Es ist nun zehn Jahre her, dass Apple seine erste Smartwatch vorgestellt hat – ein Gerät, das damals für Aufsehen sorgte und Fragen zur Zukunft der Wearable-Technologie aufwarf. Heute sind Smartwatches für viele Nutzer nicht mehr wegzudenken. Mit dem runden Jubiläum stellt sich die Frage, ob die Apple Watch Series 10 eine echte Revolution bringt. Die Antwort? Nein, aber langweilig ist sie trotzdem nicht. Während meines gesamten Tests hat sie mir durchaus Spaß gemacht. Lassen Sie uns in diesem Testbericht einen genaueren Blick darauf werfen.
Als langjähriger Apple-Nutzer muss ich sagen, dass das Auspacken ihrer Produkte für mich ein fast heiliger Moment ist. Apple beweist seit Jahren, dass selbst eine so alltägliche Sache wie das Verpacken von Elektronik durchdacht und ästhetisch ansprechend sein kann.
Minimalistisches Design, klare Linien und präzise Verarbeitung verleihen der Verpackung ein hochwertiges Aussehen. Zudem legt Apple traditionell Wert auf einen umweltfreundlichen Ansatz, sodass die Boxen aus recycelten Materialien bestehen und keinen Kunststoff enthalten. Jedes Detail wirkt durchdacht und harmonisch.
Ich genieße jeden Moment, sogar das sanfte Geräusch beim Öffnen des Deckels, zum Beispiel bei einem MacBook (ja, ich weiß, das grenzt an eine Diagnose). Und natürlich der ikonische Sticker! Ich habe eine ganze Sammlung davon in meiner Schublade, aber es gab immer Platz für einen weiteren. Doch… hier wird man ihn vergeblich suchen.
Die Verpackung der Apple Watch Series 10 ist sorgfältig gestaltet und wirkt auf den ersten Blick elegant. Jedes Detail ist durchdacht, sodass das Auspacken nicht wie ein gewöhnliches Entnehmen eines Elektronikgeräts wirkt, sondern eher wie ein angenehmes Ritual. Im Inneren findet man die Uhr selbst, ein geflochtenes Ladekabel und natürlich die unvermeidliche Dokumentation, die ohnehin niemand liest.
Ein Netzadapter fehlt allerdings – Apple hat ihn im Zuge der Bemühungen zur Reduzierung von Elektroschrott weggelassen. Es wird davon ausgegangen, dass die meisten Nutzer bereits ein Ladegerät zu Hause haben. Falls nicht, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich eines separat zu kaufen.
Für diesen Test erhielt ich die Apple Watch Series 10 in der 46mm Cellular-Version, in glänzend schwarzem Aluminium mit Milanaise-Armband. Mit anderen Worten: eine Uhr, die so luxuriös aussieht, dass meine alte SE daneben wie eine alte Verwandte aus dem Gebrauchtwarenladen wirkte. Das Material zieht Fingerabdrücke etwas an, aber bei so einem kleinen Gehäuse fällt das kaum auf.
Was mir auf den ersten Blick an der Apple Watch Series 10 gefallen hat? Neben dem Display, auf das ich später noch eingehen werde, war es das Gewicht der Uhr. Sie wiegt lediglich 41,7 g. Am Handgelenk fühlt sie sich so leicht an, dass ich sie nach kurzer Zeit kaum noch wahrgenommen habe. Zum Vergleich habe ich für einen Tag die Apple Watch 10 und die Samsung Galaxy Watch Ultra gleichzeitig getragen, um die Unterschiede zu spüren. Das Ergebnis? Die Apple Watch verschwand quasi am Handgelenk.
Auf der rechten Seite der Apple Watch Series 10 befindet sich die ikonische drehbare Krone „Digital Crown“ mit präzisem haptischem Feedback. Bei der Cellular-Variante fällt allerdings der rote Ring auf der Krone weg. Warum diese Änderung vorgenommen wurde, konnte ich nirgends nachlesen. Vielleicht für ein saubereres Design oder eine einheitlichere Ästhetik – ich weiß es nicht. Aber letztlich ist es eine Änderung, die mir ehrlich gesagt ziemlich egal ist.
