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Clive Sinclair und seine Computer für jedermann

Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Chromebooks • Teil 4 • Autor: Michal Rybka

Wenn wir über günstige Computer sprechen, müssen wir auf jeden Fall den britischen Erfinder und Innovator Clive Sinclair (1940–2021) erwähnen. Dieser außergewöhnlich intelligente und visionäre Mensch, der ein wenig wie die ikonische Vorstellung eines „verrückten Erfinders auf britische Art“ wirkte, interessierte sich seit seiner Jugend für Mikroelektronik und Miniaturisierung. Er begann mit dem Entwurf von Mini-Radios, wandte sich aber bald Taschenrechnern und Computern zu.

Sinclair ZX 81: günstiger PC
  1. Revolution der erschwinglichen Computer
  2. Aufstieg und Fall von Sinclair
  3. Das Vermächtnis von Clive Sinclair

Revolution der erschwinglichen Computer

Er verkaufte seine Geräte sowohl fertig zusammengebaut als auch als Bausätze, da er davon überzeugt war, dass sie der breiten Öffentlichkeit die Funktionsweise von Elektronik näherbringen sollten. Bausätze waren günstiger als die fertigen Geräte, sodass geschickte Bastler nicht nur Geld sparen konnten, sondern auch das Funktionsprinzip verstanden, indem sie den Computer selbst zusammenbauten und in Betrieb nahmen. Dieser Ansatz schuf eine Gemeinschaft von Bastlern und kleinen Firmen um die Sinclair-Computer, die Erweiterungen und Zubehör herstellten. Aus den programmierenden Nutzern entwickelten sich später die Grundlagen zukünftiger britischer Softwareunternehmen.

Aufstieg und Fall von Sinclair

Während der erste Computer von Sinclair, der Science of Cambridge Microcomputer Kit 14 (1977), noch einem Taschenrechner ähnelte, war das nächste Modell, der Sinclair ZX80 (1980), bereits ein vollwertiger Computer mit einem Zilog Z80-Prozessor, auf dem sowohl Spiele gespielt als auch ingenieurtechnische Probleme gelöst werden konnten. Das Gerät war kostengünstig konstruiert, hatte eine Membran-Tastatur (wirklich eine flache Membran!) und kostete nur 99,95 Pfund, während der Bausatz nur 79,95 Pfund kostete.

Der nächste Schritt von Clive Sinclair war absolut genial. Er erkannte, dass der ohnehin schon günstige Computer noch weiter im Preis gesenkt werden könnte, wenn die meiste diskrete Steuerlogik des Computers (manchmal „glue“ genannt) in einen einzigen Chip integriert würde. In Zusammenarbeit mit der Firma Ferranti entstand so die legendäre ULA, ein Chip, der die Anzahl der integrierten Schaltkreise im Computer von einundzwanzig auf nur vier reduzierte. Dadurch konnte der Preis des fertig montierten Computers Sinclair ZX81 (1981) auf 69,95 Pfund gesenkt werden, und der Bausatz kostete nur 49,95 Pfund. Der erste wirklich kompakte und wirklich günstige Computer war geboren!

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Das Leben von Clive Sinclair: Erfinder, Innovator und Lebemann

Am 16. September 2021 verließ uns Sir Clive Sinclair nach langer Krankheit. Dieser britische Computerpionier, Erfinder und Innovator brachte erschwingliche Computer in unsere Häuser und beeinflusste so mehr als eine Generation von Nutzern, Entwicklern und Computerspielern.

Mehr Informationen: Sir Clive Sinclair: Erfinder, Innovator, Lebemann, der die Welt veränderte.

Der nächste Computer von Clive Sinclair, der ZX Spectrum (1982), wurde nach den gleichen Prinzipien entwickelt und war absolut bahnbrechend, da er feine Farbgrafiken und Möglichkeiten für fortgeschrittene Programmierung bot. Das „Spectrum“ und seine Varianten und Klone wurden auch in der damaligen ČSSR sehr beliebt und brachten ein breiteres Bewusstsein für Elektronik und Computerspiele zu uns. In gewissem Maße ist dies der designtechnische Höhepunkt von Sinclair.

Bei seinem nächsten Computer, dem Sinclair QL (1984), versuchte Clive Sinclair einen „Quantensprung“ in die Welt der leistungsstarken, semi-professionellen Computer. Das Ergebnis war jedoch eine komplexe, teure und problematische Maschine, die Sinclairs Geschäft ruinierte und ihn zwang, es an die Firma Amstrad zu verkaufen. Obwohl Sinclair später mit einer Reihe interessanter Modelle herauskam, konnte er den Erfolg der frühen 80er Jahre nicht wiederholen.

Das Vermächtnis von Clive Sinclair

Sinclair zeigte jedoch den wichtigsten Weg: Computer so zu entwickeln, dass sie eine immer höhere Integration aufweisen, die die Entwicklung von Motherboards vereinfacht. Dieser Trend hat heute seinen Höhepunkt in Mobiltelefonen und Ultrabooks erreicht. Die meisten Funktionen sind heute in einem einzigen SoC (System on a Chip) integriert, das größtenteils nur noch Speicher und Schnittstellen für Peripheriegeräte benötigt. Diese hohe Integration ermöglicht den Entwurf relativ einfach aussehender Geräte, die zudem zuverlässiger und kostengünstiger in der Produktion sind, sodass wir sie zu erschwinglichen Preisen kaufen können.

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