Die Wahl des richtigen Prozessors für Ihren neuen Computer ist wohl die wichtigste Entscheidung überhaupt. Wenn dieser Schritt erledigt ist, stellt sich die Frage, wie Sie den Prozessor kühlen. In unserem heutigen Test haben wir 12 Luftkühler der mittleren Preisklasse sowohl in Bezug auf Kühlleistung als auch Lautstärke geprüft. Welcher PC Kühler eignet sich am besten für die neuesten AMD Ryzen und welcher Kühler für PC für Intel Core? Mehr dazu in den aktuellen Tests.
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Lektion zur Auswahl der Prozessorkühlung
Es ist nicht immer notwendig, sofort auf eine Wasserkühlung bzw. AiO-Lösung zurückzugreifen. Ein hochwertiger Luftkühler leistet hervorragende Arbeit für weniger Geld und bietet in vielen Fällen eine stabile PC Kühlung.
Ein ausreichend leistungsstarker Prozessor, der die benötigten Aufgaben mühelos bewältigt, ist die Grundlage jedes soliden Rechners. Handelt es sich um einen Gaming-PC, ist ein Prozessor erforderlich, der auch eine sehr starke Grafikkarte unterstützt. Die neuesten Prozessoren erzeugen für ihre hohe Leistung jedoch auch eine erhebliche Menge Abwärme. Wenn Sie das Maximum aus Ihrer Investition herausholen möchten, ist ein Übertakten des Prozessors naheliegend. Dies bringt jedoch nicht nur höhere Leistung, sondern auch mehr Abwärme und damit höhere Temperaturen mit sich, weshalb ein Kühler für Computer schnell unverzichtbar wird.
Wenn Sie sich also für einen Prozessor mit Übertaktungsmöglichkeiten entschieden haben, müssen Sie darauf achten, ob der Kühler die Standardeinstellungen mit ausreichender Reserve kühlen kann. Ohne diese Reserve wäre die Investition in einen übertaktbaren Prozessor, für den Sie einen Aufpreis zahlen, wenig sinnvoll.
Bei der Wahl des richtigen Kühlers sollten Sie auch den Geräuschpegel berücksichtigen. Lüfter, die den Kühler mit Frischluft versorgen, erzeugen messbare Lautstärken. Jeder Luftkühler ist mit Lüftern unterschiedlicher Eigenschaften ausgestattet, die sich nicht nur in der Leistung, sondern auch in der Lautstärke stark unterscheiden können. Ebenso wichtig ist eine gut gewählte PC-Gehäuselösung, die eine effiziente und leise Abfuhr der Abwärme aus dem Kühler Computer gewährleistet.
Eine der wichtigsten Fragen bei der Auswahl eines Kühlers für den Prozessor ist die Entscheidung zwischen Luft- und Wasserkühlung. Es stimmt, dass Wasserkühler, egal ob geschlossene AiO-Sets oder vollwertige Custom-Loops, in der höchsten Ausführung mehr Wärme abführen können als Luftkühler. Genauso richtig ist jedoch, dass die meisten Prozessoren heutzutage mit einem hochwertigen LuftKühler für PC völlig ausreichend gekühlt werden können – und das zu einem 3–4 Mal niedrigeren Preis im Vergleich zu AiO-Lösungen. Custom-Loops können bis zu 10–20 Mal teurer sein, bieten aber die Möglichkeit, zusätzlich auch Grafikkarte, Mainboard oder Arbeitsspeicher zu kühlen.
Ein unbestreitbarer Vorteil der Luftkühler ist das Fehlen einer Pumpe, die neben den Lüftern ein weiteres bewegliches Teil darstellt, das eingestellt werden muss, Geräusche verursacht und letztlich ausfallen kann. Viele AiO-Kühler kommen heute zudem nicht ohne eine zusätzliche Steuereinheit aus, was die Installation zusätzlicher Software am PC erfordert und potenziell Probleme mit sich bringt. Die PC Kühlung durch Luft stellt daher unter Abwägung aller Vor- und Nachteile einen vernünftigen Mittelweg mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis dar.
Auf den ersten Blick könnten Luftkühler wie einfache Metallblöcke erscheinen, in die lediglich ein Lüfter bläst. Es ist zwar keine Raketenwissenschaft, dennoch handelt es sich um ausgeklügelte Geräte, deren Herstellungsprozess und präzise abgestimmte Physik darüber entscheiden, wie gut ein Kühler für Computer am Ende arbeitet. Eine kurze dreiteilige Videoreihe zeigt, wie Luftkühler funktionieren und wie deren Herstellung abläuft.
Das Herzstück jedes Kühlers ist eine meist kupferne Basis, die mithilfe von Wärmeleitpaste mit dem Heatspreader des Prozessors in Kontakt gebracht wird. Am wichtigsten sind jedoch die sogenannten Heatpipes – kupferne Wärmerohre, die die Wärme von der Basis ableiten. Entscheidend ist hier ein sauber verlöteter Kontakt. Die Heatpipes sind präzise mit feinem Kupferpulver gefüllt, das als Kapillaren für die kondensierte Flüssigkeit dient und die Wärme in die Lamellen des Kühlers transportiert.
Die fertigen Heatpipes werden maschinell in Aluminiumplatten eingepresst, die das Lamellenpaket bzw. den Kühlturm bilden. Auch hier ist höchste Präzision erforderlich, da nur ein enger Kontakt die effiziente Wärmeübertragung von den Kupferrohren auf die Aluminiumplatten sicherstellt. Die gesamte Qualität und Leistung eines Luftkühlers hängt entscheidend von der Basis ab, deren Verarbeitung mindestens ebenso wichtig ist wie jeder andere Teil im Herstellungsprozess.
