen Herstellern nicht üblich ist. Diese Kunststoffhülle ist überraschend gut konzipiert, da sie auf der Vorderseite praktisch den gesamten Rahmen abdeckt und auf der Rückseite über die Höhe der Kameralinsen hinausragt, wodurch diese vor Beschädigungen geschützt sind.
Auf der Vorderseite des Poco F8 Pro befindet sich ein 6,69“ AMOLED Display mit schön gleichmäßigen Rändern, die zu den dünnsten in ihrer Kategorie gehören. Das Display wird durch ein Gorilla Glass i7 geschützt, sodass das Smartphone eine solide Widerstandsfähigkeit im täglichen Gebrauch verspricht. Obwohl das Display mit seiner Diagonale objektiv gesehen eher durchschnittlich ist, wirkt es sehr geräumig und eignet sich daher ideal zum Spielen und Ansehen von Multimedia-Inhalten.
Seine Full-HD-Auflösung ist ausreichend fein (ca. 419 Pixel pro Zoll) und die Helligkeit mit einem Maximalwert von 3.500 Nits (Spitze) reicht für hochwertige HDR-Inhalte völlig aus. Sicherlich gibt es Telefone (wie beispielsweise das Honor Magic8 Lite), die sogar 6.000 Nits (Spitzenwert) erreichen, aber das ist eher eine Frage des Marketings. Wesentlicher ist die maximale Helligkeit im Hochleistungsmodus (HBM), die dafür sorgt, dass die Lesbarkeit des F8 Pro im Freien mehr als ausreichend ist und in Innenräumen ebenfalls.
Für ein bequemeres Entsperren befindet sich unter dem Display ein Ultraschall-Lesegerät, was in dieser Preisklasse eine Seltenheit ist. Es erkennt den Finger in fast 100 % der Fälle und übertrifft mit seiner Geschwindigkeit vielleicht sogar einige Flaggschiff-Modelle.
Ein netter Bonus ist, dass das Display bereits werkseitig mit einer Schutzfolie versehen ist. Allerdings muss erwähnt werden, dass es sich nur um eine Folie handelt, weshalb es besser ist, sie durch echtes gehärtetes Glas zu ersetzen. Während der zweiwöchigen Nutzung ist nämlich ein kleiner Kratzer darauf entstanden, ohne dass das Telefon heruntergefallen ist.
Ein weiteres Detail, durch das sich das Poco F8 Pro von der Konkurrenz abhebt, sind die Stereolautsprecher, an deren Entwicklung das renommierte Unternehmen Bose beteiligt war. Diese Zusammenarbeit ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen, da der Klang des Telefons wirklich überdurchschnittlich gut ist. Die Lautsprecher bieten zwar keine kristallklare Musikwiedergabe, aber dank des Raumklangmodus (Dolby Atmos) eignen sie sich ideal zum Ansehen von Filmen und Serien.
Dieser Effekt kann zusätzlich in den Einstellungen verstärkt werden, wo Sie den Modus „Immersiver Klang“ aktivieren oder den Equalizer nach Ihren eigenen Vorlieben einstellen können. Für ihre Größe können sie wirklich laut spielen, auch wenn mit steigender Lautstärke auch die Verzerrung spürbar zunimmt. In ihrer Preisklasse bieten sie eine solide Leistung und können in normalen Situationen problemlos Kopfhörer ersetzen.
Zunächst einmal muss fairerweise erwähnt werden, dass das Poco F8 Pro kein Fotohandy ist und auch nicht danach strebt, eines zu sein. Dennoch liefert es ordentliche Ergebnisse, die sicherlich auch anspruchsvolle Nutzer zufriedenstellen werden. Seine Fotoausstattung besteht aus einem bewährten Trio von Sensoren: Haupt-, Weitwinkel- und Teleobjektiv, die dafür sorgen, dass das Telefon mit jeder Situation zurechtkommt. Aber der Reihe nach.
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Die Fotos wurden für die Zwecke des Artikels komprimiert, ihre Qualität sollte jedoch nicht allzu sehr beeinträchtigt sein.
Die erste Geige der Kamera F8 Pro spielt ein 50-Megapixel-Sensor mit einer Lichtstärke von f/1,9 und optischer Stabilisierung. Die Fotos, die nativ in einer „zusammengesetzten“ Auflösung von 12,5 MP aufgenommen werden, fangen die Atmosphäre der Szene wunderschön ein, sind detailreich und farbgetreu. Die Hauptkamera unterstützt auch HDR10+ und den schnellen Autofokus PDAF, für dessen volle Wirkung jedoch in den Einstellungen die sogenannte Bewegungsfokussierung aktiviert werden muss.
