
Nothing versucht auf dem Kopfhörermarkt definitiv nicht, in der Masse unterzugehen. Die neuen Nothing Headphone (a) überzeugen nicht nur durch ihr ungewöhnliches Design, sondern auch durch physische Bedienelemente, LDAC-Unterstützung, adaptive ANC und eine Akkulaufzeit, die auf dem Papier fast unglaublich wirkt. Aber kann das originelle Design auch im täglichen Gebrauch überzeugen? Und sind diese Kopfhörer wirklich so bequem, wie der erste Eindruck vermuten lässt? Für diese Rezension habe ich sie mehrere Wochen lang getestet und neben dem Design haben mich noch einige andere Dinge überrascht, die ich ursprünglich gar nicht erwartet hätte.
Auch dieses Mal hat sich Nothing wieder Mühe gegeben, damit das Auspacken der Headphone (a) nicht nur ein routinemäßiges Herausnehmen des Produkts aus der Schachtel ist. Schon die äußere Verpackung besticht durch eine große Abbildung der Kopfhörermuschel. Und ich muss zugeben, dass ich mir beim ersten Blick gefragt habe, ob mich darin nicht etwas in der Größe eines kleinen Reisekoffers erwartet.
Die Muschel auf der Verpackung wirkt nämlich wirklich massiv. Fast so sehr, dass ich an Otik aus dem Film Heimat, süße Heimat denken musste. Glücklicherweise handelte es sich nur um eine optische Täuschung, und nach dem Öffnen der Verpackung stellte sich heraus, dass die Nothing Headphone (a) von den Abmessungen her ganz normale Kopfhörer sind.
Nach dem Abziehen der schwarzen Hülle kommt eine schlichte weiße Schachtel mit dem typisch minimalistischen Design von Nothing zum Vorschein. Keine marketingtechnischen Sprüche, keine Dutzende von Funktionssymbolen. Nur klare Linien, ein dezentes Logo und das Gefühl, dass der Hersteller darauf vertraut, dass sich das Produkt auch ohne lautes Werben verkauft.
Sobald man den Deckel abhebt, liegen die Kopfhörer bereits bereit. Und genau hier kommt eines der Details zum Tragen, die ich an den Produkten von Nothing so schätze. Der Hersteller hat die Innenseite des Deckels nämlich nicht leer gelassen. Im Gegenteil, er hat sie als praktischen Stauraum genutzt.
Im Deckel ist ein Stoffbeutel mit der großen Aufschrift „NOTHING“ elegant verstaut, der zum Transport der Headphone (a) Kopfhörer dient. Daneben befindet sich ein Fach mit der Dokumentation und einem USB-C-Kabel. Alles ist übersichtlich und aufgeräumt angeordnet, ganz ohne überflüssige Kunststoffteile, die man ohnehin sofort nach dem Auspacken wegwirft.
Es mag wie eine Kleinigkeit klingen, aber genau solche Details unterscheiden eine gewöhnliche Verpackung von einer, an die man sich auch nach einigen Wochen noch erinnert. Nothing versucht bei den Headphone (a) nicht, um jeden Preis Luxus zu schaffen. Stattdessen bietet das Unternehmen eine durchdachte Verpackung, die modern, übersichtlich und auf ihre Weise auch ein wenig verspielt wirkt. Und genau wie bei den Handys der Marke Nothing gilt auch hier: Der erste Eindruck ist definitiv gelungen.
Als ich die Nothing Headphone (a) zum ersten Mal sah, war ich mir nicht ganz sicher, ob sie mir eigentlich gefallen. Und vielleicht ist genau das ihr größter Vorteil. In einer Zeit, in der die meisten Hersteller auf ähnliche Formen, ähnliche Materialien und das gleiche Aussehen setzen, wirkt die Neuheit von Nothing wie eine Offenbarung.
Ein einziger Blick genügt, und man weiß sofort, um welche Kopfhörer es sich handelt. Ob es nun die kantigeren Linien, die strukturierten Ohrmuscheln oder die ungewöhnliche Kombination der Oberflächen sind, die Sie ansprechen – eines ist sicher: Es gibt nichts auf dem Markt, mit dem man sie verwechseln könnte.