Zum Abschluss wird der gesamte Kühler in einem Ofen bei Temperaturen von bis zu 280 °C erhitzt, um die wärmeleitenden Verbindungen zwischen Basis und Heatpipes zu verlöten. Der wichtigste Schritt der Produktion ist jedoch die Endkontrolle. Wenn ein hergestellter Kühler für PC die strengen Qualitätsanforderungen nicht erfüllt, wird er aussortiert und gelangt nicht zum Kunden. Die Qualitätskontrolle umfasst eine Lichtmessung der Basis, eine manuelle Prüfung des Abstands der Aluminiumplatten sowie einen Wärmetest an einem Lastwiderstand, der die Praxissituation beim Kühlen eines Prozessors mit einer Genauigkeit von zwei Grad Celsius simuliert.
Der Vergleich mehrerer Kühler erscheint auf den ersten Blick einfach. Die Schwierigkeit liegt jedoch in einer klar festgelegten und streng eingehaltenen Methodik und definierten Abläufen. Am wichtigsten ist eine konstante Quelle der Abwärme, die im Laborumfeld durch einen Lastwiderstand erzeugt wird. Im Nutzerumfeld muss man sich dagegen mit demselben Prozessor, demselben Mainboard und identischen Komponenten begnügen – entscheidend ist dabei die ideale Einstellung der Last. Ebenso wichtig ist eine kontrollierte Umgebung, in der die Tests stattfinden, um einheitliche Bedingungen zu gewährleisten.
In diesem Vergleichstest wurde ein Intel i9-14900KF verwendet, der im UEFI fest auf 150 W und 200 W eingestellt war. Der Prozessor war auf einem ASUS ROG STRIX Z790-E GAMING WIFI Mainboard verbaut, mit Ausnahme des Tests des ARCTIC Freezer 34 eSports DUO, der als einziger der zwölf getesteten Kühler Computer eine Kollision mit dem ASUS-Board verursachte. Dessen Ergebnisse in den Diagrammen sind daher mit Vorsicht zu betrachten. Die Abwärme wurde durch die Anwendung PRIME95 Version 30.8 erzeugt, eingestellt auf 30 Minuten gleichmäßige Last in Form von 1344K FFT in place, mit deaktivierten AVX-Instruktionen.
Die Lüfter der Kühler wurden mit der Open-Source-Anwendung FanControl gesteuert, die eine sehr präzise Einstellung und Überwachung der Drehzahlen erlaubt. Die Temperaturen des Prozessors wurden mit HWiNFO64 aufgezeichnet, und zwar anhand der Maximalwerte des CPU-Packages in der Enhanced-Sektion, die zuverlässigere und genauere Werte liefert als umliegende Sensoren. Die Raumtemperatur wurde mit einem Thermostat überprüft und durch eine Wandklimaanlage konstant bei 24 °C gehalten. Die Geräuschentwicklung wurde mit einem Voltcraft S100 Schallpegelmessgerät in 50 cm Entfernung vom Kühler für PC erfasst. Die gemessenen Werte sind nicht absolut zu betrachten, wichtig sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Ergebnissen.
In diesem Kapitel stellen wir Ihnen die ersten drei Hersteller der heute getesteten Kühler vor und geben einen kurzen Überblick über die einzelnen Modelle, die wir im Angebot haben. Es handelt sich um Hersteller mit mehr als 20 Jahren Erfahrung auf dem Weltmarkt, die in ihrem Portfolio ausschließlich Premiumprodukte für die PC Kühlung anbieten.
Den österreichischen Hersteller von Kühllösungen muss man eigentlich kaum näher vorstellen. Noctua ist die absolute Spitze in diesem Bereich, für die man nur schwer echte Konkurrenz findet. Nicht nur die Produkte, sondern auch der Kundenservice und die Unterstützung – etwa Reklamationen ohne Rücksendung oder kostenlose Montagesets für Ihren bestehenden Kühler für PC – heben Noctua vom Rest des Marktes ab. Auf alle Produkte gibt es 6 Jahre Garantie.
Premiumprodukte haben natürlich ihren Preis, und so hat der Hersteller für Kunden mit kleinerem Budget die Redux-Serie entwickelt. Wie der Name schon verrät, wurde sie abgespeckt – allerdings eher im Bereich Design als bei der Leistung. Der heute getestete Noctua NH-U12S redux ist im Vergleich zur regulären Version um 2,7 dB (A) lauter und besitzt keine verlöteten Verbindungen zwischen Heatpipes und Kühlrippen. Auch das Zubehör ist etwas einfacher gehalten, jedoch fehlt nichts Wesentliches. Der Preisunterschied zwischen der Premium- und der Redux-Version beträgt rund 60 %, was deutlich ins Gewicht fällt, während die Unterschiede in der Kühlleistung in der Praxis nur minimal sind.
Der deutsche Hersteller Be quiet! bietet nicht nur Luftkühler an, sondern hat auch hochwertige AiO-Wasserkühlungen, leise Lüfter und durchdachte PC-Gehäuse mit leistungsfähigen Netzteilen im Sortiment. Auf die Kühler gibt es eine Garantie von 3 Jahren.
In unseren Test haben wir das Modell Be quiet! Dark Rock 4 aufgenommen. Dieser unterscheidet sich vom vor wenigen Wochen vorgestellten Spitzenmodell Dark Rock Pro 5 durch nur einen statt zwei Lüfter, einen um 370 g leichteren Heatsink und eine Heatpipe weniger. Der Preisunterschied beträgt jedoch über 30 %. Mit diesem Kühler für Computer lassen sich die neuesten Ryzen 7000 Modelle zuverlässig kühlen und mit kleineren Kompromissen bei der TDP-Einstellung auch die neuesten Intel-Prozessoren der 12. bis 14. Generation.
