Die fünfte Generation der Basis-Kopfhörer von Apple ist da. Die Apple AirPods 5 versprechen eine bessere Geräuschunterdrückung, höhere Widerstandsfähigkeit und endlich eine Lautstärkeregelung durch Wischen am Stiel. Ich hatte sie mehrere Wochen in den Ohren und habe sie regelmäßig mit den AirPods 4 mit ANC meiner Frau verglichen. Es sind hervorragende Kopfhörer – ich habe nur das Gefühl, diesen Testbericht schon einmal geschrieben zu haben.
Ich sage es gleich zu Beginn ganz offen: Die AirPods 5 sind großartige Kopfhörer. Sie klingen gut, Telefonate sind glasklar, sie sitzen angenehm im Ohr und funktionieren genau so, wie man es von Apple erwartet – man nimmt sie aus dem Case und sie sind verbunden. Das Problem ist, dass ich genau das Gleiche auch über die AirPods 4 mit ANC schreiben konnte, die meine Frau zu Hause nutzt. Und so bestand der gesamte Test aus einer Art Suchspiel nach dem Motto „Finde die fünf Unterschiede“. Ein paar habe ich gefunden, aber ehrlich gesagt – viele waren es nicht. Getestet habe ich die teurere Version der AirPods 5 mit kabellosem Ladecase, also jene Variante mit Lautstärkeregelung am Stiel und einem Case mit integriertem Lautsprecher zum Wiederfinden.
Als ich meine AirPods 5 neben die 4er meiner Frau legte, wusste ich für einen Moment nicht, welche welche waren. Das Case und die Ohrhörer selbst sehen absolut identisch aus – gleiche Form, gleiche Abmessungen, der gleiche kurze Stiel, keine Silikon-Passstücke. Die einzige Veränderung, die mir auffiel, befindet sich auf der Rückseite des Cases: Statt des Schriftzugs „Designed by Apple in California“ steht dort jetzt schlicht Apple AirPods. Das ist alles. Wer auf den ersten Blick zeigen wollte, dass er die neueste Generation besitzt, hat schlechte Karten.
Andererseits ist daran eigentlich nichts auszusetzen. Die Form der 4er ist gelungen und der Tragekomfort ist vollkommen einwandfrei. Sie saßen hervorragend in meinen Ohren und nach wenigen Minuten habe ich sie praktisch nicht mehr gespürt. Zwar handelt es sich nicht um Open-Ear-Kopfhörer, die das Ohr nur lose umschließen, aber im Bereich klassischer Earbuds gehören die AirPods 5 zu den bequemsten Modellen, die ich je getragen habe. Es gilt jedoch die altbekannte Wahrheit: Earbuds ohne Silikonstöpsel passen entweder oder sie passen nicht. Falls Ihnen frühere AirPods aus den Ohren gerutscht sind, wird es bei den 5ern nicht anders sein. Und umgekehrt: Wenn Ihnen die 4er gepasst haben, passen auch die 5er. Die Verarbeitungsqualität liegt exakt auf dem Niveau, das man von Apple gewohnt ist: Nichts knarzt, der Deckel des Ladecases schließt mit dem typisch satten Klicken und Magnete halten die Hörer sicher an Ort und Stelle.
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Apple AirPods Pro 3 (TESTBERICHT): Längere Akkulaufzeit, höhere Widerstandsfähigkeit und Pulsmessung
Hier zeigt sich eine der wenigen echten Verbesserungen. Die AirPods 5 besitzen eine IP57-Zertifizierung, während die 4er lediglich IP54 boten. Der entscheidende Unterschied: Die 5er sind nicht mehr nur spritzwassergeschützt, sondern überstehen auch ein kurzes Untertauchen. Das gilt sowohl für die Ohrhörer als auch für das Ladecase. In der Praxis bedeutet das: Sie müssen sich bei Regen, Schweiß beim Joggen oder dem versehentlichen Sturz in eine Pfütze keine Sorgen machen. Es ist überaus angenehm, vor dem Verlassen des Hauses nicht mehr auf die Wetter-App schauen zu müssen.