Die Kopfhörer wirken ein wenig wie ein Stück moderner Industrieelektronik. Ihr Design zeichnet sich durch scharfe Kanten, hervorstehende Teile und eine Reihe von Details aus, die gewöhnliche Over-Head-Kopfhörer einfach nicht aufweisen. Während die meisten Mitbewerber auf geschmeidige Kurven und Unauffälligkeit setzen, hat sich Nothing für den umgekehrten Weg entschieden. Das sind keine Kopfhörer, die man kauft, weil sie genauso aussehen wie alle anderen. Ob Ihnen ihr Aussehen sofort gefällt oder Sie etwas länger brauchen, um sich daran zu gewöhnen – ihre Einzigartigkeit lässt sich definitiv nicht leugnen.
Auf Fotos wirken sie vielleicht überraschend massiv, doch in Wirklichkeit weichen ihre Abmessungen nicht vom üblichen Standard für Kopfhörer ab. Auf dem Papier sind sie kein Leichtgewicht – das Gewicht beträgt 307 Gramm –, doch sobald man sie aufsetzt, verteilt sich das Gewicht relativ gleichmäßig, und die Kopfhörer wirken nicht schwerfällig.
Ich gebe zu, dass ich persönlich In-Ear-Kopfhörer und Ohrstöpsel bevorzuge. Kopfhörer benutze ich eher selten, und meistens frage ich mich nach einer Stunde, wann ich sie abnehmen kann. Umso angenehmer war es für mich, festzustellen, dass ich die Nothing Headphone (a) fast zwei Stunden am Stück auf dem Kopf hatte. Und die gute Nachricht ist: Mein Rücken hat durchgehalten, meine Nackenmuskeln haben nicht gestreikt und ich habe die Kopfhörer nicht abgenommen, weil ich musste.
Dazu tragen vor allem die weichen Ohrpolster aus PU-Schaumstoff und der angenehm gepolsterte Kopfbügel bei. Die Ohrpolster sind auch bei längerem Tragen bequem und drücken nicht unangenehm auf die Ohren. Es hat mich auch gefreut, dass die Kopfhörer auch einem Kind problemlos passten. Dank des großen Verstellbereichs des Kopfbügels war es kein Problem, sie sowohl an einen Erwachsenen als auch an einen Schulkind anzupassen.
Noch interessanter als das Aussehen der Nothing Headphone (a) selbst ist die Art der Steuerung. An der Unterseite der rechten Ohrmuschel befindet sich ein physischer Ein-/Aus-Schalter. Direkt daneben befinden sich ein USB-C-Anschluss zum Aufladen sowie ein 3,5-mm-Audioeingang. Ja, tatsächlich ein klassischer Kopfhöreranschluss. Falls also einmal der Akku leer sein sollte oder Sie einfach eine kabelgebundene Verbindung bevorzugen, hat Nothing Sie nicht vergessen.
An der Seite derselben Ohrmuschel befinden sich zwei physische Bedienelemente. Das erste ist das charakteristische Rädchen zur Lautstärkeregelung. Man muss es nur nach vorne oder hinten drehen, und die Lautstärke reagiert sofort. Das Rädchen lässt sich zudem auch drücken, wodurch man die Wiedergabe anhalten oder fortsetzen kann. Das klingt nach einer Kleinigkeit, aber genau dieser Regler ist nach wenigen Tagen der Nutzung zu meinem Lieblingsdetail der gesamten Kopfhörer geworden. Er funktioniert sofort, man muss nichts suchen und weiß genau, was nach dem Drücken passiert. Es ist fast schon überraschend süchtig machend.
Die zweite Taste ist ein länglicher Knopf zum Wechseln der Titel. Vorwärts, rückwärts – fertig. Keine komplizierten Gestenkombinationen, kein Grübeln darüber, ob man den richtigen Teil der Ohrmuschel berührt hat. Genau hier verdient Nothing Lob. In einer Zeit, in der ein Teil der Hersteller versucht, alle Tasten durch Touch-Flächen zu ersetzen, wirkt die Rückkehr zu physischen Bedienelementen bei den Nothing Headphones überraschend erfrischend.
