Die Empfehlung, mit einem abgedeckten Drucker zu drucken, bedeutet, dass es für das Material angemessen ist, den gesamten 3D-Drucker in eine geschlossene Box zu stellen, die auch als "Gehäuse" oder "Enclosure" bezeichnet wird. Der Hauptzweck dieses Gehäuses besteht darin, eine stabile und höhere Temperatur im Druckbereich aufrechtzuerhalten. Einige Druckmaterialien, wie z. B. ABS, ASA oder Nylon, neigen dazu, beim Abkühlen stark zu schrumpfen. Wenn ein Objekt in einem offenen Bereich gedruckt wird, werden die unteren Schichten durch den Träger erwärmt, während die oberen Schichten durch die Umgebungsluft abgekühlt werden. Dieser Temperaturunterschied führt zu inneren Spannungen im Material. Diese Spannungen äußern sich vor allem auf zwei Arten: "Curling", bei dem sich die Ecken und Kanten des Modells von der Druckmatte ablösen, und "Delaminierung", bei der die gedruckten Schichten reißen und voneinander getrennt werden. Der geschlossene Raum des Druckers fängt die vom Heizkissen und dem Druckkopf abgestrahlte Wärme ein und schafft so eine heiße Umgebung. Dadurch kühlt das Modell während des Druckvorgangs und nach Abschluss des Drucks langsam und gleichmäßig ab. Die langsame Abkühlung minimiert die inneren Spannungen und verhindert die oben erwähnten Verformungen. Darüber hinaus trägt die Einhausung dazu bei, die Ausbreitung von Dämpfen und Gerüchen zu verringern, die manche Materialien beim Schmelzen freisetzen. Das Ergebnis ist ein maßhaltigerer und mechanisch robusterer Druck ohne Defekte, die durch ungleichmäßige Abkühlung entstehen.