Der chinesische Hersteller Gelid Solutions liefert seit vielen Jahren extrem preiswerte, aber dennoch leistungsstarke cpu kühler, hochwertige Wärmeleitpasten und diverses IT-Zubehör auf unseren Markt.
Der Gelid Glacier ist mit sechs Kupfer-Heatpipes ausgestattet, die die Abwärme in einen Doppelturm-Kühlkörper leiten – ein Konzept, das Ihnen selbst die beiden vorherigen Hersteller zu einem höheren Preis nicht bieten. Zusätzlich verfügt der Kühler für PC über zwei leise 120-mm-ARGB-Lüfter. Besonders praktisch: Ein Montageset für den LGA1700-Sockel liegt kostenlos bei, obwohl es normalerweise nicht im Lieferumfang enthalten ist.
In diesem Kapitel sehen wir uns drei weniger bekannte Hersteller an, die sich auf preisgünstige Komponenten und PC-Zubehör konzentrieren. DeepCool und ID-COOLING stammen aus China, während Endorfy ein Rebrand des in Europa bekannteren polnischen Herstellers SilentiumPC ist.
DeepCool hat neben luftkühlern auch AiO-Wasserkühlungen, PC-Gehäuse, Netzteile, Peripheriegeräte und weiteres Zubehör im Sortiment.
Der heute getestete DeepCool AK620 ist ein Doppelturm-Kühler mit zwei leisen 120-mm-Lüftern. Die Wärmeableitung übernimmt eine vernickelte Kupferbasis mit sechs Heatpipes. Ein Pluspunkt ist die Verfügbarkeit in Schwarz und Weiß – weiße cpu kühler für helle Builds sind am Markt nach wie vor rar, daher ist diese Variante besonders interessant.
Endorfy bietet nicht nur luftkühler, sondern auch AiO-Sets, PC-Gehäuse, Netzteile und verschiedenes Gaming- sowie Non-Gaming-Zubehör an.
Von Endorfy haben wir in diesem Test zwei Produkte aufgenommen. Das erste ist der Endorfy Fera 5 ARGB, ein Einzelturm-Kühler mit vier Heatpipes und einem ARGB-Lüfter. Das zweite Modell ist der Fortis 5 Dual Fan, ein deutlich massiverer cpu kühler mit sechs Heatpipes und zwei Lüftern – einem 140-mm- und einem 120-mm-Modell. Auf beide Kühler gewährt der Hersteller 6 Jahre Garantie.
ID-COOLING bietet wie seine Konkurrenten sowohl luftkühler als auch AiO-Wasserkühlungen auf dem Markt an.
Im heutigen Vergleich ist das Modell ID-COOLING SE-226-XT vertreten, das stark an den Dark Rock 4 PRO von Be quiet! erinnert. Für die Wärmeabfuhr sorgt eine vernickelte Kupferbasis mit verlöteten sechs Heatpipes und ein 120-mm-Lüfter. Ein wesentlicher Nachteil dieses Kühler Computer ist die notwendige Verwendung eines mindestens 16 cm langen Schraubendrehers für die Montage – ein Werkzeug, das nicht jeder besitzt und das der Hersteller nicht beilegt. Be quiet! legt dieses Werkzeug hingegen bei.
Cooler Master und NZXT sind zwei bekannte Hersteller nicht nur von Kühlungslösungen, sondern auch von Gehäusen, Netzteilen, weiteren Komponenten und einer breiten Palette an Gaming-Zubehör. Raijintek ist in unseren Breiten etwas weniger bekannt und stellt eine Submarke des oben erwähnten ID-COOLING dar, die ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Cooler Master hat in seinem Portfolio alles – von luftkühlern über AiO-Lösungen bis hin zu umfangreichen MAKER-Sets. Dazu kommt eine breite Auswahl an PC-Gehäusen, Netzteilen, Peripheriegeräten sowie Gaming-Möbeln wie Stühlen und Tischen und kompletten immersiven Gaming-Stationen.
Im Test haben wir das Einzelturm-Modell HYPER 212 HALO, ausgestattet mit vier Heatpipes und einem 120-mm-ARGB-Lüfter. Angesichts des Kaufpreises lassen sich allerdings auch stärkere Kühler für PC mit sechs Heatpipes oder zwei Lüftern finden, die eine bessere Leistung bieten.
NZXT ist bekannt für seine beliebten PC-Gehäuse und die sehr erfolgreichen AiO-Kühler der Kraken-Serie. Wie die Konkurrenz bietet auch NZXT ein breites Spektrum an Gaming-Zubehör sowie einige speziell designte Mainboards und Netzteile an.
Vertreten ist NZXT mit dem Modell T120. Dabei handelt es sich um einen Einzelturm-Kühler mit vier Heatpipes und einem 120-mm-Lüfter. Wie beim Konkurrenten Cooler Master handelt es sich um ein vergleichsweise teures Produkt für das, was es bietet, obwohl die Kühlung für PC solide Ergebnisse liefert.
Raijintek konzentriert sich auf Design und Leistung zu einem attraktiven Preis. Der Hersteller hat in seinem Portfolio nicht nur luftkühler, sondern auch AiO-Lösungen, komplette Wasserkühlsets, einzigartige PC-Gehäuse und Netzteile.
Der im heutigen Test geprüfte ELEOS 12 EVO RBW bietet zu einem deutlich niedrigeren Preis im Vergleich zu den beiden vorherigen Konkurrenzmodellen zwei zusätzliche Heatpipes. Der Kühler für PC ist außerdem mit einem 120-mm-ARGB-Lüfter ausgestattet, der eine ausgewogene Kühlung für PC gewährleistet.