Die Ohrhörer selbst sind zudem spürbar kratzfester geworden. Nach mehreren Wochen in der Hosentasche zusammen mit Schlüsseln sind praktisch keine Gebrauchsspuren zu sehen. Umso ärgerlicher ist es, dass das Ladecase nach wie vor ein Magnet für Kratzer bleibt. Der glänzende weiße Kunststoff zerkratzt im Handumdrehen – es reicht schon, das Case in der Jeanstasche zu tragen, und nach wenigen Tagen zeigen sich feine Mikrokratzer. Wenn Sie Wert auf eine makellose Optik legen, sollten Sie direkt eine Schutzhülle einplanen. Ohne Schutz bleibt das Case nicht lange wie neu.
Apple verspricht bei den AirPods 5 eine neue Akustikarchitektur mit mehreren Ports sowie einen verbesserten adaptiven Equalizer, inspiriert von den AirPods Pro 3. Auf dem Papier klingt das nach einem großen Fortschritt. Im Hörtest konnte ich diesen jedoch kaum ausmachen. Klanglich sind die 5er und die 4er mit ANC nahezu identisch – und ich habe wirklich oft zwischen beiden Modellen gewechselt, mit denselben Titeln und demselben iPhone.
Das soll keineswegs als Kritik verstanden werden: Die AirPods 5 klingen sehr gut. Klare Höhen, verständliche Stimmen, eine solide Instrumententrennung. Atemberaubend ist das Klangbild zwar nicht, und dem Bass fehlt die Tiefe, die man von In-Ear-Kopfhörern mit fester Abdichtung gewohnt ist. Das ist jedoch der offenen Bauweise geschuldet und für den Preis völlig in Ordnung. Wer den Klang anpassen möchte, freut sich über die Neuerung aus iOS 27: ein 3-Band-Equalizer direkt in den Einstellungen. Diesen haben allerdings auch die 4er erhalten, sodass die 5er auch hier keinen Exklusivitätsvorteil verbuchen können.
Kommen wir nun zu dem Punkt, den Apple bei den 5ern am stärksten hervorhebt – die aktive Geräuschunterdrückung (ANC). Laut Apple filtern die AirPods 5 bis zu 50 % mehr Lärm heraus als die AirPods 4 mit ANC. Auf dem Datenblatt klingt das eindrucksvoll, in der Praxis ist das Resultat jedoch sehr überschaubar. Monotones Rauschen, wie etwa von einer Klimaanlage oder einem Staubsauger, dämpfen die 5er leicht ab – das war es im Wesentlichen aber auch schon. Zudem genügt es, den Hörer im Ohr minimal zu bewegen, und selbst dieser geringe Effekt verpufft sofort. Bei Earbuds ohne Silikontips ist das logisch, da schlicht die Abdichtung des Gehörgangs fehlt. Wer also Ruhe wie bei den AirPods Pro erwartet, wird enttäuscht sein.
Was mich noch mehr stört, ist das unangenehme Druckgefühl im Ohr, das bei aktivem ANC entsteht. Bei abdichtenden In-Ears rechnet man gewissermaßen damit, bei einer offenen Passform hat mich das jedoch überrascht. Berücksichtigt man, wie wenig Lärm das ANC effektiv herausfiltert, bezweifle ich offen gesagt, ob das bisschen Ruhe diesen Kompromiss wert ist. Hervorragend gelungen ist hingegen der Transparenzmodus, der Außengeräusche extrem natürlich wiedergibt – fast so, als trüge man gar keine Kopfhörer.
Die Sprachqualität bei Anrufen ist sehr gut und abermals praktisch auf Augenhöhe mit den 4ern. Die Mikrofone mit Umgebungsgeräuschunterdrückung leisten hervorragende Arbeit – mein Gesprächspartner verstand mich zu Hause, im Büro und auf der Straße stets klar und deutlich. Erst in extrem lauten Umgebungen, typischerweise in der U-Bahn, stößt das System an seine Grenzen. Dort dringen mehr Nebengeräusche durch und mein Gegenüber bat mich gelegentlich, etwas zu wiederholen. Für Kopfhörer mit offener Bauform ist das dennoch ein überdurchschnittliches Ergebnis.
Eines muss jedoch klar gesagt werden: AirPods laufen erst mit einem iPhone zur Höchstform auf. Ich habe sie testweise auch mit einem Android-Smartphone gekoppelt, und der Unterschied war deutlich hörbar. Bei Telefonaten greift die Rauschunterdrückung weniger effektiv, Hintergrundgeräusche sind präsenter und die eigene Stimme klingt etwas flacher. Es funktioniert zwar ordentlich und man kann problemlos telefonieren, doch es entspricht nicht dem nahtlosen Erlebnis wie im Apple-Ökosystem. Für Android-Nutzer bleiben die AirPods 5 ein Kompromiss – und für denselben Preis gibt es Alternativen, die deutlich besser auf Android abgestimmt sind.
