• Autor: Abram Svoboda
Die Pebble Round 2, die Fortsetzung der einzigartigen Smartwatch aus dem Jahr 2015, hat wieder ein schlankes Gehäuse und ein E-Ink-Display. Sie soll minimalistisch, energiesparend und elegant sein und eignet sich gut für alle, die nicht nur ein weiteres leuchtendes Display am Handgelenk haben möchten.
Pebble kehrt nach 10 Jahren auf die Bühne zurück und hat offenbar die meisten Fehler behoben. Am auffälligsten ist das Display, das nun ohne breiten Rahmen auskommt und die gesamte Fläche von 1,3 Zoll einnimmt.
Das 8,1 mm breite Gehäuse besteht aus widerstandsfähigem Edelstahl. Sie sehen also eine extrem dünne Uhr mit großem Display, von der wir, etwas übertrieben gesagt, vielleicht gar nichts merken werden. Unter dem Ärmel eines Sweatshirts oder einer Jacke sollte sie bequemer passen als herkömmliche Smartwatches.
Zum Vergleich: die Samsung Galaxy Watch8 ist 8,6 mm dick, die Apple Watch Series 11 9,7 mm und die Apple Watch Ultra 2 sogar 14,4 mm.
Pebble hat sich bei Round 2 auch auf einen weiteren Mangel der vergangenen Jahre konzentriert, nämlich die Batterie. Ihre Lebensdauer war relativ gering, obwohl die Uhr ein E-Ink-Display verwendet, hielt sie mit einer Ladung etwa 1-2 Tage. Bei der Pebble Round 2 dürfte dies dank der Fortschritte in der Bluetooth-Technologie behoben sein, und die Batterien sollten bis zu 2 Wochen halten.
Wie bereits erwähnt, verfügt die Uhr nicht über ein typisches AMOLED oder LCD Display, sondern nutzt stattdessen ein energiesparendes E-Ink-Display. Dieses hat keine eigene Lichtquelle, sondern reflektiert das Licht. Wenn also Licht in der Umgebung vorhanden ist, muss die Uhr keine Energie für die Beleuchtung aufwenden. Auch dank dieser Eigenschaft hält die Pebble Round 2 so lange ohne Ladegerät durch und behält gleichzeitig ihr schlankes und elegantes Gehäuse.
Ein großer Vorteil des E-Ink-Displays ist gerade die Lichtreflexion. So muss die Uhr beispielsweise in direktem Sonnenlicht nicht mit der Helligkeit ihrer Umgebung konkurrieren, sondern nutzt einfach das Umgebungslicht und ist somit auch bei direkter und starker Sonneneinstrahlung hervorragend lesbar. Und wenn kein Licht verfügbar ist? Kein Grund zur Sorge, für solche Fälle verfügt das Display über eine eigene Hintergrundbeleuchtung.
Allerdings fehlen der Pebble Round 2 einige Funktionen klassischer Smartwatches. Es gibt keine Herzfrequenzmessung, keine Sauerstoffsättigungsmessung und keine weiteren detaillierten Gesundheitsanalysen. Der Hersteller hat sich nur auf Schritte und Schlaf konzentriert.
Ein großes Plus ist die Community, die mehr als 15.000 Apps und Zifferblätter im Pebble Appstore kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Sie können aber auch Ihre eigenen Apps über SDK erstellen. Erwähnenswert ist auch, dass das Betriebssystem der Uhr – PebbleOS – Open Source ist und sowohl von Entwicklern als auch von der Community stark unterstützt wird.
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Die Pebble Round 2 richtet sich an ein Publikum, das von herkömmlichen Smartwatches gelangweilt ist, an Menschen, die nicht nur ein weiteres Display am Handgelenk haben wollen, sondern vielmehr ein Gefühl wie bei einer klassischen Uhr mit ein paar zusätzlichen Funktionen. Pebble-Produkte sind zudem Open Source und vollständig öffentlich zugänglich, wodurch sie ein unglaubliches Maß an Anpassungsfähigkeit bieten.