Die Blende ist ein Mechanismus im Inneren des Objektivs, der aus beweglichen Metallteilen, den sogenannten Lamellen, besteht. Diese Lamellen lassen sich öffnen und schließen, wodurch sie eine Öffnung unterschiedlicher Größe erzeugen und so die Lichtmenge regulieren, die auf den Bildsensor der Kamera fällt. Die Anzahl der Blendenlamellen bestimmt die Form dieser Öffnung, insbesondere bei kleinerer Blendenöffnung. Eine geringere Anzahl von Lamellen, zum Beispiel fünf oder sechs, erzeugt eine polygonale Öffnung. Eine größere Anzahl von Lamellen, beispielsweise neun oder mehr, nähert sich der Kreisform an. Die Form der Blendenöffnung wirkt sich dann direkt auf das Aussehen der unscharfen Bildbereiche aus, was als „Bokeh“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um die ästhetische Qualität der Hintergrundunschärfe. Unscharfe Lichtpunkte im Hintergrund haben somit entweder eine polygonale oder eine runde Form, je nach Anzahl und Form der Blendenlamellen.