Kommen wir zum zentralen Feature, auf das ich bei den 5ern am meisten gespannt war. Die höherpreisige Variante der AirPods 5 verfügt über eine Touch-Bedienfläche mit Lautstärkeregelung am Stiel: Ein Wischen nach oben erhöht die Lautstärke, nach unten wird sie leiser. Das kennt man bereits von den AirPods Pro, bei den offenen Standard-AirPods ist dies jedoch ein Novum. Die 4er bieten diese Funktion nicht, sodass man die Lautstärke dort stets am Telefon, über die Apple Watch oder via Siri regulieren muss.
Und die Steuerung funktioniert hervorragend: Präzise, zuverlässig und im gesamten Testzeitraum ohne eine einzige Fehleingabe. Es ist genau jene kleine Komfortfunktion im Alltag, die einem den ständigen Griff zum Smartphone erspart. Die übrige Bedienung entspricht der des 4er-Modells: Druck für Play/Pause, zweimaliges Drücken für den nächsten Titel und langes Gedrückthalten zum Wechseln der Hörmodi. Wichtig zu wissen: Die günstigere Basisversion der AirPods 5 besitzt keine Lautstärkeregelung am Stiel. Wer Wert darauf legt, muss folglich zur Ausführung mit kabellosem Ladecase greifen.
Dank des H2-Chips erhalten Sie praktisch den gesamten Funktionsumfang der teureren AirPods. Besonders hervorzuheben sind folgende Features:
Kopfbewegungs-Gesten: Eingehende Anrufe lassen sich durch einfaches Nicken annehmen oder durch Kopfschütteln ablehnen. Auf dieselbe Weise können Sie auf Benachrichtigungen oder Siri reagieren. Das funktioniert erstaunlich zuverlässig und ist vor allem dann praktisch, wenn Sie gerade alle Hände voll haben – etwa mit Einkaufstaschen oder am Kinderwagen.
Signalton des Ladecases: Das Case verfügt über einen integrierten Lautsprecher, sodass Sie es über die „Wo ist?“-App klingeln lassen und wiederfinden können. Das klappt im Alltag tadellos und rettet in einem Haushalt mit Kindern so manchen Tag. Sehr erfreulich: Das funktioniert auch ohne iPhone. Über ein Android-Gerät oder den PC rufen Sie einfach die Website iCloud.com auf, melden sich mit Ihrer Apple-ID an und können das Case dort orten und klingeln lassen. Das ist zwar etwas umständlicher, funktioniert aber zuverlässig.
Adaptives Audio und Konversationserkennung: Die Kopfhörer mischen ANC und Transparenzmodus je nach Lautstärke der Umgebung automatisch und senken die Lautstärke der Musik, sobald Sie zu sprechen beginnen. Es bedarf einer kurzen Eingewöhnung, wirkt danach jedoch sehr natürlich.
Live-Übersetzung: Die AirPods 5 können Gespräche theoretisch in Echtzeit übersetzen. Der Haken an der Sache: Die Funktion setzt ein aktiviertes Apple Intelligence voraus. Zwar wird Deutsch grundsätzlich unterstützt, internationale Tester sind sich jedoch einig, dass die Übersetzung für flüssige Gespräche derzeit noch viel zu langsam agiert. Es handelt sich aktuell eher um ein spannendes Gimmick als um ein alltagstaugliches Feature.
Die Akkulaufzeit der AirPods 5 ist in Ordnung, aber nicht weltbewegend. Apple gibt für die Variante mit kabellosem Case bis zu 5 Stunden Wiedergabe mit aktiviertem ANC (ohne ANC rund 7 Stunden) und zusammen mit dem Case insgesamt bis zu 22 Stunden an. Das ist dank eines optimierten Akkus etwa eine Stunde mehr als bei den AirPods 4 mit ANC. Die günstigere Basisversion der AirPods 5 verharrt bei 4 Stunden mit ANC und 20 Stunden inklusive Ladecase, liegt also auf dem Niveau der 4er.