In der Foto-App kann man auch Aufnahmen mit voller 50-Megapixel-Auflösung einstellen, aber ich persönlich würde das nicht empfehlen, da man dadurch die bessere Lichtempfindlichkeit verliert, die komprimierte Fotos haben. Bei Porträts kann das Poco F8 Pro einen soliden Bokeh-Effekt erzeugen, bei komplexeren Objekten (wie Fell) hat es jedoch an einigen Stellen Schwierigkeiten. Aber kein Grund zur Verzweiflung, das fällt vor allem bei der Einstellung der maximalen „Unschärfe” von f/0,95 auf und ist normalerweise nicht so deutlich zu sehen.
Damit kommen wir zur zweiten Kamera, einem 50-Megapixel-Teleobjektiv (mit f/2,2). Auch dieses kann mit einem 2,5-fachen optischen Zoom anständige Porträtaufnahmen machen, die nicht weniger Details aufweisen als die des Hauptsensors. Was das Zoomen angeht, bietet das Poco F8 Pro eine bis zu 30-fache Vergrößerung, allerdings nähert sich die Qualität dann eher einer Ölgemälde an. Die beste Leistung liefert das Teleobjektiv daher bei einer 5- und 10-fachen Vergrößerung, bei der man dank Nachbearbeitung fast nicht merkt, dass es sich nicht um eine optische Vergrößerung handelt. Im Vergleich zum Hauptsensor schien mir, dass die Bilder vom Teleobjektiv etwas heller sind und eine attraktivere (aber nicht unrealistische) Farbbalance haben.
Fans der Makrofotografie ist sicherlich nicht entgangen, dass das F8 Pro keinen dedizierten Sensor hat. Seine Rolle übernimmt hier ungewöhnlicherweise ein Teleobjektiv, das auch beim Einschalten des „Super-Makro”-Modus zum Einsatz kommt. Aus eigener Erfahrung würde ich dies jedoch nicht empfehlen, da dieser Modus Sie auf eine Entfernung von nur einem halben Meter beschränkt, während Sie mit Ihrer eigenen Intuition und der Verwendung des „Normalmodus“ viel bessere Bilder aufnehmen können.
Das bringt mich zur Kamera-Software. Neben den Grundmodi wie Porträt, Panorama oder Dokumente bietet sie auch einen fortschrittlichen Pro-Modus, in dem Sie alles detailliert einstellen und zusätzlich die Farbbalance überwachen oder mit Filtern arbeiten können. Die Foto-App bietet außerdem die Möglichkeit, Fotos mit langer Belichtungszeit und Zeitlupenvideos aufzunehmen und bei normalen Videos sogar einen sogenannten Teleprompter zu aktivieren, in dem Sie ein Drehbuch oder Notizen hinterlegen können, die während der Aufnahme auf dem Display angezeigt werden. Der einzige Nachteil der App ist vielleicht das etwas chaotische Umschalten zwischen den Modi, da einige davon durch Wischen von oben und andere durch Wischen von unten aufgerufen werden.
Das Poco F8 Pro kann Videos mit einer Auflösung von bis zu 8K bei 30 FPS oder 4K bei 60 FPS aufnehmen, „superstabilisierte“ Videos sind jedoch auf eine Auflösung von „nur“ Full HD und 30 FPS beschränkt. Wie bei Fotos sorgt auch hier der Standard HDR10+ für eine originalgetreue Farboptimierung und Qualität.
Die dritte Kamera ist traditionell ein 8-Megapixel-Weitwinkelobjektiv mit f/2,2. Ihr Blickwinkel beträgt 120° und die resultierenden Fotos sind zwar nicht schlecht, aber im Vergleich zu den sehr guten Ergebnissen der anderen Objektive weisen sie nicht so viele Details auf. Auch ihr Kontrast ist nicht ganz realistisch, wodurch die Bilder etwas düster wirken.