Bei Kopfhörern kann man vieles durchgehen lassen. Eine weniger gelungene App, gewöhnlicheres Kunststoffmaterial oder vielleicht ein unauffälligeres Design. Eines lässt sich jedoch nicht durchgehen. Wenn sie nicht gut klingen, ist alles andere nebensächlich. Der Hersteller hat auf dynamische 40-mm-Treiber mit Titanmembran gesetzt.
Die Nothing Headphone (a) unterstützen Bluetooth 5.4 sowie die drei Codecs SBC, AAC und LDAC. Gerade LDAC ist für Android-Nutzer eine wichtige Nachricht. Denn dieser Codec ermöglicht die Übertragung deutlich größerer Datenmengen als die Standard-Codecs, und wenn Sie über eine hochwertige Musikquelle verfügen, können die Kopfhörer mehr Details, eine bessere Dynamik und eine klarere Wiedergabe einzelner Instrumente bieten. Auf dem Papier sehen sie also sehr gut aus. Der Frequenzbereich von 20 Hz bis 40 kHz übersteigt zwar die Möglichkeiten des menschlichen Gehörs, deutet aber darauf hin, dass es dem Hersteller ziemlich ernst ist. Wie zufrieden war ich mit dem Klang?
Nach einigen Tagen des Hörens muss ich sagen, dass ich mich der Einschätzung der meisten ausländischen Rezensenten recht gut anschließen kann. Die Nothing Headphone (a) setzen nicht auf einen übertrieben effekthascherischen Klang, der um jeden Preis mit einer massiven Bassdosis beeindrucken will. Stattdessen bieten sie einen angenehm ausgewogenen Klang, in dem Bässe, Mitten und Höhen ihren Platz haben. Die Stimmen bleiben gut verständlich, die Instrumente überlagern sich nicht, und selbst bei höherer Lautstärke hatte ich nicht das Gefühl, dass der Klang auseinanderfällt oder Details verliert.
Mich hat auch überrascht, wie vielseitig die Kopfhörer wirken. Sie kamen mit Rock, Elektronik, Filmsoundtracks und auch einem einfachen Podcast bei der Arbeit gleichermaßen gut zurecht. Es sind keine Kopfhörer, die einen beim ersten Hören mit der Wucht der Bässe umhauen, aber gerade deshalb lassen sie sich auch nach längerer Zeit noch sehr angenehm hören. So sehe ich das zumindest.
Eng mit dem Klang verbunden ist auch die aktive Geräuschunterdrückung. Nothing gibt für die Headphone (a) eine adaptive ANC an, die Umgebungsgeräusche um bis zu 40 dB reduzieren kann. Während des Tests haben die Kopfhörer monotone Geräusche wie das Brummen von Klimaanlagen, Computerlüftern oder Bürogeräusche sehr gut bewältigt. Genau hier ist der Unterschied nach dem Einschalten der ANC sofort hörbar. Die Umgebung verschwindet nicht vollständig, tritt aber so weit in den Hintergrund, dass man sich viel besser auf die Musik oder die Arbeit konzentrieren kann.
Die Nothing Headphone (a) setzen zwar keine neuen Maßstäbe im Bereich der aktiven Geräuschunterdrückung. Die teuersten Modelle anderer Marken sind zwar immer noch einen Schritt voraus, doch angesichts der Preisklasse ist ihre Geräuschunterdrückung definitiv eine angenehme Überraschung.
Bei Kopfhörern wird die Gesprächsqualität oft etwas vernachlässigt. Sobald Sie jedoch ein Geschäftstreffen abhalten oder ein längeres Telefonat führen müssen, zeigt sich, ob die Mikrofone nur ein Punkt in der technischen Beschreibung sind oder tatsächlich funktionieren. Die Nothing Headphone (a) nutzen mehrere Mikrofone, die nicht nur für die aktive Geräuschunterdrückung sorgen, sondern auch für die Sprachverarbeitung während der Gespräche. Der Hersteller wirbt mit einem System zur Reduzierung von Umgebungsgeräuschen und Windgeräuschen, das vor allem beim Telefonieren im Freien oder in lauteren Umgebungen helfen soll. Und das stimmt tatsächlich.