Die erfreuliche Nachricht: Die tatsächliche Laufzeit kommt den Herstellerangaben sehr nahe – böse Überraschungen blieben im Test aus. Für einen normalen Arbeitstag reicht das vollkommen: Der Weg zur Arbeit, einige Telefonate, ein Podcast beim Spaziergang, während das Case die Stöpsel zwischendurch nachlädt. Für Langstreckenflüge oder einen kompletten Bürotag ohne Pause reicht die Ausdauer jedoch nicht: Wer mehr Laufzeit benötigt, muss zu den AirPods Pro 3 greifen, die bis zu 8 Stunden mit ANC durchhalten. Positiv fällt das Schnellladen auf: 5 Minuten im Ladecase liefern etwa eine Stunde Hörgenuss.
Das Case der teureren Variante lässt sich per USB-C, kabellos über ein Qi-Ladepad oder bequem mit dem Apple-Watch-Ladekabel mit Strom versorgen. Für die drahtlose Verbindung sorgen Bluetooth 5.3 und der H2-Chip. Beachten Sie bitte, dass die AirPods ausschließlich den AAC-Codec unterstützen – LDAC oder aptX fehlen komplett, sodass Sie unter Android keine audiophilen Vorteile bei der Übertragung genießen. Überdies gibt es für Android keine offizielle App und viele Kernfunktionen bleiben dem Apple-Kosmos vorbehalten. Zwischen Apple-Geräten wechseln die Kopfhörer hingegen nahtlos und fehlerfrei – hier ist Apple der Konkurrenz nach wie vor einen Schritt voraus.
Die Apple AirPods 5 mit kabellosem Ladecase schlagen mit 159 € zu Buche, während die günstigere Variante mit klassischem USB-C-Case für 139 € angeboten wird. Für knapp 160 € erhalten Sie somit Kopfhörer mit ANC, IP57-Zertifizierung und der kompletten Anbindung an das Apple-Ökosystem – das ist ein faires Angebot.
Wem sind sie zu empfehlen? Allen iPhone-Nutzern, die Silikon-In-Ears nicht ausstehen können und zuverlässige Begleiter für den Alltag suchen. Wenn Sie noch die AirPods 2 oder 3 nutzen, ist der Wechsel ein klares Upgrade: Klang, ANC, Wasserschutz und Funktionsvielfalt spielen in einer gänzlich anderen Liga.
Für wen lohnt sich der Kauf nicht? Für Besitzer der AirPods 4 mit ANC – der Unterschied ist verschwindend gering und das Geld lässt sich sinnvoller investieren. Ebenso sollten Android-Nutzer absehen, da ihnen wesentliche Vorzüge des Systems vorenthalten bleiben. Meiner Einschätzung nach stellen die 5er ein rein inkrementelles Update dar. Sollten Sie die AirPods 4 mit ANC im Abverkauf günstiger bekommen, würde ich keine Sekunde zögern und zum 4er-Modell greifen – vorausgesetzt, Sie können auf die Lautstärkesteuerung am Stiel verzichten, denn diese ist das einzige echte Zugpferd der 5er.
In der folgenden Tabelle finden Sie den direkten Vergleich der AirPods 5 mit den Vorgängern AirPods 4 mit ANC.
| Parameter / Modell | Apple AirPods 5 mit kabellosem Case | Apple AirPods 4 mit ANC |
|---|---|---|
| Bauform | Offene Earbuds ohne Silikonaufsätze | Offene Earbuds ohne Silikonaufsätze |
| Chip | Apple H2 | Apple H2 |
| Geräuschunterdrückung | ANC (laut Apple bis zu 50 % effektiver) | ANC |
| Transparenzmodus, Adaptives Audio | Transparenzmodus, Adaptives Audio | |
| Konversationserkennung | Konversationserkennung | |
| Lautstärkeregelung am Stiel | ✓ | ✕ |
| Kopfbewegungs-Gesten | ✓ | ✓ |
| Lautsprecher im Case („Wo ist?“) | ✓ | ✓ |
| Schutzart | IP57 | IP54 |
| Akkulaufzeit | Bis zu 5 Std. mit ANC / 7 Std. ohne ANC | Bis zu 4 Std. mit ANC / 5 Std. ohne ANC |
| Bis zu 22 Std. mit Ladecase (ANC) | Bis zu 20 Std. mit Ladecase (ANC) | |
| Laden des Cases | USB-C, kabellos via Qi, Apple-Watch-Ladegerät | USB-C, kabellos via Qi, Apple-Watch-Ladegerät |
| Konnektivität | Bluetooth 5.3, AAC-Codec | Bluetooth 5.3, AAC-Codec |
| Equalizer (iOS 27) | ✓ | ✓ |
| Preis | 159 €* | 199 €* |
Apple AirPods 5
Apple-KopfhörerDie Apple AirPods 5 sind exzellente offene Kopfhörer mit sauberem Klang, hoher Gesprächsqualität, gesteigerter IP57-Widerstandsfähigkeit und endlich einer Lautstärkeregelung direkt am Stiel. Verglichen mit den AirPods 4 mit ANC handelt es sich jedoch nur um einen kleinen Schritt nach vorn: In Optik, Akustik und Telefonie sind sie nahezu deckungsgleich, und das beworbene stärkere ANC bleibt in der Praxis sehr rudimentär. Besitzer älterer AirPods erleben einen spürbaren Sprung nach vorn – wer bereits die 4er mit ANC nutzt, muss hingegen keineswegs upgraden.