Wie bereits erwähnt, kommen die Kameras des Poco F8 Pro auch mit schlechteren Lichtverhältnissen problemlos zurecht. Bei Nachtaufnahmen schaltet das Telefon selbstständig eine längere Belichtungszeit ein, da es keinen separaten Nachtmodus gibt. Solche Fotos können zwar nicht mit den Details von Tagesaufnahmen mithalten, sind aber dennoch relativ gut ausgeleuchtet und sehen relativ naturgetreu aus. Das gilt leider nicht ganz für Nachtaufnahmen aus der Weite, da auch hier eine etwas andere Farbwiedergabe zu sehen ist.
Zu meiner Überraschung hat Poco bewiesen, dass auch ein Smartphone der oberen Mittelklasse mit einem leistungsstarken Snapdragon 8 Elite-Prozessor ausgestattet sein kann. Es handelt sich zwar um eine ein Jahr alte Generation, aber dennoch ist es eine sehr leistungsstarke Hardware, auf die viele Flaggschiffe, darunter das Samsung Galaxy S25 Ultra gesetzt haben. Diese Leistung zeigt sich natürlich im flüssigen Alltagsgebrauch, aber seine wahre Stärke spürt man erst beim Spielen.
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Mehr über den Prozessoer können Sie in folgendem Artikel lesen: Snapdragon 8 Elite (VORSTELLUNG): Der neue König von Android
Das Poco F8 Pro kommt nämlich mühelos mit höheren grafischen Anforderungen zurecht, was in der Praxis schönere Details und realistischere Texturen bedeutet. Das ist mir zum Beispiel bei Call of Duty aufgefallen, wo die Pfützen in einem bestimmten Winkel glänzten und auch die Sonnenstrahlen oder Schatten ebenso gut gelungen waren. Als ob das noch nicht genug wäre, bewältigt der Prozessor neben anspruchsvollen Grafiken auch die volle Bildwiederholfrequenz des Displays von 120 Hz, was man nicht oft sieht und was erheblich zu einem außergewöhnlichen Spielerlebnis beiträgt. Dieses können Sie außerdem im „Game Mode“ ganz einfach nach Ihren Vorstellungen anpassen. Darin finden Sie die Möglichkeit, den visuellen Stil zu beeinflussen, die Berührungsempfindlichkeit anzupassen oder den „Boost“ zu aktivieren.
Andererseits muss fairerweise erwähnt werden, dass sich das Telefon bei einer solchen Belastung erwärmt, was sogar einmal zu einer Verringerung der Bildwiederholfrequenz geführt hat. Das ist jedoch nichts Dramatisches, und bei normaler Nutzung erwärmt sich das Telefon überhaupt nicht.
Das Poco F8 Pro ist in zwei Speichervarianten erhältlich: 12/256 GB oder die teurere 12/512 GB. Leider verfügt das Telefon nicht über einen Steckplatz für eine microSD Karte sodass Sie im Voraus berechnen müssen, wie viel Speicherplatz Sie voraussichtlich belegen werden. Zu den weniger üblichen Ausstattungsmerkmalen gehört beispielsweise ein Infrarotanschluss, mit dem Sie beispielsweise Ihren Fernseher vom Telefon aus fernsteuern können.
Einer der Gründe, warum das Poco F8 Pro nicht das leichteste Smartphone ist, ist wahrscheinlich der Akku. Dieser hat eine Kapazität von beeindruckenden 6.210 mAh, was meiner Erfahrung nach für zwei Tage ganz normaler Nutzung ausreicht. Ich habe an beiden Tagen eine Weile auf dem Telefon gespielt und fotografiert, und trotzdem meldete sich der Akku erst am zweiten Abend, was definitiv eine überdurchschnittliche Leistung ist. Bei wirklich minimalistischer Nutzung könnte man vielleicht sogar drei Tage erreichen, aber das kann ich nicht garantieren.
Sicher ist jedoch, dass Sie, wenn die Energie einmal aufgebraucht ist, die Möglichkeit haben, sie mit einer Ladeleistung von bis zu 100 W schnell wieder aufzufüllen. Ich kann mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass ich mir in dieser Preisklasse langsam auch ein langsameres kabelloses Laden wünschen würde, aber angesichts der übrigen Spezifikationen ist das kein so großes Problem. Das kabelgebundene Schnellladen verspricht eine vollständige Aufladung in 37 Minuten. Ich persönlich konnte nur die Geschwindigkeit von 65 W testen, aber selbst damit dauerte das Aufladen nicht länger als eine Stunde (etwa 50 Minuten).