Die überwiegende Mehrheit der Hersteller gibt für ihre AiO-Produkte kein TDP mehr an. Für die Testmethodik habe ich daher zwei Szenarien gewählt. Das erste prüft die Kühler bei einer Leistungsaufnahme von 300 W am CPU-Package, das zweite bei 200 W. Beide Werte sind nicht extrem, sondern kalkulieren mit Reserve – schließlich handelt es sich um AiO-Lösungen und nicht um Custom-Loops.
200 W Abwärme sind etwas, womit ein durchschnittlicher Einzelturm-Kühler mit nur einem Lüfter bei vernünftigen Drehzahlen bis 1 200 RPM nur schwer zurechtkommt.
PRIME95 30.8 SMALL FFT 1344K 30 Minuten |
Der einzige Kühler, der 200 W Abwärme bei niedrigen Drehzahlen (800 RPM) problemlos bewältigte, war der massive Einzelturm-Endorfy Fortis Dual Fan mit zwei Lüftern. Bei einem Kaufpreis von rund 44 EUR ist er klar die beste Wahl. Überraschend gut schnitt auch der NZXT T120 ab, der offensichtlich eine sehr gelungene Konstruktion bietet. Wenn Sie im Gehäuse keinen Platz für den Fortis haben, ist dies keine schlechte Alternative für eine stabile Kühlung für PC.
Berücksichtigt werden sollte auch die Leistung bei 1 200 RPM, wo der Betrieb immer noch relativ leise ist. NZXT T120 und Dark Rock 4 von Be quiet! zeigten hier ebenfalls solide Ergebnisse, wobei Letzterer rund 24 EUR mehr kostet, was gegenüber dem Endorfy Fortis Dual Fan höchstens mit dem Design zu rechtfertigen ist. Die Tests bei maximaler Drehzahl sind eher von theoretischem Interesse – niemand möchte zu Hause einen Staubsauger betreiben, und zudem unterscheiden sich die Maximaldrehzahlen je nach Lüftermodell.
An diesem Punkt könnte man die Tests beinahe schon beenden, da der Sieger feststeht. Dennoch werfen wir einen Blick auf die Tests bei 150 W. Dies entspricht mit deutlicher Reserve dem Maximum der neuesten AMD-Ryzen-Prozessoren, die relativ wenig Abwärme erzeugen. Eine Kühlleistung von über 200 W wird eher für Intel-Prozessoren der 11.–14. Generation benötigt, auch wenn die von mir gemessene maximale Abwärme beim Intel i9-14900KF in Gaming-Szenarien bei etwa 180 W lag, was einen robusten Kühler für Computer sinnvoll macht.
150 W Abwärme stellen heutzutage keine große Herausforderung dar, auch wenn AMD es erfolgreich schafft, die Anforderungen weiter zu senken. Im Grunde genommen reicht bei der Wahl eines beliebigen Ryzen 7000 schon ein Modell aus den vorderen Rängen des folgenden Diagramms völlig aus, wenn Sie auf eine zuverlässige PC Kühlung setzen.
PRIME95 30.8 SMALL FFT 1344K 30 Minuten |
Die 150-W-Tests bei 800 RPM zeigen, dass alle getesteten Kühler diese Abwärme problemlos bewältigen. Endorfy Fortis Dual Fan und NZXT T120 sichern sich bei einem Kaufpreis von rund 44 EUR die ersten beiden Plätze. Die Ergebnisse bei 1 200 RPM bestätigen dieses Bild, und die Tests bei maximaler Drehzahl sind erneut eher von theoretischem Interesse. Damit haben wir die 200-W- und 150-W-Tests abgeschlossen und können uns nun die Unterschiede bei der Geräuschentwicklung ansehen, die für die Auswahl eines passenden Kühler für Computer ebenso wichtig sind.
Lüfter sind ein entscheidender Faktor nicht nur für die Lautstärke der Kühlung, sondern auch für die Leistung. Parameter wie statischer Druck, Luftdurchsatz, die Konstruktion der Lüfter, ihre Rotoren sowie das verwendete Material der Rotorblätter spielen dabei eine wesentliche Rolle.
PRIME95 30.8 SMALL FFT 128K 30 Minuten |
Bei den Lautstärketests interessieren uns vor allem die Unterschiede bei 800 RPM und 1 200 RPM, also in dem Bereich, den die meisten Anwender nutzen. Wichtig ist erneut zu betonen, dass die absoluten Werte der Diagramme nicht ausschlaggebend sind, sondern die Unterschiede zwischen den getesteten Modellen. Der Sieger der 200-W- und 150-W-Tests, der Fortis Dual Fan von Endorfy, belegte in puncto Geräuschentwicklung den dritten Platz – mit nur minimalem Abstand zum leisesten Modell. Diese Ergebnisse zeigen, dass der starke Kühler für PC seine Leistung nicht auf Kosten der Lautstärke erzielt, was ihn zu einer ausgewogenen Lösung macht.
Das Ergebnis der Tests ist eindeutig. Im Preisbereich um 40 EUR ist ohne Zweifel der Endorfy Fortis Dual Fan der beste Kühler aus der getesteten Zwölfergruppe. Er ist allerdings sehr voluminös, und falls er nicht in Ihr Gehäuse passt, bietet sich der NZXT T120 als geeignete Alternative an. Auch die Modelle Dark Rock 4 von Be quiet! und der AK620 von DeepCool sind leistungstechnisch keine schlechte Wahl, liegen preislich jedoch deutlich höher. Ihr Vorteil liegt im Design, das zweifellos edler wirkt – insbesondere der AK620 ist optisch sehr ansprechend. Wer auf einen Kühler Computer Wert legt, der Leistung und Ästhetik vereint, kann hier fündig werden.
