Die RDS-Funktion, die für "Radio Data System" steht, ist ein System, das herkömmliche analoge UKW-Sendungen mit zusätzlichen digitalen Informationen anreichert. In der Praxis bedeutet dies, dass ein RDS-fähiger Tuner nicht nur die Frequenz des Senders anzeigt, zum Beispiel 94,6 MHz, sondern auch seinen Namen, zum Beispiel "Radio Magazin". Neben dem Sendernamen kann RDS auch zusätzliche Textmeldungen, den so genannten Radiotext, übertragen. Diese Meldungen enthalten oft den Namen des aktuell gespielten Künstlers und den Titel des Liedes, den Titel der aktuellen Sendung oder eine kurze Nachricht. Eine weitere Option ist die PTY- oder "Programmtyp"-Funktion, mit der Sie Sender nach Sendungsgenre suchen können. So kann der Tuner automatisch Sender einstellen, die z. B. Nachrichten, Popmusik oder Rock senden. Das RDS-System verfügt häufig auch über eine AF- oder "Alternativfrequenzen"-Funktion. Wenn der Tuner feststellt, dass das Signal des Senders, den Sie gerade hören, schwächer wird, versucht er automatisch, eine stärkere Frequenz zu finden, auf der derselbe Sender ausgestrahlt wird, und schaltet nahtlos auf diese Frequenz um, so dass ein stabiler Empfang gewährleistet ist. Einige Tuner nutzen RDS auch zur automatischen Einstellung der genauen Uhrzeit und des Datums dank der Funktion CT, "Clock Time", die die Sender zusammen mit ihrem Programm ausstrahlen.