Auch in Bezug auf die Software finde ich das Poco F8 Pro nicht uninteressant. Nach dem kürzlichen Update der Oberfläche auf HyperOS 3 (auf Android 16) wirkt das System nicht mehr so chaotisch und „veraltet” wie zuvor, auch wenn wir nicht viele neue Funktionen kennengelernt haben.
Die haptische Rückmeldung trägt für mich wesentlich zur angenehmen Bedienung des F8 Pro bei. Es handelt sich zwar nicht um die Premium-„3D“-Funktion wie bei teureren Handys, aber für den Preis ist sie ziemlich stark und verleiht der Bedienung des Handys insgesamt eine zusätzliche Dimension, was sehr angenehm ist. Aus Sicht des Benutzers finde ich es auch wichtig, das intuitive Multitasking (Anwendungen in einem Fenster oder geteilter Bildschirm) zu erwähnen, das buchstäblich mit einem Wisch aktiviert wird, oder das eigene Konzept von „Dynamic Island“ mit der gerade abgespielten Musik, dem Rekorder oder der aktivierten Stoppuhr. Die Funktion „Konnektivität“ wird wiederum Nutzer von Xiaomi-Geräten begeistern, da sie das Teilen von Dateien oder die Übertragung des Bildschirms zwischen Geräten erleichtert.
In der Benutzeroberfläche finden wir natürlich auch viele KI-Features, die bei Xiaomi traditionell ein sehr gutes Niveau haben. Zu den gelungensten würde ich die Fotobearbeitung zählen, bei der neben dem Löschen von Objekten und dem Nachzeichnen des Hintergrunds auch die Erweiterung des Bildes oder die Änderung des Wetters möglich sind. Bei den Sprachfunktionen würde ich wiederum den Schreibassistenten (eigentlich ein Sprachmodell) hervorheben, den wir direkt in den Notizen finden, sowie die Transkription des gesprochenen Wortes aus dem Diktiergerät oder dem Übersetzer. All dies als einer der wenigen Hersteller auch in weniger verbreiteten europäischen Sprachen. Wann lassen sich endlich auch andere Marken inspirieren und bieten denselben Standard an?
Die Implementierung von KI finden wir nun auch in der Suche auf dem Startbildschirm, deren Umgebung derjenigen in gängigen KI-Chatbots ähnelt. Darüber hinaus unterstützt das Telefon natürlich den Assistenten Gemini von Google und Circle to Search.
Ein weiterhin bestehendes Problem von HyperOS 3 ist jedoch das Vorhandensein unnötiger Bloatware. Schon beim ersten Start ist das Poco voller vorinstallierter Apps und Spiele. Selbst nachdem Sie diese entfernt haben, erhalten Sie an einigen Stellen Empfehlungen für verschiedene Spiele von zweifelhafter Qualität. So nerven sie beispielsweise weiterhin auf der „Suchseite”, die Sie über den Startbildschirm erreichen, oder in der nativen Dateimanager-App. Das sollte nicht mehr passieren.
Wenn Ihnen das Konzept des Poco F8 Pro gefällt, Sie aber noch etwas mehr wollen, könnte Sie sein teurerer Bruder interessieren. Das Poco F8 Ultra hat ein 6,9-Zoll-Display, einen noch leistungsstärkeren Snapdragon 8 Elite Gen 5-Prozessor und 16 GB RAM. Auch die Bose-Lautsprecher gehen noch einen Schritt weiter, da sich direkt auf der Rückseite des Telefons ein Woofer befindet. Etwas besser ist auch der Akku mit einer Kapazität von 6.500 mAh, und auch die Kameras wurden leicht verbessert, da das Teleobjektiv nun einen bis zu 5-fachen optischen Zoom bietet. Mit einem Preis von rund 899 EUR (also knapp 200 EUR mehr als das F8 Pro) handelt es sich um eine Verbesserung der letzten 10 % des Benutzererlebnisses, und es stellt sich daher die Frage, ob es das wert ist, da das jüngere Geschwistermodell doch ein etwas besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Eine weitere Konkurrenz zum Poco F8 Pro finden wir im eigenen Stall, und zwar in Form eines „abgespeckten Flaggschiffs“ – dem Xiaomi 15T Pro. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Modellen ist vor allem der Prozessor. Das Herzstück des Xiaomi 15T Pro ist nämlich der Dimensity 9400+ Prozessor, der mit seiner Leistung den ein Jahr älteren Snapdragon leicht übertrifft. Auf der anderen Seite hat sein Akku „nur“ eine Kapazität von 5.500 mAh, was jedoch durch die Möglichkeit des kabellosen Ladens ausgeglichen wird, die beim Poco fehlt. Was die übrige Ausstattung angeht, so ist diese im Wesentlichen ähnlich, einschließlich der Speicherkonfiguration von 12/512 GB.