Wenn Sie einen Luftkühler wählen, um die Temperaturen eines leistungsstarken Prozessors im Griff zu behalten, orientieren Sie sich an den Ergebnissen bei niedrigen Drehzahlen und achten Sie auch auf die Lautstärke. Sie müssen nicht zwingend sofort zu einer Wasserkühlung greifen – hochwertige Luftlösungen meistern die Aufgabe ebenfalls problemlos und zu deutlich geringeren Kosten. Das eingesparte Budget können Sie dann in eine stärkere Grafikkarte oder einen schnelleren Prozessor mit mehr Kernen investieren, wodurch Sie insgesamt eine ausgewogene pc kühlung und Systemleistung erzielen.

Michal Mikle
I'm an overclocker and enthusiast Bitcoiner. With computer hardware, any unused performance won't keep me calm. If there is the possibility of squeezing another drop of power from the hardware, I won't miss it. I love the adrenaline and pushing the limits, of the components and myself. This activity is rich with choices, but I mainly use liquid nitrogen and phase-change methods. I also set up a service to optimise Intel processors, delid.cz, building custom PC setups on demand and I enjoy security and privacy topics. Outside the digital world I'm interested in permaculture and other low time preference systems.
Beim Bau eines Computers gibt es Aspekte, die Sie keinesfalls unterschätzen sollten. Neben einem hochwertigen Netzteil oder einem zuverlässigen Speicher gehört auch eine angemessene Kühlung dazu. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Prozessoren. Die sparsameren Modelle werden in der Regel mit einem einfachen Standardkühler ausgeliefert, für die „hungrigeren“ CPUs reicht dieser jedoch oft nicht aus oder er fehlt ganz im Lieferumfang. In diesem Fall ist ein leistungsstärkerer Kühler erforderlich. In diesem Vergleichstest betrachten wir 12 Luftkühler für Prozessoren mit einem Preis von bis zu 48 EUR. Von kleineren, kompakteren Kühlern bis hin zu massiven Doppelturm-Modellen kommen auch RGB-Fans auf ihre Kosten. Im Test liegt der Fokus auf Kühlleistung und Lautstärke. Außerdem sehen Sie übersichtliche Diagramme, die Testkonfiguration, die Messmethodik und abschließend einen kurzen Kommentar zu den Ergebnissen.
In unserem Test der Luftkühler für Prozessoren haben wir die folgenden Modelle geprüft:
| Gelid Solutions Sirocco | Gelid Solutions Phantom Black | Gelid Solutions Phantom |
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| Gelid Solutions Tornado | ARCTIC Freezer 7 Pro Rev.2 | ARCTIC Freezer 34 |
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| Cooler Master Hyper TX3 EVO | SilentiumPC Fera 3 HE1224 | SilentiumPC Fera 3 RGB HE1224 |
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| SCYTHE SCNJ-4000 Ninja 4 | Be quiet! PURE ROCK | Be quiet! PURE ROCK SLIM |
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Für dieses Testsystem kam das Corsair Carbide AIR 540 zum Einsatz – ein relativ großes und geräumiges ATX-Gehäuse mit einer Trennwand, die das Mainboard, weitere Komponenten und zwei 3,5"-Slots für Festplatten vom Netzteilbereich mit 2,5"-Slots und zwei 5,25"-Schächten abtrennt. In der Front befinden sich drei Plätze für 120-mm-Lüfter, bestückt mit drei Noctua NF-F12 PWM, geregelt auf 800 U/min. Bei dieser Drehzahl wird ein ausreichender Luftstrom im Gehäuseinneren erzeugt, ohne dass die Geräuschmessungen durch die Lüfter beeinflusst werden.
Der Prozessor Intel Core i7-9700K war auf einem MSI MPG Z390 GAMING PRO CARBON AC Mainboard verbaut, ergänzt durch zwei 8-GB-DDR4-Module und eine passiv gekühlte XFX Radeon HD5450 Grafikkarte. Zwischen Heatspreader und den Basen der Kühler wurde jeweils eine frische Schicht Wärmeleitpaste Gelid GC-EXTREME 10G aufgetragen. Als Systemlaufwerk diente eine Crucial MX500 500GB SSD. Die Stromversorgung übernahm ein vollständig passives Netzteil Seasonic SS-400FL2 F3 Platinum-X400.
Auf dem Testsystem war eine saubere Installation von Windows 10 PRO eingerichtet. Für alle getesteten luftkühler blieb die Konfiguration unverändert, ebenso wie die eingesetzte Softwareversion. Die Temperaturen wurden mit Core Temp 1.13 gemessen. In die Diagramme eingetragen wurde der Durchschnitt der jeweils höchsten Kerntemperaturen während der Tests. Für die Prozessorlast sorgte Prime95 Version 26.6 mit dem Test Small FFTs, der CPU und Cache stark belastet (Version 26.6 ist die letzte Version ohne AVX-Instruktionen). Getestet wurde bei einer Raumtemperatur von 24 °C mit einer Abweichung von maximal 1 °C.
Die Geräuschmessung erfolgte mit einem ST-805L Schallpegelmessgerät auf einem Stativ, 30 cm vom Frontpanel des Gehäuses entfernt. Erfasst wurde jeweils der höchste gemessene Wert. Die Lautstärke der Kühler für PC bei maximaler Drehzahl wurde zu Beginn des Tests gemessen, die Werte der PWM-gesteuerten Kühler zwischen der 15. und 20. Minute. Zur Steuerung der Lüfter wurde das MSI Dragon Center genutzt, das Bestandteil des Mainboards ist. Jeder Testlauf eines Kühlers dauerte 20 Minuten, anschließend wurde vor der Montage des nächsten Kühlers eine Pause zur Temperaturstabilisierung eingehalten.