Bei normalen Gesprächen ist die Sprachübertragung klar und deutlich. Der Gesprächspartner hatte auch bei Anrufen vom Arbeitsplatz oder beim Spaziergang durch die Stadt keine Probleme, mich zu verstehen. Die Mikrofone kommen zudem gut mit üblichen Umgebungsgeräuschen zurecht, sodass man nicht jedes Mal absolute Stille suchen muss, wenn das Telefon klingelt.
Freude bereitet auch die Unterstützung der Dual-Connection-Funktion. Die Kopfhörer lassen sich gleichzeitig mit zwei Geräten verbinden und automatisch zwischen diesen umschalten. In der Praxis bedeutet das, dass Sie Musik von Ihrem Laptop hören und innerhalb weniger Sekunden einen eingehenden Anruf auf Ihrem Smartphone annehmen können, ohne manuell umschalten zu müssen.
Der Hersteller gibt eine Wiedergabezeit von bis zu 135 Stunden ohne aktive Geräuschunterdrückung und bis zu 75 Stunden mit aktivierter ANC an. Ich muss zugeben, dass ich beim Lesen solcher Zahlen eher skeptisch bin. Im Fall der Nothing Headphone (a) habe ich jedoch etwas erlebt, was mir nicht allzu oft passiert. Nach einigen Tagen der Nutzung begann ich mich zu fragen, ob ich jemals Kopfhörer hatte, bei denen ich den Akkustand so selten überprüft habe. Während man bei manchen Modellen automatisch die Prozentangabe im Auge behält und sich fragt, ob der Akku bis zum Ende des Arbeitstages durchhält, habe ich hier nach einer Weile praktisch aufgehört, an den Akku zu denken.
Natürlich habe ich nicht 135 Stunden am Stück Musik gehört, und die tatsächliche Akkulaufzeit hängt immer von der Lautstärke, dem verwendeten Codec, der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) und anderen Funktionen ab. Dennoch kann ich sagen, dass die vom Hersteller angegebenen Zahlen nicht wie ein Marketing-Märchen wirken. Im Gegenteil. Nach meinen Erfahrungen mit den Headphone (a) hatte ich das Gefühl, dass ich das USB-C-Kabel hauptsächlich deshalb in meinem Rucksack mitnehme, damit es sich nicht verlassen fühlt.
Angenehm ist auch das Schnellladen. Laut Nothing reichen fünf Minuten am Kabel, und die Kopfhörer erhalten Energie für etwa acht Stunden Hörgenuss. Und genau hier muss ich auch den ausländischen Rezensenten Recht geben. Praktisch alle sind sich einig, dass die Akkulaufzeit und das Laden zu den größten Stärken der Kopfhörer gehören, und nach meiner eigenen Nutzung habe ich keinen Grund, dem zu widersprechen.
Die Nothing X Begleit-App gehört meiner Meinung nach zu den gelungeneren. Der Hersteller hat nicht versucht, den Bildschirm mit Dutzenden von Funktionen zu überladen, und die meisten wichtigen Einstellungen findet man direkt auf der Startseite. ANC, Transparenzmodus, Raumklang oder Equalizer sind mit wenigen Fingertipps verfügbar, ohne dass man sich mühsam durch einzelne Menüs klicken muss.
Lob verdient auch der Equalizer, der neben voreingestellten Profilen die Möglichkeit bietet, Bässe, Mitten und Höhen nach eigenen Vorlieben anzupassen. Es fehlt praktisch nichts Wesentliches. Gerade diese Einfachheit halte ich für den größten Vorteil der gesamten App. Während des Tests hatte ich keinerlei Probleme, die Funktionen zu finden, die ich benötigte. Die Nothing X bietet zwar nicht so viele Optionen wie einige Konkurrenz-Apps, aber alles Wesentliche funktioniert übersichtlich und ohne unnötige Komplikationen.
Wenn ich nach den nächsten Konkurrenten suchen müsste, würde ich neben den Nothing Headphone (a) vor allem die Sony WH-ULT900N und die JBL Live 770NC ins Spiel bringen.