Das Honor 400 Pro 5G ist nicht so leistungsstark wie das Poco F8 Pro, da es mit einem schwächeren Snapdragon 8 Gen 3 und einem kleineren Akku mit einer Kapazität von „nur” 5.300 mAh ausgestattet ist. Auf der anderen Seite verfügt das Honor wahrscheinlich über bessere Kameras mit einem 200-Megapixel-Hauptsensor und einem 3-fachen optischen Zoom. Auch in puncto Widerstandsfähigkeit hat das Honor die Nase vorn und erreicht die Zertifizierung IP69. Ein weiterer Bereich, in dem das Honor seit langem glänzt, ist das Display. Daher hat das 400 Pro im Vergleich ein etwas helleres und feineres Display, allerdings wird der Unterschied in der Realität nicht besonders auffällig sein.
Poco F8 Pro
SmartphonesAlles in allem ist das Poco F8 Pro ein sehr sympathisches Smartphone. Für einen attraktiven Preis im oberen Mittelklassebereich bietet es wirklich viel. Das große Display mit Bose-Stereolautsprechern ist wie geschaffen für Multimedia-Anwendungen und bietet mit dem Snapdragon 8 Elite-Prozessor mehr als genug Leistung, um Spiele mit hohen Details und 120 FPS problemlos zu bewältigen. Um das Aufladen muss man sich keine Sorgen machen, denn das F8 Pro hält problemlos zwei Tage durch. Die drei Kameras sind für nahezu jede Szene geeignet. Wenn man dann noch die Wasserdichtigkeit nach IP68 und das frische Design hinzunimmt, haben wir es hier mit einem der ausgewogensten Smartphones seiner Kategorie zu tun, dessen winzige Kompromisse (in Form von höherem Gewicht, schwacher Schutzfolie oder gelegentlicher Bloatware) wir gerne verzeihen.
Vorteile
Nachteile
Adam Hušek
Zurzeit besuche ich das Gymnasium. Ich bin ein Fan von Mobiltelefonen und Wearables sowie von verschiedenen neuen (für manche eher skurrilen) Gadgets. Von den Technologieunternehmen liegt mir Samsung am nächsten, aber in letzter Zeit interessieren mich auch etwas andere Marken wie Nothing oder generell alle, die sich trauen, Dinge ein wenig anders zu machen. In meiner Freizeit spiele ich Klavier und interessiere mich am Rande für Theater und Fotografie.
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Das Poco F8 Pro scheint den richtigen „Sweet Spot” in seiner Preisklasse gefunden zu haben. Dem Telefon fehlt im Grunde nichts, es hat genug Leistung und eine lange Akkulaufzeit. Alle anderen Ausstattungskategorien, wie z. B. Kameras, auf die es sich nicht speziell konzentriert, weisen ebenfalls keine nennenswerten Kompromisse auf. Das F8 Pro ist daher wahrscheinlich für jeden geeignet, der ein ausgewogenes Telefon mit guter Ausstattung zu einem guten Preis sucht.
• Autor: Ondřej Chabr
Viele Parameter, die früher für die höchstmögliche Klasse von Mobiltelefonen typisch waren, sind im Laufe der Zeit erschwinglicher geworden. Und gerade diese Tatsache nutzt Poco mit seiner F-Serie, die mit Display, Leistung und Kameras glänzen will. Dennoch zählen diese Handys regelmäßig zu den günstigeren Flaggschiffen. Wie werden das neue Poco F8 Pro und Poco F8 Ultra mit der Zeit und der zunehmenden Konkurrenz zurechtkommen? Werden sie wieder Aufmerksamkeit für ihr Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen?
Während die neuen Poco F8 Pro und F8 Ultra Smartphones auf den ersten Blick nicht wie Flaggschiff-Handys aussehen, passen sie problemlos zu den meisten anderen heute erhältlichen Handys, sie gehören aber zu den besten. Es muss jedoch gesagt werden, dass sie neben dem faden Design auch gewöhnliche Materialien haben. Erwarten Sie kein Titan oder Stahl, die neue Poco F8-Serie hat Gehäuse aus Aluminium und Glas. Aber ihre Displays sind mit haltbarem Gorilla Glas 7i, bzw. Poco Shield Glas, abgedeckt. Die Handys stürzen sich nicht in den aktuellen Kampf um ein dünnes Profil, sie sind rund 8 mm dick.