Vorteile
Nachteile
• Autor: Adam Růžička
Apple dürfte bei der neuen Generation der Apple AirPods 5 vor allem an der Klangqualität, der aktiven Geräuschunterdrückung und den Steuerungsmöglichkeiten ohne Griff zum iPhone arbeiten. Den verfügbaren Informationen zufolge soll die Neuheit eine überarbeitete akustische Architektur, eine verbesserte Klangverarbeitung sowie eine breitere Nutzung der Apple Intelligence-Funktionen bieten. Eine wichtigere Rolle könnten somit nicht nur die reinen Musikfunktionen spielen, sondern auch Siri, die Freisprechsteuerung oder die Live-Übersetzung.
Einer der Hauptbereiche, auf den sich Apple bei den AirPods 5 konzentriert hat, soll die eigentliche Klangwiedergabe sein. Die innere akustische Architektur wurde offenbar überarbeitet, um ein reichhaltigeres und detaillierteres Hörerlebnis für verschiedene Ohrformen zu bieten. Gleichzeitig arbeitet Apple mit einer neuen Generation der computergestützten Audioverarbeitung, sodass das endgültige Hörerlebnis nicht nur vom Lautsprecher selbst abhängt, sondern auch davon, wie die Kopfhörer den Klang in Echtzeit anpassen können.
Dadurch soll auch die aktive Geräuschunterdrückung effektiver werden. Apple gibt an, dass die AirPods 5 im Vergleich zu den AirPods 4 mit ANC Umgebungsgeräusche um bis zu 50 % effektiver reduzieren können. Da es sich weiterhin um ein offenes Design ohne Silikonaufsätze handelt, wird es interessant sein zu sehen, wie die neuen AirPods mit Lärm in alltäglichen Umgebungen umgehen.
Im Inneren der AirPods 5 dürfte der Apple H2-Chip zum Einsatz kommen, den wir bereits aus anderen AirPods-Modellen kennen. Seine Aufgabe soll nicht nur die Audioverarbeitung und die aktive Geräuschunterdrückung sein, sondern auch die Unterstützung intelligenter Funktionen bei der Verbindung mit kompatiblen Geräten. Genau hier soll sich Apples Bestreben, einen Teil der Steuerung vom iPhone direkt auf die Kopfhörer zu verlagern, voll entfalten.
Der Fokus liegt vor allem auf Siri und den Funktionen im Zusammenhang mit Apple Intelligence. Der Nutzer könnte so bestimmte Aktionen per Sprachbefehl ausführen, ohne das Telefon aus der Tasche nehmen zu müssen. Die AirPods 5 wirken dadurch eher wie eine Erweiterung des Smartphones als nur wie ein Gerät zur Musikwiedergabe – was meiner Meinung nach genau der Punkt ist, bei dem Apple der Konkurrenz voraus ist.
Die AirPods 5 sollen zudem adaptives Audio bieten, das die aktive Geräuschunterdrückung automatisch mit dem Transparenzmodus kombiniert. Die Kopfhörer können so je nach aktueller Situation den Grad der Filterung von Umgebungsgeräuschen anpassen, ohne dass der Nutzer die einzelnen Modi manuell umschalten muss.