Natürlich fehlt auch nicht der ikonische seitliche Knopf, versteckt unter der Krone, der aus früheren Generationen der Apple Watch bekannt ist. Daneben befindet sich ein Mikrofon mit fortschrittlicher Sprachisolierung, das sich in meinem Test als zuverlässig erwies – der Ton war sowohl bei Anrufen als auch bei der Nutzung des Lautsprechers klar und verständlich. Selbst in einer lauten städtischen Umgebung hatte ich keine Probleme, den Anrufer zu verstehen, und mein Gesprächspartner bestätigte ebenfalls, dass er mich problemlos hören konnte.
Der Mechanismus zum Entfernen der Armbänder bleibt bei der Apple Watch 10 unverändert im Vergleich zur vorherigen Generation – eine bewährte und funktionale Lösung, an die wir uns gewöhnt haben. Der Austausch dauert nur wenige Sekunden. Das Milanaise-Armband wirkt zwar luxuriös, aber ich persönlich bevorzuge Silikon. Gerade deshalb werden besonders diejenigen die einfache Austauschmöglichkeit schätzen, die ihre Armbänder gerne je nach Anlass oder Vorlieben wechseln.
Die Apple Watch Series 10 behält die erstklassige Widerstandsfähigkeit bei, die man von einem Premium-Gerät dieser Kategorie erwarten kann. Als langjähriger Nutzer früherer Generationen bin ich es gewohnt, sie weder beim Schwimmen, Duschen noch bei der Gartenarbeit abzunehmen.
Dank der Zertifizierung IP6X ist die Apple Watch 10 vollständig gegen Staub und kleine Partikel geschützt. Der Hersteller gibt an, dass sie auch unter anspruchsvollen Bedingungen bestehen kann. Die Wasserfestigkeit habe ich bei einer zweistündigen Schwimmeinheit im Pool sowie bei sportlichen Aktivitäten im Schnee getestet – ohne jegliche Probleme. Trotzdem würde ich sie im Sommer nicht ins Salzwasser mitnehmen, obwohl einige Nutzer das regelmäßig tun. Ich persönlich schätze meine Uhr und vermeide unnötige Risiken. Für Tiefseetauchen ist sie ohnehin nicht geeignet – auch diese Generation hat ihre Grenzen.
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Die größte Innovation der Apple Watch Series 10 ist die Vergrößerung des Gehäuses auf 42 mm und 46 mm, was einen größeren Bildschirm bedeutet – und damit eine bessere Lesbarkeit von Texten. Obwohl ich normalerweise eine Samsung Galaxy Watch Ultra trage, muss ich zugeben, dass die eckige Form Sinn macht – auf einem solchen Display liest es sich einfach angenehmer.
Die Apple Watch Series 10 bietet das bislang größte Display in der Geschichte dieser Reihe, mit einer Diagonale von 1,96" bei der 46-mm-Version und 1,77" bei der 42-mm-Variante. Zum Vergleich: Konkurrenzmodelle wie die Samsung Galaxy Watch 7 haben ein 1,5"-Display, während die Honor Watch 5 ein 1,85"-Display bietet.
Das Display der Apple Watch Series 10 nutzt die neueste LTPO3-OLED-Technologie. Dadurch bleibt das Bild gestochen scharf und detailliert, mit einer guten Lesbarkeit im Sonnenlicht dank einer maximalen Helligkeit von 2.000 Nits. Für den Schutz sorgt gehärtetes Ion-X-Glas, das laut Hersteller eine höhere Kratz- und Stoßfestigkeit bietet.