Die Sony WH-ULT900N (Sony Noise Cancelling ULT WEAR) sind ein typischer Vertreter moderner Kopfhörer, die auf Unterhaltung ausgerichtet sind. Sie bieten eine sehr gute aktive Geräuschunterdrückung und vor allem einen deutlich basslastigeren Klangcharakter. Wer hauptsächlich elektronische Musik, Hip-Hop oder modernen Pop hört, für den könnten die Sony schon beim ersten Hören attraktiver wirken. Auf der anderen Seite erscheinen mir die Nothing-Kopfhörer vielseitiger.
Die JBL Live 770NC sind wohl die sicherste Wahl unter den dreien. Sie bieten einen ausgewogenen Klang, eine hochwertige App, eine sehr ordentliche Geräuschunterdrückung und ein klassisches Design, das niemanden vor den Kopf stößt. Genau hier liegt meiner Meinung nach jedoch der größte Vorteil von Nothing. Während die JBL typische „gute Kopfhörer“ sind, haben die Headphone (a) ihren ganz eigenen Charakter.
Wenn Sie also nach möglichst kräftigen Bässen und einer sehr guten ANC-Funktion suchen, würde ich mir wahrscheinlich die Modelle von Sony ansehen. Wenn Sie einen bewährten Klassiker ohne große Experimente wollen, sind Kopfhörer von JBL eine gute Wahl. Wenn Sie jedoch nach Kopfhörern suchen, die einen eigenen Stil, eine hervorragende Akkulaufzeit und eine gelungene Bedienung bieten und dabei weder auf hochwertigen Klang noch auf ANC verzichten, sind die Nothing Headphone (a) meiner Meinung nach die interessanteste Wahl aus dem gesamten Trio.
Nothing Headphone (a)
KopfhörerIch muss zugeben, dass ich mir, als ich die Nothing Headphone (a) zum ersten Mal auf Fotos sah, nicht sicher war, ob sie überhaupt etwas für mich sind. Ich bevorzuge In-Ear-Kopfhörer und Ohrstöpsel, aber während des Tests haben mich diese Kopfhörer nach und nach überzeugt. Am meisten beeindruckt haben mich die Akkulaufzeit, über die ich mich nach ein paar Tagen gar nicht mehr Gedanken gemacht habe, sowie die praktische physische Steuerung, an die man sich überraschend schnell gewöhnt. Gefreut hat mich auch der vielseitige Klang, der beim Hören von Musik, Filmen und Podcasts gleichermaßen überzeugt. Während des Tests ist mir eigentlich nichts aufgefallen, was mich wirklich gestört hätte.
Vorteile
Nachteile
Jan Vavřík
In meiner Freizeit beschäftige ich mich nicht nur mit aktuellen Neuheiten, sondern auch mit nostalgischen Rückblicken in die Welt der Mobiltelefone. Ich bin sowohl mit Apple-Technologie als auch mit dem „grünen Androiden“ vertraut – besonders mit dem aus südkoreanischer Produktion. Außerdem bin ich aktiver Schriftsteller und ein großer Fan von deutschen Boxern, Stephen King, J. R. R. Tolkien, Karel Čapek, Karl May und allem, was mit Griechenland zu tun hat – insbesondere mit der Insel Korfu.
• Autor: Jan Vavřík
Die Nothing Headphone (a) Kopfhörer sind ein Modell, das nicht auf Unauffälligkeit setzt. Ganz im Gegenteil – schon auf den ersten Blick machen sie deutlich, dass sie sich nicht in die graue Masse einreihen wollen. Das Hauptargument ist jedoch die Akkulaufzeit, die laut Hersteller bis zu 135 Stunden Wiedergabe erreichen kann. Das bedeutet in der Praxis vor allem eines: Das Aufladen wird nicht mehr zur täglichen Routine, sondern eher zu einer gelegentlichen Erinnerung. Hinzu kommen aktive Geräuschunterdrückung und Unterstützung für Hi-Res-Audio. Was bieten sie noch?
Das Design entspricht ganz dem Stil der Marke Nothing – markant, leicht industriell und auf jeden Fall unverwechselbar. Neben klassischen Farben gibt es auch gewagtere Varianten; wenn Sie also genug davon haben, dass „alles schwarz ist, nur ein bisschen anders“, kommen Sie hier voll auf Ihre Kosten.
