Das Secure Element ist ein spezieller Mikrochip, der mit einem einzigen Ziel entwickelt wurde: sensible Daten sicher zu speichern. Im Kontext von Hardware-Wallets handelt es sich um den Ort, an dem der private Schlüssel gespeichert ist. Dieser Schlüssel ist im Wesentlichen ein Passwort, das den Zugriff auf Kryptowährungen und deren Versand ermöglicht. Der Chip fungiert als ein separater und befestigter Tresor innerhalb der Wallet selbst. Er ist physisch vom Hauptprozessor isoliert, der sich um gewöhnliche Operationen kümmert, wie die Anzeige von Informationen auf dem Display oder die Kommunikation mit dem Computer. Wenn der Benutzer eine Transaktion bestätigt, werden die zu signierenden Daten an diesen Chip gesendet. Die eigentliche Signatur mittels des privaten Schlüssels erfolgt innerhalb des Secure Elements, und nach außen gelangt nur das Ergebnis – also die signierte Transaktion. Der private Schlüssel verlässt somit niemals die sichere Umgebung des Chips und ist keinem Risiko der Preisgabe ausgesetzt. Diese Chips sind zudem so konstruiert, dass sie sowohl physischen als auch Software-Angriffen widerstehen. Bei einem Versuch der unbefugten Manipulation sind sie in der Lage, sich zu verteidigen, zum Beispiel durch das Löschen der gespeicherten Daten. Das Funktionsprinzip ist ähnlich wie bei einem Chip auf einer Zahlungskarte oder einer SIM-Karte in einem Mobiltelefon, wo es ebenfalls notwendig ist, eine einzigartige und geheime Information in einer separaten, gesicherten Hardware zu schützen.