Nach einem ähnlichen Prinzip soll auch die Konversationserkennung funktionieren. Wenn die Apple AirPods 5 erkennen, dass Sie mit jemandem sprechen, können sie die Audiowiedergabe automatisch so anpassen, dass Sie Ihr Gegenüber und die Umgebung besser hören. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, die Kopfhörer bei jedem kurzen Gespräch aus den Ohren zu nehmen.
Die Verbesserungen sollen nicht nur das Hören, sondern auch die Kommunikation selbst betreffen. Die AirPods 5 dürften verbesserte Mikrofone und eine optimierte Sprachverarbeitung bieten, wodurch Ihre Stimme bei Telefongesprächen verständlicher werden soll.
Die Hauptrolle soll dabei die Stimmisolation spielen. Diese soll helfen, die Sprache von Umgebungsgeräuschen zu trennen, sodass die andere Seite Ihre Stimme auch in lauteren Umgebungen klarer hören kann. In Kombination mit der Freisprechsteuerung könnten die AirPods 5 somit nicht nur zum Musikhören, sondern auch für das tägliche Telefonieren hervorragend geeignet sein.
Eine weitere interessante Funktion soll die Live-Übersetzung mithilfe von Apple Intelligence sein. Die AirPods können bei einem persönlichen Gespräch die Übersetzung der Sprache der anderen Person direkt ins Ohr abspielen, während das Transkript oder der weitere Teil der Konversation auf dem iPhone angezeigt wird. Die Verfügbarkeit dieser Funktion hängt jedoch vom unterstützten Gerät, System, der Sprache und der Region ab.
Für uns, also für deutsche Nutzer, ist dabei eine grundlegende Sache wichtig. Zwar baut Apple die Sprachunterstützung kontinuierlich aus, jedoch ist die Verfügbarkeit der Live-Übersetzung in einigen Regionen weiterhin eingeschränkt. Aktuelle Informationen von Apple besagen beispielsweise, dass die Funktion nicht in der gesamten Europäischen Union verfügbar ist.
Apple soll die AirPods 5 in zwei Varianten anbieten. Die Basisversion erhält ein klassisches Ladecase mit USB-C, während die teurere Version kabelloses Laden bieten wird. Dies soll mit Qi-Ladegeräten und dem Ladegerät für die Apple Watch funktionieren. Teil des kabellosen Ladecases soll auch ein Lautsprecher sein, der bei der Suche nach den Kopfhörern über die „Wo ist?“-Funktion genutzt werden kann.
Die teurere Variante bringt zudem eine praktische Neuerung direkt an den Kopfhörern mit. Der Nutzer soll durch Wischen mit dem Finger über den Stiel die Lautstärke anpassen können, sodass selbst für eine so grundlegende Aktion kein Griff zum iPhone mehr nötig ist. Genau diese Kleinigkeit passt gut zur generellen Ausrichtung der neuen Generation auf eine möglichst komfortable Freisprech-Nutzung.
Die Akkulaufzeit soll sich je nach Variante ebenfalls unterscheiden. Beim fortschrittlicheren Modell mit kabellosem Ladecase gibt Apple bis zu 5 Stunden Wiedergabezeit bei aktivierter Geräuschunterdrückung an, während die Basisversion eine um eine Stunde kürzere Laufzeit bieten soll. Die genauen Zahlen können je nach genutzten Funktionen und Art der Verwendung variieren, sodass die tatsächliche Laufzeit beispielsweise von der Nutzung von ANC oder anderen intelligenten Funktionen abhängt.
Die Apple AirPods 5 sollen traditionell auch für den täglichen Gebrauch bei Bewegung oder Sport gerüstet sein. Apple erwähnt bei der neuen Generation eine Beständigkeit gegen Staub, Schweiß und Wasser dank der IP57-Zertifizierung.
Die neue Generation der Apple AirPods 5 wirkt somit nicht wie eine revolutionäre Veränderung, sondern eher wie eine schrittweise Verbesserung. Apple soll sich auf hochwertigeren Klang, eine effektivere Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen und vor allem auf Funktionen konzentrieren, die es ermöglichen, die Kopfhörer mit minimaler Notwendigkeit zu nutzen, das iPhone aus der Tasche zu ziehen.
Die Wahl, die für mich am meisten Sinn ergibt, dürfte vor allem die teurere Variante mit kabellosem Ladecase sein, die komfortableres Laden, einen Lautsprecher für die „Wo ist?“-Funktion sowie eine praktische Lautstärkeregelung direkt an den Kopfhörern hinzufügt.