Die neuen Apple Watch 10 sind mit dem SiP S10-Chip mit integriertem 4-Kern-Neural-Engine ausgestattet. Dieser sorgt für eine höhere Leistung, die der Uhr nicht abzusprechen ist. Während meines Tests hatte ich keine einzige Verzögerung, keinen Fehler oder kompletten Absturz, wie ich es von meiner alten SE kannte. Besonders gefallen haben mir intelligente Funktionen wie das Doppeltipp-Gestensteuerung, Siri auf dem Gerät, Diktierfunktionen oder die automatische Trainingserkennung. Die Uhr verfügt zudem über einen großen internen Speicher von 64 GB für Apps und Musik.
Obwohl ich derzeit voll im südkoreanischen Ökosystem integriert bin, muss ich dennoch bestätigen, dass das aus Cupertino unangefochten ist. Oder wie es Cimrman sagen würde: Wir können darüber diskutieren, wir können anderer Meinung sein, aber es bleibt wohl das Einzige, was man dazu sagen kann. Auch diese Uhr synchronisierte sich nahtlos mit meinen anderen Apple-Geräten, was mir eine einheitliche und reibungslose Nutzererfahrung bot.
Der Hersteller verspricht, dass die Apple Watch 10 trotz zahlreicher fortschrittlicher Funktionen effizient mit Energie haushalten kann. Die Uhren sind mit einem Li-Ion-Akku ausgestattet, der eine Kapazität von ca. 282 mAh (für die 42-mm-Version) und 308 mAh (für die 46-mm-Version) bietet.
Apple gibt an, dass der Akku dieser Uhr bis zu 18 Stunden normale Nutzung abdecken soll. Das habe ich jedoch nie erreicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Uhr nur zwei Wochen lang aktiv genutzt habe und sie sich noch nicht „eingependelt“ hat, aber der Akku musste immer gegen 18 Uhr wieder an die Ladestation – obwohl ich sie morgens um 6 Uhr angelegt hatte. Das bedeutet, dass die tatsächliche Laufzeit bei meiner Nutzung eher bei 12 Stunden als bei den angegebenen 18 Stunden lag. Vielleicht könnte man durch das Deaktivieren bestimmter Funktionen oder Anpassungen der Einstellungen die Laufzeit verlängern, aber ich möchte die Uhr in vollem Umfang nutzen, ohne Abstriche bei den Funktionen machen zu müssen. Das ist für mich eine Enttäuschung.
Meine Samsung Galaxy Watch Ultra benötigt bei voller Nutzung erst gegen 22 Uhr eine Aufladung, was eine deutlich längere Akkulaufzeit im Vergleich zur Apple Watch Series 10 bedeutet. Samsung bietet zudem einen Akku mit 590 mAh Kapazität, fast das Doppelte der Apple Watch, was sich natürlich auch in der Akkulaufzeit widerspiegelt.
Die Apple Watch Series 10 ist ein Paradebeispiel für den umfassenden Einsatz verschiedener Sensoren zur Überwachung der Gesundheit, Aktivität und Fitness des Nutzers:
Die Apple Watch 10 ist der ideale Begleiter für einen aktiven Lebensstil. Während meines Tests habe ich gerne diese wichtigen Funktionen ausprobiert:
| Parameter/Modell | Apple Watch Series 10 | Apple Watch Series 9 |
|---|---|---|
| Display | Bildschirmgröße: 1,96" | Bildschirmgröße: 1,9" |
| Auflösung: 496 × 416 px | Auflösung: 484 × 396 px | |
| Typ: LTPO3 OLED | Typ: LTPO OLED | |
| Ziffernblatt-Form: Quadratisch | Ziffernblatt-Form: Quadratisch | |
| Schutz: Saphirglas | Schutz: Saphirglas | |
| Kompatibilität mit Smartphones | iOS | iOS |
| Interner Speicher | 64 GB | 64 GB |
| Betriebssystem | watchOS | watchOS |
| Unterstützung für eSIM | ✓ | ✓ |
| Sirene | ✓ | ✓ |
| Schutzklasse | IP6X / 10 ATM | IP6X / 10 ATM |