Konstruktiv handelt es sich bei den Headphone (a) um klassische Over-Ear-Kopfhörer mit geschlossener Bauweise. Sowohl die Ohrpolster als auch der Kopfbügel sind gepolstert, sodass sie auch längeres Hören ohne unangenehmen Druck ermöglichen sollten. Das Gewicht von rund 307 Gramm entspricht dem üblichen Standard – ganz leicht sind sie jedoch nicht.
Ein großes Plus ist die Bedienung. Nothing setzt hier nicht auf Touch-Gesten, sondern nutzt physische Bedienelemente – ein Drehrad, einen Schalter und Tasten. In der Praxis bedeutet das weniger Fehler und mehr Sicherheit. Man dreht einfach, klickt und fertig. Das Gerät verfügt zudem über die Schutzklasse IP52, sodass es Schweiß oder den normalen Einsatz im Freien problemlos bewältigt.
Hier hat Nothing beim Modell Headphone (a) wirklich ins Schwarze getroffen. Bis zu 135 Stunden Wiedergabezeit ohne ANC bedeuten, dass die Kopfhörer problemlos tagelang durchhalten, ohne dass man sich um das Kabel kümmern muss. In der Praxis wirkt es eher wie ein Gerät, das „irgendwann“ leer wird, als wie etwas, das man jeden Abend im Auge behalten muss.
Bei aktiviertem ANC oder bei anspruchsvolleren Übertragungen sinkt die Akkulaufzeit der Kopfhörer, bleibt aber immer noch deutlich über dem üblichen Standard. Mit anderen Worten: Selbst im ungünstigsten Fall sprechen wir von einer Akkulaufzeit, die mehrere Tage Nutzung abdeckt.
Laut Hersteller erfüllt die Schnellladefunktion genau ihren Zweck. Ein kurzer Ladevorgang liefert Energie für mehrere Stunden Hörgenuss, und eine vollständige Aufladung dauert etwa zwei Stunden. Das Aufladen ist somit eher eine Formalität, und wir freuen uns schon sehr darauf, die Nothing Headphones in unserem Redaktionstest ausprobieren.
Für den Klang der Nothing Headphone (a) sorgen 40-mm-Treiber, und auch die Unterstützung von Hi-Res-Audio einschließlich des LDAC-Codecs fehlt nicht. Die Kopfhörer meistern somit auch eine hochwertigere drahtlose Übertragung und sind nicht nur „etwas für den Hintergrund“.
Die Kopfhörer verfügen über eine aktive Geräuschunterdrückung mit mehreren Modi sowie einen Transparenzmodus, der Umgebungsgeräusche durchlässt. Das ist zum Beispiel praktisch, wenn man hören möchte, was um einen herum vor sich geht, aber die Kopfhörer nicht abnehmen möchte.
Auch eine kabelgebundene Verbindung ist möglich – sowohl über USB-C als auch über die klassische 3,5-mm-Klinkenbuchse. Das ist eine praktische Absicherung für den Fall, dass Ihnen der Akku tatsächlich ausgeht.
Für Anrufe stehen mehrere Mikrofone mit Funktionen zur Verbesserung der Sprachverständlichkeit zur Verfügung.
Die Nothing Headphone (a) Kopfhörer sind das preisgünstigere Modell im Sortiment der Marke und kosten 169 Euro. In dieser Preisklasse ist die Konkurrenz zwar keineswegs schwach, doch ist der Preis dennoch erschwinglich genug, um ein breiteres Publikum anzusprechen.
Die Kopfhörer sind in mehreren Farbvarianten erhältlich, wobei einige auffälligere Modelle erst später auf den Markt kommen sollen. Nothing setzt also erneut nicht nur auf die Ausstattung, sondern auch darauf, dass der Nutzer je nach Stil wählen kann.
Die Nothing Headphone (a) Kopfhörer setzen nicht auf ein einzelnes herausragendes Merkmal, sondern auf eine ausgewogene Gesamtleistung. Der Schwerpunkt liegt auf der Akkulaufzeit, die zu den Stärken des Modells zählt. Die übrigen Eigenschaften weichen nach den vorliegenden Informationen nicht wesentlich vom Durchschnitt ab – es handelt sich weder um ein Modell, das in einem bestimmten Bereich deutlich dominiert, noch um eines, das offensichtliche Schwächen aufweist.