Das günstigere Poco F8 Pro wird in den Farben Silber, Blau und Schwarz erhältlich sein. Das bessere F8 Ultra kommt dann in Schwarz, Weiß und sog. Denim-Blau. Wie der Name schon sagt, ähnelt die Farbe den Jeans dieser berühmten Marke. Aber es ist nicht nur die Farbe, die die beiden Modelle voneinander unterscheidet. Das Spitzenmodell F8 Ultra hat einen verlängerten Vorsprung auf der Rückseite, der sich bei dem iPhone 17 Pro inspiriert hat, und einen runden Bose-Lautsprecher. An der gleichen Stelle trägt das F8 Pro Smartphone nur die Aufschrift Sound by Bose.
Um die Displays herum gibt es nur geringe Ränder, obwohl sie beim Ultra-Modell optisch dünner erscheinen, aber das liegt an seinen größeren Abmessungen. Wenn Sie an Langlebigkeit interessiert sind, erwarten Sie nichts geringeres als die IP68-Schutzart, d.h. vollständigen Schutz gegen Wasser und Staub.
Ich schätze den Zugang zu den Displays. Poco ist bekannt für perfekte Ausführung, aber ich möchte hier die Größen hervorheben. Der Unterschied zwischen der Diagonale von 6,59 Zoll bei dem F8 Pro und von 6,9 Zoll bei dem F8 Ultra erleichtert die Entscheidung für potenzielle Käufer. Der Unterschied ist deutlich spürbar, und wer kein allzu großes Handy besitzen möchte, wird sich eher für das F8 Pro entscheiden.
Die beiden Panels verfügen über die gleiche AMOLED-Technologie und eine schnelle Bildwiederholfrequenz von 120 Hz. Es gibt kein LTPO, aber eine hohe Helligkeit mit maximal 3.500 nits, Dolby Vision oder ein feines Bild über 400 ppi dank der hohen Auflösung. An der Unterseite befindet sich auch ein Fingerabdruckleser.
Der Hersteller hat sich außerdem entschlossen, die Modelle F8 Pro und F8 Ultra durch ihren Prozessor zu unterscheiden. Für den Durchschnittsnutzer wird der Unterschied jedoch nicht spürbar sein, denn während das Pro-Modell auf Snapdragon 8 Elite setzt, bietet das teurere F8 Ultra seinen Nachfolger Snapdragon 8 Elite Gen 5. Die beiden gehören zu den Spitzenmodellen, die alles zuverlässig ausführen können. Die 8-Core- und 3nm-Chips unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander, und die Handys sind mit 256 oder 512 GB Speicher ausgestattet. Das Ultra-Modell zeichnet sich jedoch durch eine Version mit 16 GB RAM aus. Die übrigen Varianten und das Modell Poco F8 Pro setzen auf 12 GB.
Die Poco F8-Serie verfügt außerdem über eine Dampfkammer zur Kühlung. Dies trägt zur Verringerung der Wärmeentwicklung unter Last bei, insbesondere bei grafisch anspruchsvolleren Spielen. Diese werden auf den beiden Handys in Bezug auf die Display-Qualität und das Soundsystem gut laufen. Sie können in das HyperOS 3-Betriebssystem heruntergeladen werden, das auf dem Android 16 basiert.
Wie wir bereits erwähnt haben, hat an der Klangqualität die Marke B ose gearbeitet und ließ dann auch ihr Logo auf beiden Modellen verewigen. Die Lautsprecher sind gepaart und haben Unterstützung für Dolby Atmos. Was die Konnektivität betrifft, so verfügen die beiden Modelle über den modernen Bluetooth-Standard sowie über WiFi 7-Unterstützung und eSIM.
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Das Vorgängermodell hatte keine eSIM-Unterstützung, hat uns aber dennoch beeindruckt. Lesen Sie die Bewertung Poco F7 Ultra (TEST): Ein hervorragend ausgestattetes Smartphone mit jeder Menge Leistung
Ein weiterer der vielen Unterschiede zwischen dem F8 Pro und dem F8 Ultra zeigt sich im Bereich des Akkus. Die beiden neuen Produkte verfügen über hochleistungsfähige Akkus mit einer Kapazität von 6.210 und 6.500 mAh. Diese können mit einer sehr schnellen 100-W-Ladung aufgeladen werden, allerdings müssen Sie dafür einen Adapter kaufen. Nur das F8 Ultra Smartphone verfügt auch über drahtloses Laden mit 50 W.