| Gesundheitsfunktionen | Blutsauerstoffmessung, Herzfrequenz, Temperatursensor, EKG, Schlafapnoe-Erkennung, Lärmmessung u. a. | Blutsauerstoffmessung, Herzfrequenz, Temperatursensor, EKG, Schlafapnoe-Erkennung, Lärmmessung u. a. |
| Ortung | GPS, GLONASS, GALILEO, QZSS, BDS | GPS, GLONASS, GALILEO, QZSS, BDS |
| Akkulaufzeit | 327 mAh | 308 mAh |
| Abmessungen | 46 × 39 × 9,7 mm | 45 × 38 × 10,7 mm |
| Gewicht | 34,4 g (42mm), 41,7 g (46mm) | 42,3 g (41mm), 51,5 g (45mm) |
| Lieferumfang | Uhr, Armband, USB-C-Ladegerät, Bedienungsanleitung | Uhr, Armband, USB-C-Ladegerät, Bedienungsanleitung |
| Preis | Ab 399 Euro (42mm, Sportarmband) (46mm, Milanaise-Armband) | Ab 380 Euro (41mm, Sportarmband) |
Es ist natürlich schwierig, eine universelle Konkurrenz für die Apple Watch Series 10 zu benennen, da jeder seine Smartwatch anders nutzt. Manche treiben viel Sport, andere weniger. Einige sehen ihre Smartwatch als Verlängerung ihres Smartphones, andere als modisches Accessoire. Viele Nutzer entscheiden sich für die Apple Watch als weiteres Apple-Gerät in ihrem Ökosystem, während andere lieber bei Android bleiben.
Im Bereich der Smartwatches gibt es zahlreiche Modelle. Nutzer, die Android bevorzugen, werden sicher die Samsung Galaxy Watch 7 kennen. Sie bietet Herzfrequenzüberwachung, EKG, Blutsauerstoffmessung, Schlaftracking und Körperzusammensetzungsanalyse. Sportler könnten sich für die Garmin Fenix 8 mit ihren fortschrittlichen Sport- und Outdoor-Funktionen interessieren. Ebenfalls erwähnenswert ist die günstigere, aber leistungsstarke Amazfit Active 2 mit 164 Sportmodi und langer Akkulaufzeit. Auch die Google Pixel Watch 3 oder die Huawei Watch GT 5 Pro könnten eine Überlegung wert sein – je nach individuellen Vorlieben.
Die Apple Watch Series 10 ist eine präzise und hervorragend konzipierte Smartwatch. Sie vereint elegantes Design, schnelle Performance und eine Vielzahl an Gesundheitsfunktionen. Für diejenigen, die das Apple-Ökosystem bevorzugen, ist sie eine logische Wahl. Ja, der Preis ist hoch, aber wenn Sie eine Smartwatch suchen, die nicht nur die Zeit anzeigt, sondern auch Ihr Wohlbefinden mit fast medizinischer Präzision überwacht, ist sie definitiv ihr Geld wert. Möglicherweise kennt sie Sie sogar besser, als Sie sich selbst.
Vorteile
Nachteile
Jan Vavřík
In meiner Freizeit beschäftige ich mich nicht nur mit aktuellen Neuheiten, sondern auch mit nostalgischen Rückblicken in die Welt der Mobiltelefone. Ich bin sowohl mit Apple-Technologie als auch mit dem „grünen Androiden“ vertraut – besonders mit dem aus südkoreanischer Produktion. Außerdem bin ich aktiver Schriftsteller und ein großer Fan von deutschen Boxern, Stephen King, J. R. R. Tolkien, Karel Čapek, Karl May und allem, was mit Griechenland zu tun hat – insbesondere mit der Insel Korfu.
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Insgesamt kann ich sagen, dass die Apple Watch Series 10 meine Erwartungen erfüllt hat. Sie ist ein Produkt mit fortschrittlicher Technologie, zuverlässigen Sensoren und modernem Design. Die Integration in das Apple-Ökosystem hat erneut nicht enttäuscht, ebenso wenig wie die verwendeten Materialien. Diese Smartwatch kombiniert Stil, Funktionalität und Präzision. Nur die Akkulaufzeit ist wirklich schade. Mal sehen, ob das in der nächsten Generation verbessert wird.