Das Lichtmikroskop ist ein optisches Gerät, das zur Beobachtung von Objekten dient, die zu klein sind, um mit bloßem Auge sichtbar zu sein. Es verwendet sichtbares Licht und ein System von Glaslinsen, um ein vergrößertes Bild zu erzeugen. Das Grundprinzip besteht darin, dass ein Lichtstrahl aus einer Quelle die beobachtete Probe durchleuchtet, die sich in der Nähe der ersten Linse, dem sogenannten „Objektiv“, befindet. Diese erzeugt ein erstes vergrößertes Bild. Dieses Bild wird anschließend durch eine zweite Linse, das „Okular“, betrachtet, das wie eine Lupe funktioniert und die endgültige Vergrößerung für das Auge des Betrachters liefert. Lichtmikroskope werden zur Untersuchung biologischer Proben wie Zellen, Gewebe oder Mikroorganismen verwendet. Damit das Licht durch die Probe hindurchtreten kann, muss diese in der Regel sehr dünn und lichtdurchlässig sein, oft auf einem speziellen Objektträger als Präparat aufbereitet. Für undurchsichtige Materialien, zum Beispiel Metalle, wird eine Methode angewendet, bei der das Licht von der Oberfläche der Probe reflektiert wird. Neben der eigentlichen Vergrößerung ist das Auflösungsvermögen eine Schlüsseleigenschaft des Mikroskops, also die Fähigkeit, zwei sehr nahe beieinander liegende Punkte voneinander zu unterscheiden. Diese Fähigkeit ist physikalisch durch die Wellenlänge des Lichts begrenzt, weshalb ein Lichtmikroskop keine Details darstellen kann, die kleiner als etwa 200 Nanometer sind.