Gelid Solutions SiroccoDer Gelid Solutions Sirocco besteht aus einem relativ dicken Kühlkörper und einem 120-mm-RGB-beleuchteten PWM-Lüfter, der mit einer Metallklammer am Kühlkörper befestigt ist. Die Basis ist aus Kupfer gefertigt und wie der Rest des Kühlkörpers vernickelt. Von dort führen 6 Heatpipes in die Lamellenstruktur. Die Kühllamellen bestehen aus Aluminium. Im Montageset ist ein Metallrahmen für die Rückseite des Mainboards enthalten, zu dem Zugang erforderlich ist. Die Montage ist insgesamt relativ einfach. Im Lieferumfang befinden sich außerdem Wärmeleitpaste, ein zweites Paar Klammern sowie ein manueller Controller zur Steuerung von Programm, Farbe und Intensität der Lüfterbeleuchtung. |
Gelid Solutions Phantom BlackDer Gelid Solutions Phantom Black besteht aus einem Doppelturm-Kühlkörper und zwei 120-mm-PWM-Lüftern mit vibrationsdämpfenden Pads, die mit Metallklammern befestigt sind. Die Basis ist aus Kupfer gefertigt und wie der Rest des Kühlkörpers vernickelt. Von dort führen 7 Heatpipes in die Lamellen. Diese bestehen aus Aluminium. Das Montageset enthält einen Metallrahmen für die Rückseite des Mainboards, zu dem Zugang erforderlich ist. Die Montage ähnelt der vieler gängiger Kühler für PC, doch aufgrund der Größe des Kühlkörpers ist Platzmangel ein Thema, ein langer Schraubendreher ist hier Pflicht. Im Lieferumfang befinden sich zudem Wärmeleitpaste und ein Y-Adapter zum Anschluss beider Lüfter an einen einzigen Anschluss. |
Gelid Solutions PhantomDer Gelid Solutions Phantom besteht aus einem Doppelturm-Kühlkörper und zwei 120-mm-PWM-Lüftern mit vibrationsdämpfenden Pads, die mit Metallklammern befestigt sind. Die Basis ist aus Kupfer gefertigt, von dort führen 7 vernickelte Heatpipes in die Aluminiumlamellen. Montage und Lieferumfang entsprechen dem des Phantom Black. |
Gelid Solutions TornadoDer Gelid Solutions Tornado ist ein recht gewöhnlicher Tower-Kühler mit einem 120-mm-PWM-Lüfter, der mit Metallklammern befestigt ist. Die Basis besteht aus Kupfer, von dort führen 7 vernickelte Heatpipes in die Aluminiumlamellen. Das Montageset enthält einen Kunststoffrahmen für die Rückseite des Mainboards, zu dem Zugang erforderlich ist. Die Montage ist insgesamt recht einfach. Im Lieferumfang sind ein zweites Paar Klammern für einen optionalen zweiten Lüfter und Wärmeleitpaste enthalten. |
ARCTIC Freezer 7 Pro Rev.2Der ARCTIC Freezer 7 Pro Rev.2 ist ein eher kleiner Tower-Kühler, ausgestattet mit einem speziellen PWM-Lüfter. Dieser wird mittels Kunststoffclips am Stator (Rahmen) befestigt. Die Basis ist aus Kupfer gefertigt, von dort führen drei Heatpipes in die Aluminiumlamellen. Auf der Basis ist bereits Wärmeleitpaste aufgetragen. Das Montageset verfügt über einen Kunststoffrahmen mit Verriegelungen für die Oberseite des Mainboards, ein Zugang zur Rückseite ist nicht erforderlich. Bei der Montage ist Vorsicht geboten, um ein zu starkes Durchbiegen des Mainboards und damit mögliche Schäden zu vermeiden. Die Anpressplatte erzeugt einen relativ starken Widerstand, was die Montage für weniger geübte Anwender erschweren kann. |
ARCTIC Freezer 34Der ARCTIC Freezer 34 ist ebenfalls ein Tower-Kühler in Standardgröße, ausgestattet mit einem 120-mm-PWM-Lüfter, der mit Metallklammern am Kühlkörper befestigt ist. Die Basis besteht aus Aluminium, wobei die Kontaktfläche hauptsächlich von vier freiliegenden, polierten Heatpipes gebildet wird. Der Kühlkörper selbst hat keine Oberflächenbeschichtung. Das Montageset beinhaltet einen Kunststoffrahmen für die Rückseite des Mainboards, sodass hierfür Zugang notwendig ist. Die Montage ist relativ einfach. Im Lieferumfang befinden sich Wärmeleitpaste und ein zweites Paar Metallklammern für einen optionalen zweiten Lüfter. |