Poco hat sich entschieden, das bessere Modell auch in Bezug auf die Kameras zu bevorzugen. Das F8 Pro hat einen 50Mpx-Sensor, kombiniert mit einem 8Mpx-Weitwinkel- und 50Mpx-Teleobjektiv mit 2,5-fachem Zoom. Bei dem besseren Ultra-Modell verfügen alle Kameras über 50Mpx. Dies gilt also auch für den Weitwinkel-Sensor. Auch das Teleobjektiv wurde verbessert, hier ist ein Periskop-Objektiv, das einen 5-fachen Zoom in optischer Qualität bietet. Auch die Auflösung der vorderen Selfie-Kamera gewinnt (32 versus 20 Mpx).
Die beiden neuen Smartphones eignen sich sehr gut als Videokameras. Sie können 8K-Videos mit 30 fps aufnehmen. Wenn Sie eine flüssigere Aufnahme mit 60 fps wünschen, müssen Sie auf 4K herunterskalieren. Zeitlupenaufnahmen sind in Full HD-Auflösung mit 960 Bildern pro Sekunde möglich.
Die Mobiltelefone werden ab dem 2. Dezember zu günstigen Preisen angeboten. Das Poco F8 Pro in der Konfiguration 12 / 256 GB beginnt bei 640 Euro. Das mit mehr Funktionen ausgestattete Poco F8 Ultra startet mit 12/256 GB für 910 Euro. Sie können aus den meisten der verfügbaren Farben wählen, da nicht alle für den Weltmarkt angeboten werden.
| Parameter/Modell | Poco F8 Pro | Poco F8 Ultra |
|---|---|---|
| Display | Diagonale: 6,59" | Diagonale: 6,9" |
| Auflösung: 2.510 × 1.156 px, 419 ppi | Auflösung: 2.608 × 1.200 px, 416 ppi | |
| Typ: AMOLED | Typ: AMOLED | |
| Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | |
| Schutz: Gorilla Glass 7i | Schutz: Poco Shield Glass | |
| Rück-Kameras | Hauptkamera: 50 Mpx, f/1.9, OIS | Hauptkamera: 50 Mpx, f/1.7, OIS |
| Weitwinkel: 8 Mpx, f/2.2 | Weitwinkel: 50 Mpx, f/2.4 | |
| Teleobjektiv: 50 Mpx, f/2.2 | Teleobjektiv: 50 Mpx, f/3.0, OIS | |
| Selfie-Kamera | 20 Mpx, f/2.0 | 32 Mpx, f/2.2 |
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 8 Elite | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 |
| GPU | Adreno 830 | Adreno 840 |
| RAM | 12 GB | 12/ 16 GB |
| Interner Speicher | 256 / 512 GB | 256 / 512 GB |
| Betriebssystem | Android 16 | Android 16 |
| Unterstützung für 5G | ✓ | ✓ |
| 3,5mm-Buchse | ✕ | ✕ |
| Schutzart | IP68 | IP68 |
| Akku | 6 210 mAh | 6 500 mAh |
| Schnellladen / kabelloses Laden: 100 W / - | Schnellladen / kabelloses Laden: 100 W / 50 W | |
| Abmessungen | 157,5 × 75,3 × 8 mm | 163,3 × 77,8 × 7,9 / 8,3 mm |
| Gewicht | 199 g | 218 / 220 g |
| Packungsinhalt | USB-C-Kabel, Werkzeug zum Entfernen der SIM-Karte, Benutzerhandbuch | USB-C-Kabel, Werkzeug zum Entfernen der SIM-Karte, Benutzerhandbuch |
| Preis | ab 640 Euro* | ab 910 Euro* |
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Es sieht nach einem starken Jahr aus. Das Poco F8 Pro und das F8 Ultra sind durchdachte Upgrades, die vielleicht nicht durch ihr weniger attraktives Design beeindrucken, aber durch ihre reichhaltige Ausstattung gefallen. Außerdem verlangen die Konkurrenten oft mehr für ein ähnliches Gerät. Es wird also interessant sein, zu sehen, wie Poco die Kunden für sich gewinnen kann.