• Autor: Adam Růžička
Apple hat neue Over-Ear-Kopfhörer unter der Marke Beats vorgestellt. Das Modell Beats 360 präsentiert sich in einem recht unkonventionellen Design und vor allem mit einer interessanten Neuerung. Die Ohrpolster und die Polsterung des Kopfbügels sollen nämlich austauschbar sein. So können Sie die Kopfhörer nicht nur optisch, sondern auch in der Art der Nutzung besser an Ihre Bedürfnisse anpassen. Was die Neuheit sonst noch zu offerieren hat und warum gerade die austauschbaren Teile praktisch sein könnten, analysieren wir in unserem Preview.
Beats 360 bestechen auf den ersten Blick durch eine schlichte und sehr schlanke Konstruktion. Der Kopfbügel wirkt minimalistisch und sorgt zusammen mit den Ohrpolstern für ein recht klares Erscheinungsbild ohne markante, scharfe Kanten. Die Kopfhörer sollen in vier Farbvarianten erhältlich sein – Weiß, Schwarz, Rosa und Blau. Gerade die rosafarbene Ausführung wirkt den verfügbaren Fotos zufolge recht ausdrucksstark und fügt sich gut in das verspieltere Konzept der gesamten Konstruktion ein.
Viel interessanter sind jedoch die weichen Teile der Kopfhörer selbst. Die Beats 360 sollen austauschbare Ohrpolster und eine austauschbare Kopfbügelpolsterung bieten. So können Sie als Nutzer die Variante wählen, die am besten zu Ihrem aktuellen Verwendungszweck passt, oder das Aussehen der Kopfhörer nach und nach verändern. Der Hersteller plant verschiedene Arten von Polsterungen, wobei Performance Knit auf atmungsaktives Strickgewebe und Memory-Schaum setzt. Separat soll zudem ein weiteres Set für die Beats 360 namens UltraPlush erhältlich sein, das einen höheren Komfort bieten soll und beispielsweise auch bei den Beats Studio Pro zu finden ist.
Eine solche Lösung kann beispielsweise beim Sport sehr nützlich sein. Wenn Sie trainieren gehen, können Sie theoretisch die atmungsaktiveren Ohrpolster verwenden, damit Ihre Ohren nicht zu sehr schwitzen. Nach dem Training kann dann die bequemere Variante für das alltägliche Musikhören zum Einsatz kommen. Ein weiterer Vorteil dürfte die Lebensdauer an sich sein. Bei Over-Ear-Kopfhörern gehören die Ohrpolster oft zu den Teilen, die sich im Laufe der Zeit am schnellsten abnutzen. Wenn die restlichen Komponenten weiterhin einwandfrei funktionieren, müssen Sie wegen einer beschädigten Polsterung nicht gleich die kompletten Kopfhörer austauschen.
Die Beats 360 sollen zudem die ersten Over-Ear-Kopfhörer von Beats sein, die nach der IPX4-Zertifizierung schweiß- und wasserabweisend sind. Dies könnte ihren Einsatzbereich auch über das Musikhören zu Hause oder auf Reisen hinaus erweitern. Die Konstruktion ist laut Hersteller auf eine aktivere Nutzung und einen stabilen Sitz auf dem Kopf ausgelegt.
Die IPX4-Zertifizierung bedeutet natürlich nicht, dass die Kopfhörer wasserdicht sind. Der Schutz bezieht sich in erster Linie auf Spritzwasser, sodass beispielsweise bei sehr starkem Regen Vorsicht geboten ist. Der Hersteller weist außerdem darauf hin, dass die Schweiß- und Wasserbeständigkeit möglicherweise nicht dauerhaft ist und mit der Zeit allmählich nachlassen kann.
Für einen bequemen Sitz sollen auch die Teleskoparme aus Edelstahl und die unabhängige Drehung der einzelnen Hörmuscheln sorgen. Das Gewicht soll bei 294,5 Gramm liegen, womit die Beats 360 definitiv nicht zu den allerleichtesten Over-Ear-Modellen gehören. Die Konstruktion soll das Gewicht jedoch so verteilen, dass das Tragen so angenehm wie möglich ist.
Eine der Hauptfunktionen der Beats 360 wird die aktive Geräuschunterdrückung sein. Der Hersteller gibt an, dass das neue ANC bis zu 1,75-mal effektiver sein soll als beim Vorgängermodell Beats Studio Pro. Das System soll auf die Umgebung sowie auf den Sitz der Kopfhörer selbst reagieren, um unerwünschte Geräusche bestmöglich zu unterdrücken. Zudem soll ein Transparenzmodus zur Verfügung stehen, der es Ihnen im Gegenzug ermöglicht, Umgebungsgeräusche wahrzunehmen, ohne die Kopfhörer abnehmen zu müssen.
In klanglicher Hinsicht sollen die Beats 360 eine neu entwickelte Akustikplattform nutzen. Laut Hersteller soll das Ergebnis eine markantere Basswiedergabe, eine präzise Reproduktion und eine geringe Verzerrung sein. Zur Ausstattung soll auch ein Adaptive EQ gehören, der den Klang kontinuierlich daran anpasst, wie die Kopfhörer auf dem Kopf sitzen.
Die Beats 360 sollen außerdem mit neun Mikrofonen ausgestattet sein. Bis zu acht davon sollen dem System zur aktiven Geräuschunterdrückung dienen, während die restlichen beim Telefonieren unterstützen sollen. Die Kopfhörer sollen zudem Algorithmen zur Sprachverarbeitung und gerichteten Erfassung nutzen, was dabei helfen soll, das gesprochene Wort von Umgebungsgeräuschen zu trennen.
Die Akkulaufzeit soll selbst bei eingeschalteter aktiver Geräuschunterdrückung bis zu 32 Stunden Wiedergabezeit erreichen. Der tatsächliche Wert kann natürlich je nach Lautstärke, genutzten Funktionen und weiteren Einstellungen variieren. Sollte die Energie dennoch einmal zur Neige gehen, kommt die Schnellladefunktion gelegen. Bereits fünf Minuten am Ladegerät sollen für bis zu eine Stunde weiteren Hörgenuss sorgen.
Ein Vorteil der neuen Generation soll auch die breite Kompatibilität sein. Die Beats 360 werden sich sowohl mit Apple- als auch mit Android-Geräten nutzen lassen, und für die Verbindung sorgt Bluetooth 5.3.
Im Apple-Ökosystem sollen beispielsweise Funktionen für schnelles Koppeln, automatisches Umschalten zwischen Geräten, Audio Sharing, Find My oder die Sprachsteuerung via Siri zur Verfügung stehen. Android-Nutzer können hingegen auf Features wie Fast Pair, Audio Switch, Find Hub oder die Beats-App zur Einrichtung der Kopfhörer zurückgreifen.
Die neuen Beats 360 richten sich somit nicht nur an Besitzer von iPhones und anderen Apple-Geräten. Der Hersteller bemüht sich, einen Teil der Funktionen auch für Android-Nutzer beizubehalten, was vor allem für diejenigen wichtig sein dürfte, die Over-Ear-Kopfhörer plattformübergreifend verwenden.