Cooler Master Hyper TX3 EVODer Cooler Master Hyper TX3 EVO ist ein relativ kleiner Tower-Kühler, ausgestattet mit einem 92-mm-PWM-Lüfter. Dieser ist mithilfe von Kunststoffrahmen am Lüfter befestigt und anschließend am Kühlkörper verschraubt. Die Basis und die Lamellen bestehen aus Aluminium, die Kontaktfläche wird jedoch größtenteils von drei freiliegenden, polierten Heatpipes gebildet. Der Kühlkörper besitzt keine Oberflächenbeschichtung. Die Montage erfolgt ausschließlich von der Oberseite des Mainboards mittels Spannvorrichtung / vier Kunststoffverriegelungen, ohne einen Rahmen auf der Rückseite. Im Lieferumfang sind ein zweites Paar Rahmen für die Befestigung eines optionalen zweiten Lüfters sowie Wärmeleitpaste enthalten. Die Befestigung ist einfach, jedoch ist Vorsicht geboten, um Schäden am Mainboard durch übermäßigen Druck zu vermeiden. |
SilentiumPC Fera 3 HE1224Der SilentiumPC Fera 3 HE1224 ist ein Tower-Kühler mit einem 120-mm-PWM-Lüfter, der mit zwei Metallklammern befestigt ist. Die Basis besteht aus Aluminium, wobei die Kontaktfläche hauptsächlich von vier Heatpipes gebildet wird, die in die Aluminiumlamellen führen. Die Oberseite des Kühlkörpers ist mit einer schwarzen Abdeckung versehen, die die Enden der versiegelten Heatpipes verdeckt. Das Montageset beinhaltet einen Kunststoffrahmen für die Rückseite des Mainboards, zu dem Zugang erforderlich ist. Die Montage ist insgesamt relativ einfach. Im Lieferumfang sind außerdem Wärmeleitpaste und ein zweites Paar Klammern für einen optionalen zweiten Lüfter enthalten. |
SilentiumPC Fera 3 RGB HE1224Der SilentiumPC Fera 3 RGB HE1224 ist ein Tower-Kühler mit einem 120-mm-RGB-PWM-Lüfter, der mit zwei Metallklammern befestigt ist. Zusätzlich sind vibrationsdämpfende Pads vorhanden. Die Basis besteht aus Aluminium, wobei die Kontaktfläche größtenteils von vier Heatpipes gebildet wird, die in die Aluminiumlamellen führen. Die Oberseite des Kühlkörpers ist mit einer RGB-Abdeckung versehen, deren Programm, Farbe und Beleuchtungsintensität wie beim Lüfter per manuellem Controller gesteuert werden können. Dieser wird zwischen Lüfter/Abdeckung und PC-Stromversorgung angeschlossen. Die Montage entspricht der des Fera 3. |
SCYTHE SCNJ-4000 Ninja 4Der SCYTHE SCNJ-4000 Ninja 4 ist ein massiver Tower-Kühler, optisch in vier Segmente unterteilt. Er ist mit einem 120-mm-PWM-Lüfter ausgestattet, der mit Metallklammern befestigt ist. Sein Stator verfügt über einen dreistufigen Schalter zur Steuerung der Drehzahl, falls das Mainboard keinen PWM-Anschluss besitzt. Die Basis besteht aus Kupfer und ist ebenso wie die sechs Heatpipes, die in die Lamellen führen, vernickelt. Das Montageset enthält einen Rahmen für die Rückseite des Mainboards. Für die Montage sind Zugang zur Rückseite und ein langer Schraubendreher erforderlich, der im Lieferumfang enthalten ist. Die Montage ist relativ komplex, mit Anleitung und etwas Geschick jedoch gut machbar. Im Paket finden sich außerdem Wärmeleitpaste und zusätzliche Metallklammern für die Befestigung eines weiteren Lüfters. |
Be quiet! PURE ROCKDer Be quiet! PURE ROCK ist ein durchschnittlicher Tower-Kühler mit einem 120-mm-PWM-Lüfter, der mit Metallklammern befestigt ist. Die Basis besteht aus Kupfer, von dort führen vier Heatpipes in die Aluminiumlamellen. Vernickelt ist nur die Basis, die ab Werk mit einer Schicht Wärmeleitpaste versehen ist. Die Oberseite ist mit einer Aluminiumabdeckung abgeschlossen, die wie beim Fera 3 die Enden der Heatpipes verdeckt. Das Montageset enthält einen Rahmen für die Rückseite des Mainboards. Die Montage ist relativ einfach, erfordert jedoch Zugang von der Rückseite des Mainboards. |
Be quiet! PURE ROCK SLIMDer Be quiet! PURE ROCK SLIM ist ein relativ kleiner Tower-Kühler mit einem 92-mm-PWM-Lüfter, der mit Metallklammern befestigt ist. Die Basis besteht aus vernickeltem Kupfer, von dort führen drei Heatpipes in die Aluminiumlamellen. Ab Werk ist Wärmeleitpaste aufgetragen. Die Oberseite ist ebenfalls mit einer Aluminiumabdeckung versehen. Die Montage erfolgt ausschließlich von der Oberseite des Mainboards mittels Spannvorrichtung / vier Kunststoffverriegelungen, ohne Metallrahmen auf der Rückseite. Die Befestigung ist relativ einfach, allerdings ist Vorsicht geboten, damit das Mainboard durch übermäßigen Druck nicht beschädigt wird. |
| SPEZIFIKATIONEN DER LUFTKÜHLER | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kühler | Lüfter |
Max.
Höhe |
Basis des Kühlers |
RGB |
Unterstützte
Sockel |
Preis |
| GELID Solutions Sirocco | 1× 120 mm 700–2 000 U/min |
160 mm | vernickeltes Kupfer |
✓ |
AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2066 |
48 EUR |
| GELID Solutions Phantom Black | 2× 120 mm 750–1 600 U/min |
160 mm | vernickeltes Kupfer |
✕ | AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2066 | 44 EUR |
| Gelid Solutions Phantom | 2× 120 mm 750–1 600 U/min |
160 mm | Kupfer | ✕ | AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2066 | 36 EUR |
| Gelid Solutions Tornado | 1× 120 mm 750–1 600 U/min |
153 mm | Kupfer | ✕ | AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1366 | 16 EUR |
| ARCTIC Freezer 7 Pro Rev.2 | 1× atyp. 2 200 U/min | 127 mm | Kupfer | ✕ | 939, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1366 | – |
| ARCTIC Freezer 34 | 120 mm | 157 mm | Aluminium und Heatpipe |
✕ | AM4, 1150, 1151, 1155, 1156, 2011-3, 2066 | 25 EUR |
| Cooler Master Hyper TX3 EVO | 92 mm | 136 mm | Aluminium und Heatpipe |
✕ | AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, 775, 1150, 1155, 1156, 1366 | 26 EUR |
| SilentiumPC Fera 3 HE1224 | 120 mm | 155 mm | Aluminium und Heatpipe |
✕ | AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, FM2+, 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066 | 28 EUR |
| SilentiumPC Fera 3 RGB HE1224 | 120 mm | 146 mm | Aluminium und Heatpipe |
✓ | AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, FM2+, 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066 | 40 EUR |
| SCYTHE SCNJ-4000 Ninja 4 | 120 mm | 155 mm | vernickeltes Kupfer |
✕ | AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+, 775, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066 | – |
| Be quiet! PURE ROCK | 120 mm | 155 mm | vernickeltes Kupfer |
✕ | AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, FM2+, 775, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066 | 35 EUR |
| Be quiet! PURE ROCK SLIM | 92 mm | 125 mm | vernickeltes Kupfer |
✕ | AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, FM2+, 1150, 1151, 1155, 1156 | 24 EUR |
In den folgenden Diagrammen sehen wir, wie sich die Kühler im Test geschlagen haben. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Modell deutlich. Den Basistakt konnten alle Kühler – bis auf zwei Modelle – bei insgesamt soliden Temperaturen bewältigen. Nach dem Übertakten auf 5 GHz sah es weniger gut aus: Drei Kühler erreichten nahezu 90 °C, zwei überschritten diese Marke und die übrigen bestanden den Test nicht. Daher stellt sich die Frage, ob man beim Übertakten auf eines der getesteten Modelle setzen sollte oder ob sich ein Aufpreis für einen teureren, aber leistungsstärkeren Kühler Computer lohnt. Dies klären wir jedoch erst im Fazit.
In den folgenden beiden Diagrammen sehen wir die Ergebnisse beim Kühlen des Intel Core i7 9700K im Basistakt. Im ersten Diagramm wurden die Lüfter automatisch vom Mainboard gesteuert, im zweiten manuell auf maximale Drehzahl gesetzt. Im oberen Bereich liegen die Temperaturen bei etwa 70–80 °C, was als normal und völlig akzeptabel gilt. Weiter unten sehen wir den Gelid Solutions Tornado und den Cooler Master Hyper TX3 EVO mit spürbar höheren Temperaturen, jedoch noch ausreichend. Anzumerken ist, dass beide Modelle bereits im Basistakt mit voller Drehzahl liefen. Die unteren Plätze belegten Be quiet! Pure Rock SLIM und ARCTIC Freezer 7 Pro, die den Prozessor nicht einmal im Standardtakt ausreichend kühlen konnten.
Im dritten Diagramm wird sofort deutlich, dass 5 GHz auf acht Kernen eine echte Herausforderung darstellen. Mehr als die Hälfte der Kühler schaffte diesen Takt nicht. Übrig blieben lediglich drei Modelle von Gelid Solutions, der ARCTIC Freezer 34 und der SCYTHE SCNJ-4000 Ninja 4. Die Temperaturen waren mit rund 90 °C ziemlich hoch, und die Lüfter liefen bereits auf maximaler Drehzahl. Eine Reserve war somit nicht vorhanden.
Die Geräuschpegel der Kühler lagen zwischen 35 und 40 dBA. Der Unterschied zwischen dem besten und schlechtesten Modell war deutlich hörbar, dennoch war keiner der Kühler selbst bei maximaler Drehzahl so laut, dass er als störend oder gar unzumutbar einzustufen wäre. Ich möchte daran erinnern, dass das Testsystem bewusst so aufgebaut wurde, dass die Geräuschentwicklung der Kühler klar hervorsticht. In einem normalen System mit aktiv gekühltem Netzteil, Grafikkarte, Festplatten und weniger leisen Gehäuselüftern geht das Geräusch der getesteten Kühler leicht unter. Zudem sei
angemerkt, dass diese Luftkühler im Vergleich zu den meisten All-in-One-Wasserkühlungen spürbar leiser arbeiten.
Was hat uns dieser Test also gezeigt? Die meisten getesteten Modelle konnten den Intel Core i7 9700K bei Basistakt mit durchaus akzeptablen Temperaturen kühlen, mit Ausnahme von Be quiet! Pure Rock Slim und ARCTIC Freezer 7 Pro, die für diesen Prozessor leider nicht ausreichen. Das Übertakten auf 5 GHz zeigte die wirklichen Grenzen der Kühler für PC, die Temperaturen lagen im kritischen Bereich. Lediglich 5 von 12 getesteten Modellen konnten dies bewältigen, wobei alle mit maximaler Drehzahl liefen.
Der klare Sieger dieses Tests ist meiner Ansicht nach der Gelid Solutions Sirocco. Aufgrund der relativ hohen maximalen Lüfterdrehzahl gehört er zwar zu den lauteren Modellen, doch in Bezug auf die Temperaturen lieferte er die beste Leistung. Die Montage ist nicht besonders anspruchsvoll, die Konstruktion wirkt stabil und für die Rückseite des Mainboards ist – wie bei vielen hochwertigen Modellen – eine Metall-Backplate vorhanden, die ein Durchbiegen verhindert. Zudem ist er einer von nur zwei Kühlern in diesem Test mit RGB-Beleuchtung. Knapp dahinter
folgen die Modelle Phantom und Phantom Black von Gelid Solutions, der ARCTIC Freezer 34 sowie der SCYTHE SCNJ-4000 Ninja 4. Damit wird klar, wie stark sich ein moderner PC Kühler bei richtiger Auswahl auswirken kann.
Würde ich die genannten Kühler für den Intel Core i7 9700K empfehlen? Auf jeden Fall! Auch beim Übertakten? Vielleicht. Bei gelegentlicher Last würde ich sie akzeptieren. Wenn die Belastung jedoch dauerhaft hoch ist, würde ich eher zu einer leistungsstärkeren pc kühlung greifen.